Haas, Heiner - 1874
Schulig, Thomas - 1739

SC Leinzell I - SF Heubach I   4-4
LL0102, Runde 9, 05.05.2002

 

Heiner hat hier klaren Vorteil. Dieser beruht neben dem Mehrbauer vor allem auf den weißfeldrigen Schwächen im schwarzen Lager. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Mannschaft bereits 3,5 Brettpunkte "eingesammelt" und es war klar, dass ein 4-4 für die Meisterschaft reichen würde.

18.Sf2

Nicht schlecht, aber 18.Sg3! war eindeutig stärker. Der Springer droht nicht nur mit dem Sprung nach f5 bzw. e4, sondern räumt auch die e-Linie für ein eventuelles Tae1. Eine mögliche Fortsetzung ist 18...Df7 19.Tae1! nun droht Weiß mit f3-f4. 19...Le7 [auf 19...0-0? folgt 20.Sf5 mit der Doppeldrohung auf d6 und h6.] 20.Sf5 Td8 21.Ld2! Weiß will den Läufer über a5 oder b4 ins Gefecht führen und erneuert die Drohung f3-f4. Schwarz ist am besten beraten, wenn er die Partie an dieser Stelle aufgibt.

18...0-0 19.Se4 exd4

Nach 19...f5 20.Sxd6 Dxd6 21.Tac1 Sdf6 [auf 21...Tac8 folgt sehr stark 22.Tc6!] 22.dxe5 Dxe5 23.d6+ Dd5 24.Dxd5+ Sxd5 25.Lc5 sollte der Freibauer Weiß den Sieg garantieren.

20. Sxd4 De5 21. Sxd6 Dxd6 22. Se6

Sehr stark war hier der Hebel 22.f4! um den schwarzen Königsflügel aufzureißen, z.B. 22...Tae8 23.Sf5 Db8 24.Dd1! g4 25.hxg4 h4 26.Df3 mit weißer Gewinnstellung.

22... Tfc8 23. Tac1 Shf8 24. Sxf8

Wieder war 24.f4! ein "Totschläger", z.B. 24...g4 25.hxg4 hxg4 26.Sd4 und Weiß steht total überlegen.

24...Kxf8 25.Dd3 Kg7  ½-½

Hier akzeptierte Heiner das gegnerische Remisangebot und sicherte damit die Meisterschaft. In der Schlussstellung steht er natürlich immer noch auf Sieg, wie die Variante 25...Kg7 26.Txc8 Txc8 27.Df5 Te8 28.Ld4 mit der Absicht f3-f4 beweist.

Kommentar: Klaus Schumacher