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Diagramm 16-2006
 
Diagramm 16 – 2006
Schwarz am Zuge benötige hier nur noch zwei Züge, um den Anziehenden zur Aufgabe zu bewegen. Wie setzte er fort?
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Tipps und Tricks zu aktueller Schachsoftware
Frühjahr 2001 - von Peter Schreiner
 
 
Windows ME
Falls Sie sich in letzter Zeit einen neuen PC zugelegt haben sollten, wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Windows Millennium als Betriebssystem darauf installiert sein. In seltenen Fällen kann es zu recht gravierenden Funktionsverzögerungen mit den bekannten Schachprogrammen kommen, vor allem dann, wenn Sie mit größeren Dateien arbeiten. Größere Dateien sind z.B. im Umgang mit Schachprogrammen Eröffnungsbücher für Fritz oder Shredder, große Datenbanken, usw.
 
Dies hängt offenbar mit der Rescue-Funktion von Windows ME zusammen. Bei sehr großen Dateien, z.B. den Positionsbäumen von Fritz oder Shredder, die ja durchaus mehrere 100 MB groß sein können, legt Windows ME eine Sicherungskopie von diesen Dateien an. Daraus resultieren dann recht große Verzögerungszeiten beim Öffnen, aber auch beim Verlassen des jeweiligen Programms. Sollten Sie mit diesem Problem konfrontiert werden, schalten Sie diese Funktion bei Windows Millennium wie folgt aus:
  1. Rechtsklick auf das Symbol Arbeitsplatz.
  2. Eigenschaften » Leistung » Dateisystem » Problembeseitigung » Systemherstellung deaktivieren. 
 
Computerschach + Betriebssysteme
Es kommt immer wieder vor, dass Leser konkret bei uns nachfragen, mit welchem Betriebssystem im Computerschach die beste Performance erzielt werden kann. Die Frage lässt sich aufgrund der unterschiedlichen individuellen Anforderungen nicht definitiv beantworten, die Wahl des Betriebssystems ist letztendlich stark von der Software abhängig, die eingesetzt werden soll.
 
Momentan habe ich auf mehreren Maschinen alle aktuellen Microsoft Betriebssysteme installiert. Mit der folgenden kleinen Übersicht wollen wir insbesondere Einsteigern eine kleine Hilfe für die Entscheidungsfindung in die Hand geben. Falls Sie Linux oder andere Alternativen vermissen sollten, hat dies einen einfachen Grund: für diese Plattformen gibt es nur ein sehr eingeschränktes Angebot an Schachsoftware und wir konzentrieren uns daher ausschließlich auf die unterschiedlichen Windows-Versionen.
 
1.) Win 98 / Win 98 SE / Win ME
Diese Windows-Versionen basieren nach wie vor auf DOS, auch wenn Microsoft sich alle Mühe gibt, diese Tatsache zu verschleiern. Diese Versionen inkl. dem noch immer weit verbreiteten WIN 95 sind trotz erheblicher Designschwächen immer noch sehr weit verbreitet. Der Einsatz dieser für Störungen recht anfälligen Betriebssysteme macht vor allem dann noch Sinn, wenn Sie z.B. noch DOS-Schachsoftware einsetzen. Ansonsten bremsen diese Versionen aufgrund lästiger Limitierungen und Designschwächen aktuelle Schachsoftware auf Highend-Maschinen sogar aus.
 
Beispiel: in den letzten Monaten waren die RAM-Preise im Keller, was viele Anwender zu der prinzipiell vernünftigen Entscheidung bewogen hat, reichlich Arbeitsspeicher zu installieren. Nehmen wir an, Sie haben ihrem Rechner 512 MB RAM spendiert und möchten z.B. dem weit verbreiteten Programm Fritz 6 möglichst große HashTabellen zur Verfügung stellen. Dann haben Sie mit Win98 & Co ein Problem, denn das Programm setzt die Obergrenze mit ca. 270 MB an, obwohl doch theoretisch noch mehr drin wäre.
 
