Hauptversammlung 2005

Jakob KesslerPressebericht von Jakob Kessler

Mit der Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder durch den 2. Vorsitzenden Hartmut Brückner wurde die Hauptversammlung eröffnet. Der Schachclub Leinzell trauert um seinen auf tragische Weise verunglückten 1. Vorsitzenden Karl Barth. Die Nachricht vom Tode Karl Barths hat bei den Mitgliedern des Schachclubs Leinzell und bei der Bevölkerung in Leinzell tiefe Betroffenheit ausgelöst. Bereits im Jahre 1980 übernahm Karl Barth vom damaligen Vorsitzenden Franz Brückner den Vorsitz des Vereins. In seiner Zeit als Vorsitzender gelang eine außerordentlich erfolgreiche Periode für den Schachclub. So gelang es der ersten Mannschaft sogar bis in die Verbandsliga aufzusteigen.

Anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums 2004 richtete der Schachclub Leinzell am 23. Mai 2004 einen Vergleichskampf mit dem SV Hussenhofen und dem SC Plüderhausen aus. Bei dem freundschaftlichen Wettkampf stand vor allem das Dabeisein im Vordergrund. Der SC Leinzell konnte seiner Favoritenrolle gerecht werden und beide Kämpfe klar gewinnen. Der Höhepunkt des Jubiläums war der Festabend am 22. Juni 2004 in der Kulturhalle Leinzell. Es waren zahlreiche Gäste erschienen, die zum guten Gelingen des Abends beitrugen. Vorstand Karl Barth ließ die 50 Jahre Vereinsgeschichte noch einmal aufleben. Besonders hob er die Jugendarbeit im Verein hervor, die schon immer das Aushängeschild des Vereins war.

Im Juli 2004 besuchte uns der Schachclub aus Danjoutin zum vierten Vergleichskampf der beiden Vereine. Nach einem Begrüßungsumtrunk und Begrüßungsreden der beiden Vereinsvorstände, Karl Barth und Jacques Aldea, sowie des stellvertretenden Bürgermeisters der Gemeinde Leinzell, Alois Süss, kam es zu den ersten Freundschaftsspielen am Schachbrett. Um den außerschachlichen Kontakt zu vertiefen, war anschließend Kegeln angesagt. Danach traf man sich bei Karl Barth zum Grillen und anschließendem gemeinsamen Zusammensein. Am Sonntag Vormittag kam es dann zum sportlichen Aufeinandertreffen der beiden Teams. Obwohl Leinzell nach vier beendeten Partien eine scheinbar beruhigende 3-1 Führung hatte, wurde es zum Schluss sehr eng. Mit etwas Glück konnte man schließlich den Vergleich mit 4.5-3.5 knapp für sich entscheiden. Nach dem Mittagessen folgte im Blitzschach ein Vergleichskampf im Scheveninger-System. Dabei spielte jeder Leinzeller gegen jeden Schachfreund aus Danjoutin je eine Partie. Im Endergebnis konnte sich Danjoutin erfolgreich revanchieren und mit 33-31 knapp gewinnen.

Der 2. Vorsitzende Hartmut Brückner, konnte bei den außerschachlichen Aktivitäten neben dem traditionellen Grillfest diverse Kegeltermine hervorheben. Außerdem wies er auf die wachsende Mitgliederzahl hin, die auf die Neuzugänge bei den Jugendlichen zurückzuführen sei.

Bericht des Spielleiters

Mit momentan 52 aktiven Mitgliedern ist die sportliche Entwicklung bei sechs Mannschaften im Spielbetrieb der Aktiven plus einer Jugendmannschaft weiterhin sehr positiv. Mit dem Abschneiden der Leinzeller Mannschaften war Spielleiter Klaus Schumacher sehr zufrieden. Das gute Gesamtergebnis wurde nur durch die erste Mannschaft etwas getrübt. In der Landesliga hatte man sich doch etwas mehr als den siebten Platz versprochen. Dagegen ist das Abschneiden der zweiten und der vierten Mannschaft überaus erfreulich. Die Zweite erreichte in der Bezirksliga als Aufsteiger nach tollen Spielen den vierten Platz und die Vierte erspielte sich in der B-Klasse völlig unerwartet die Vizemeisterschaft und damit den Aufstieg in die A-Klasse. Die restlichen drei Mannschaften erreichten die angestrebten Plätze im Tabellenmittelfeld. Die Saison in der Verbandsjugendliga Nord ist noch nicht beendet. In der höchsten württembergischen Spielklasse kämpft das Leinzeller Jugendteam hier um den Klassenerhalt.

