Eine »Perle« unter den Schachvereinen

Der Schachclub Leinzell ist 50 Jahre alt. Dieses Jubiläum wurde am 26. Juni 2004 durch einen Festakt gefeiert. Zum Auftakt spielte Claudius Beitze am Klavier und übernahm auch die weitere musikalische Umrahmung.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden, Hartmut Brückner, gab der Vorsitzende, Karl Barth, einen Rückblick über die vergangenen 50 Jahre.

Am 29. September 1954 wurde der Verein offiziell gegründet. Die Hauptinitiatoren waren Franz Brückner, Max Dreher und Albert Bauer, welcher auch heute noch Mitglied des Vereins ist. Das erste Spiellokal war das nur noch älteren Leinzellern bekannte Bräuhaus. Nach einigen Wechseln hat man nun im Untergeschoss der Kulturhalle eine neue Heimat gefunden.

Ab 1969 ging es aufwärts

Nach einem zwischenzeitlichen Mitgliederschwund ging es ab 1969 aufwärts und man konnte wieder eine zweite Mannschaft melden. Vor allem durch die konsequente Jugendarbeit erlebt der Verein seit 1995 einen regelrechten Boom. Sechs Mannschaften im Aktivenbereich und eine Jugendmannschaft spiegeln dies eindrucksvoll wider.

Auch sportliche Erfolge blieben nicht aus. Der Höhepunkt war 2002 der Aufstieg der ersten Mannschaft in die Verbandsliga. Im Jubiläumsjahr gelang der zweiten Mannschaft der sofortige Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Pünktlich zum Festakt wurde die Jugendmannschaft Bezirksmeister und spielt somit in der nächsten Saison in der Verbandsjugendliga.

Vom Bürgermeister gewürdigt

Bürgermeister Günter Nesper würdigte in seinem Grußwort vor allem die Kontinuität und den stetigen Aufwärtstrend im Verein. Er hob hervor, dass der Schachclub die Gemeinde Leinzell weit über die Kreisgrenzen hinaus positiv repräsentiert.

Der Vorsitzende des Schachbezirks Ostalb, Wernfried Tannhäuser bezeichnete den Schachclub Leinzell als eine »Perle« unter den Schachvereinen. Sehr positiv sei, dass Mitglieder des Vereins auch immer bereit waren, in verschiedenen Funktionen Verantwortung auf der Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene zu übernehmen.

Der Vorsitzende des Schützenvereins, Edwin Kröner gratulierte im Namen aller Leinzeller Vereine dem Jubelverein zu seinem 50jährigen Bestehen. Da Schach das königliche Spiel ist, sei der Verein also ein »Königsclub«. Folglich ernannte er den Vorsitzenden, Karl Barth, zum »Leinzeller Schachkönig« und setzte ihm unter großem Beifall eine Krone auf.

Gründungsmitglied geehrt

Bei den Ehrungen des Vereins erhielt Gründungsmitglied Albert Bauer die goldene Ehrennadel. Mit der silbernen Ehrennadel für über 40jährige Mitgliedschaft wurden Hartmut Brückner und Ingfried Seifert dekoriert. Letzterer erhielt außerdem eine Urkunde für 300 Verbandsspiele. Karl Barth und Klaus Schumacher wurden vom Verein für ihre langjährigen verantwortungsvollen Tätigkeiten ausgezeichnet. Für besondere sportliche Erfolge im Jugendbereich wurden Saskia Zikeli und Albert Geilfuss von Jugendleiter Hans Wendel geehrt.

Für den Württembergischen Landessportbund nahm der stellvertretende Sportkreisvorsitzende, Heinz Engel, folgende Ehrungen vor: Für über 10jährige Funktionärstätigkeiten erhielten Jakob Kessler und Jürgen Denk die Ehrennadel in Bronze. Die Ehrennadel in Silber erhielten Hartmut Brückner und Klaus Schumacher. Beide sind bereits über 20 Jahre im Vereinsvorstand tätig. Als Höhepunkt erhielt Karl Barth die Ehrennadel in Gold. Er bekleidet seit 1970 verschiedene Funktionen und führt den Verein seit 1980.

Anschließend wurden die zahlreichen Gäste durch Sketche der Jugendspieler und eine eindrucksvolle Vorführung des bekannten Zauberkünstlers »Di Rossi« unterhalten.