Hornecker, Siegfried - 1621
Fischer, Philipp - 1818

SK Heidenheim I - SC Leinzell I  3-5
LL0102, Runde 6, 27.01.2002

 

Bei Philipp war auf dem Brett immer etwas los. Hier hat Weiß einen Bauern weniger und auf a1 hängt die Qualität. Mit dem folgenden Zug entschließt er sich endgültig zu einem Spiel nach dem Motto "Alles oder Nichts".

17.g4? Lxa1!

Philipp hat die Sache durchgerechnet und schlägt zu. Für "vorsichtige Naturen" kam natürlich auch 17...Le6 18.Ld4 Lxd4 19.Dxd4 Lxa2 20.Txa2 e6 mit schwarzem Vorteil in Frage.

18.Dxa1 Lxc2 19.Lh6 e5 20.Dc1?

Nun wird die weiße Idee deutlich: zunächst Lh6-g5-f6 und dann Dc1-h6-g7 matt. Da sich diese Idee aber nicht umsetzen lässt, wäre es besser gewesen, 20.Lxf8 Dxf8 21.Ld5 zu spielen. Schwarz steht hier natürlich besser, aber die Realisierung des Vorteils ist alles andere als einfach.

20...Tc8! 21.Lg5 Dc7! 22.Lf6 Dc3 23.Te3

Nun scheitert 23.Dh6? an 23...Dxe1+ 24.Kg2 Le4+ nebst matt.

23...Dd4

Eine gute Alternative war hier 23...Ld3 24.Dd1 Db2 25.Dxd3 Dxa2 und Weiß gewinnt.

24.Td3!?

24.Tf3 Dd1+ mit Damentausch kommt für Weiß mit dem dann verbleibenden Restmaterial natürlich nicht in Frage.

24...Lxd3 25.Dh6

Weiß ist fast am Ziel, zum Matt fehlt nur noch ein Zug. Nach dem folgenden Konter muss er allerdings den Rückwärtsgang einlegen.

25...Tc1+! 26.Dxc1

Die Alternative war 26.Kg2 Le4+ 27.Kg3 Tg1+ 28.Kh4 Dxf2+ 29.Kg5 Df4+ 30.Kh4 Dxh6 matt

26...Df4

Da nun der Läufer auf f6 angegriffen ist, wird Weiß zum Damentausch gezwungen, wonach Philipp keine Schwierigkeiten mehr hat, den Punkt zu machen.

27. Dxf4 exf4 28.Le7 Te8 29.Lxd6 g5 30.Lc5 Te1+ 31.Kg2 Le4+ 32.f3 Te2+  0-1

Kommentar: Klaus Schumacher