Vereinsturniere

Der 2. Vorsitzende Hartmut Brückner übernahm die Ehrungen der Vereinssieger. Beim Sommerpokal konnte sich Jürgen Denk den Wanderpokal zum vierten Mal sichern. Titelverteidigerin Saskia Zikeli konnte nur an drei Turnieren teilnehmen und belegte Platz zwei. Dahinter folgten Klaus Schumacher, Hans-Georg Zikeli und Albert Geilfuss. Beim Thematurnier nutzte Jürgen Denk die Gunst der Stunde. Mit 4.5 Punkten konnte er das Thematurnier zum zweiten Mal gewinnen. Den zweiten Platz belegte Klaus Schumacher, dicht gefolgt von Jakob Kessler und Valentin Geilfuss. Beim Weihnachtsblitzturnier gewann Albert Geilfuss vor Jürgen Denk, Karl Barth und Hartmut Brückner. Beim Franz-Brückner-Pokal dominierte Hartmut Brückner eindeutig. Mit einer 100% Ausbeute konnte er sich erstmals in die Siegerliste der Schnellschachmeisterschaft eintragen. Einen überzeugenden Eindruck hinterließen auch Burkhard Vollmer und Jakob Kessler auf den Plätzen zwei und drei. Bei den Vereinsmeisterschaften sicherte sich Klaus Schumacher ungeschlagen zum zehnten mal den begehrten Titel. Auf den Plätzen zwei bis vier folgten Valentin und Albert Geilfuss sowie Jürgen Denk. Anschließend wurde Dieter Brigant für 100 Spiele für den Verein geehrt.

Bericht des Jugendleiters

Hans Wendel berichtete über die zahlreichen Beteiligungen der Jugendlichen bei verschiedenen Turnieren. Beim Saisonfinale der Bezirksjugendliga konnte sich der Schachclub Leinzell mit einem Kantersieg über den Tabellenzweiten SF Spraitbach den Meistertitel sichern und stieg somit in die Verbandsjugendliga ohne Niederlage auf. Bei den Kreiseinzelmeisterschaften U10 errang Steffen Wendel den ersten Platz. Als Anfänger überraschten Janik Pflieger und Lisa Zikeli, die den zweiten und fünften Platz erreichten. Bei der U12 errang Kevin und Daniel Heider einen guten Platz im Mittelfeld. Bei der U14 konnte Markus Wendel den 5. Platz belegen. An den Bezirkseinzelmeisterschaften nahmen drei Spieler der Leinzeller Jugend teil. Bei den U10 wurde Steffen Wendel zweiter. Markus Wendel belegte einen Mittelplatz bei den U14. Julia Zikeli erspielte den ersten Platz bei den Damen U14. Bei den Deutschen Meisterschaften U16w errang Saskia Zikeli mit 5.5 Punkten den 4. Platz.

Da das Jugendtraining in der Leinzeller Realschule im Rahmen der Kooperation Schule-Verein stattfindet, beteiligte sich Karl Barth mit seinen Schützlingen natürlich auch regelmäßig an den Schulschach-Meisterschaften. Bei den Realschulmeisterschaften im Schulbezirk Schwäbisch Gmünd erzielten Albert Geilfuss, Christian Dreher, Manuel Zweng und Markus Wendel mit zwei Mannschaftssiegen den Meistertitel. Auch in der Wettkampfgruppe III in Aalen konnten die Leinzeller Schüler in gleicher Aufstellung die Meisterschaft gewinnen und qualifizierten sich für die Oberschulamtsmeisterschaften im Raum Stuttgart.

Wie in jedem Jahr fand am Donnerstag vor Weihnachten ein Blitzturnier für Jugendliche statt, welches diesmal mit vierzehn Teilnehmer sehr gut besetzt war. Kampfschach war Trumpf, nach acht Runden endeten nur zwei Partien Remis. Den ersten Platz belegte Albert Geilfuss, gefolgt von Markus und Steffen Wendel. Bei den Vereinsmeisterschaften der Jugend spielte jeder gegen jeden. Markus Wendel wurde ungeschlagen erster vor Steffen Wendel und Sedrik Pflieger.

Bericht des Kassiers

Jürgen Denk berichtete von einem gesunden Kassenstand, so dass der Verein eine solide finanzielle Basis aufweist.

Neuwahlen

Durch den stellvertretende Bürgermeister Alois Süss wurde die Entlastung des Vorstandes durchgeführt. Die anschließenden Neuwahlen ergaben folgende Zusammensetzung der Vereinsführung: 1. Vorstand Hartmut Brückner, 2. Vorstand Burkhard Vollmer, Kassier Alexander Fritz, Spielleiter Jürgen Denk, Schriftführer und Materialwart Jakob Kessler, Jugendleiter Hans Wendel, Jugendtrainer und Webmaster Klaus Schumacher, Pressewart Burkhard Vollmer, Kassenprüfer Christian Reinders und Jürgen Denk. Die gesamte Vorstandschaft des Schachclubs Leinzell wurde einstimmig gewählt.