Grund dafür ist eine Windows-Limitation von den oben genannten Systemen, die z.B. unter Win NT oder Win 2000 nicht existiert. Hier könnte man für Fritz 6 durchaus bei 512 MB einen viel höhere Wert einstellen. Auch bei der Zuteilung der Systemressourcen gibt es Schwächen. Wenn Sie z.B. intensiv mit den Schachdatenbanken ChessBase oder Chess Assistant arbeiten, öffnen Sie für die jeweiligen Instanzen ein Fenster, das wiederum die entsprechenden Ressourcen vom System anfordert.
 
Je nach Anzahl der geöffneten Instanzen kommen die zuvor genannten Systeme bei der Zuteilung der Ressourcen ins Schleudern, was in der Regel mit schleppender Arbeitsgeschwindigkeit oder im ungünstigsten Fall mit Abstürzen einhergeht. Das ist übrigens kein Fehler der oben genannten Programme, sondern resultiert aus den veralteten Grundstrukturen der oben genannten Systeme.
 
2.) Win NT / Win 2000
Windows NT und der Nachfolger Windows 2000 verwalten die Systemressourcen des Systems deutlich effizienter und weisen eine wesentlich stabilere Architektur auf. Prinzipiell können Sie viele Programme starten, die Limitierung beschränkt sich auf den Arbeits- und Plattenspeicher. Wir haben seit einigen Monaten Win 2000 im Dauereinsatz und sind von der Laufstabilität des Systems sehr angetan, zumal eventuelle Fehler von Seiten der Anwendersoftware deutlich besser als von den zuvor beschriebenen Windows-Versionen abgefangen werden.
 
Wenn Sie hauptsächlich die aktuelle Schachsoftware einsetzen, gibt es mit Win 2000 überhaupt keine Probleme. Fritz 6, Shredder 5, Rebel Tiger, die Datenbanken ChessBase 8 oder Chess Assistant 6 laufen unter Win 2000 absolut problemlos und zufriedenstellend.
 
Problematisch ist der Einsatz von Win2000, wenn Sie häufig Spiele einsetzen, die auf Direkt X aufsetzen. Die Treiberunterstützung von Peripheriegeräten ist um Klassen besser als bei Windows NT + den diversen Servicepacks. Aufgrund der bisher gemachten Erfahrungen favorisieren wir eindeutig Win 2000. Das System ist extrem stabil und nutzt die Möglichkeiten aktueller Schachsoftware optimal aus.
 
 
Limitierungen von Windows 95/98/ME
In den letzten Monaten sind die Preise für Arbeitsspeicher drastisch gefallen. Viele Schachfreunde sind daher auf die naheliegende Idee gekommen, ihren Schachprogrammen reichlich RAM für die Anlage großer HashTabellen zu spendieren. Prinzipiell kann ausreichend RAM nicht schaden, wenn Sie jedoch die Windows-Versionen 95/98/ME einsetzen, haben Sie bei einer Aufrüstung von über 512 MB ein Problem.
 
Die Cache-Verwaltung dieser Windows-Versionen kann nämlich nur maximal 512 MB verwalten! Falls mehr als 512 MB in dem Rechner installiert sind, kann das Meldungen über zu wenig Speicher (!) oder sogar Abstürze zur Folge haben. Die Ursache für dieses Verhalten liegt an dem Plattencache (Vcache), der je nach RAM-Ausbau eben auch entsprechend mehr Speicher reserviert. Die oben angegebenen Windows-Versionen verwalten Vcache nicht vom Systembereich getrennt, was mit einer Reduzierung des Speicheranteils durch den extrem großen Puffer einhergeht.
 
Microsoft empfiehlt als eine Lösung, einfach den vorhandenen Speicher zu reduzieren, was für den Computerschachfreak natürlich kein akzeptabler Vorschlag ist. Generell sollte man, wenn man hauptsächlich Schachsoftware der aktuellen Generation einsetzt, den Einsatz von Win2000 in Betracht ziehen, da es weniger ärgerliche Restriktionen als bei den Vorgänger-Versionen und eine höhere Laufstabilität bietet.
 
Ein einfaches Beispiel: wenn Sie Fritz 6 auf einem Rechner mit Win95/98/ME und 512 MB Ram einsetzen, ist die Größe der HashTabellen auf 271 MB begrenzt, obwohl physikalisch durchaus mehr "drin" wäre. Unter Win2000 sind größere HashTabellen möglich und die ärgerliche Gesamtlimitierung auf 512 MB RAM fällt ebenfalls weg.
 
Peter Schreiner
 
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