Diagramm 11-2006

Spassky – Geller   Riga 1965

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 0-0 8.c3 d6 9.h3 Sd7 10.d4 Sb6 11.Sbd2 Lf6 12.Sf1 Te8 13.S1h2 exd4 14.cxd4 Sa5 15.Lc2 c5 16.Sg4 Lxg4 17.hxg4 cxd4 18.g5 Le7 19.e5 Lf8 – obwohl die Partie erst 19 Züge »alt« ist, ist die schwarze Stellung bereits sturmreif. Wie setzte Weiß am Zuge fort?

Dia







 

20.Lxh7+!! eine sehr schöne Variation des klassischen Läuferopfers auf h7.
20...Kxh7 auf 20...Kh8 bringt 21.g6 ebenfalls die Entscheidung.
21.g6+ Kg8 andere Züge sind auch nicht besser: 21...fxg6 22.Sg5+ Kg8 23.Df3 +-, oder 21...Kxg6 22.Dd3+ f5 23.exf6+ Kf7 [23...Kxf6 24.Lg5+] 24.Sg5+ Kxf6 25.Df3+ Kg6 26.Df7+ Kh6 27.g4 nebst matt in wenigen Zügen.
22.Sg5 fxg6 23.Df3 mit den beiden Drohungen 24.Df7+ und 24.Dh3 ist der Kampf praktisch entschieden. Nach dem erzwungenen Damenopfer 23...Dxg5 24.Lxg5 war der Rest nur noch eine Frage der Technik. Spassky siegte nach 44 Zügen.

Kommentar: Klaus Schumacher