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Diagramm 19-2006
 
Diagramm 19 – 2006
Die schwarzen Figuren stehen äußerst aktiv. Nun gilt es loszuschlagen. Haben Sie eine Idee, wie Schwarz seinen Gegner zur Aufgabe zwang?
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Tipps und Tricks zu aktueller Schachsoftware
Juni 2000 - von Peter Schreiner
 
 
Turnierrating mit Shredder 4.0
In Stefan Meyer-Kahlens aktuellem Weltmeister-Schachprogramm Shredder 4.0 ist eine sehr interessante Funktion vorhanden, um das Elo-Ergebnis einer Begegnung ausrechnen zu lassen. Wenn z.B. Programm X gegen Programm Y ein Ergebnis von +4 =3 -3 erzielt hat, können Sie im Shredder-Bildschirm folgende Eingabezeile eingeben: tp 4 3 3. Im Analysefenster zeigt Shredder dann die folgende Information an:
10 +4 =3 -3   55.0%   TP = +40 ELO   95%   [-177,+257]
Die Anzeige beinhaltet folgende Information: es wurden insgesamt zehn Partien gespielt, davon vier gewonnen, drei unentschiedene Spiele und drei Verluste. Die Turnierleistung liegt damit 40 Elopunkte über dem gegnerischen Durchschnitt und mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit bewegt sich die Elozahl des betreffenden Spielers in einem Fenster zwischen -177 bis +257. Nimmt man eine höhere Anzahl von Partien als Grundlage, fällt die Berechnung natürlich präziser aus. Bei Nutzung des Features gilt es nach Angaben von Stefan Meyer-Kahlen auf folgende Einschränkungen zu achten:
  1. Das Elosystem macht nur dann Sinn, wenn beide Spieler nicht mehr als 400 Elo-Punkte Unterschied haben, deshalb beträgt die Maximaldifferenz 400 Elo.
  2. Wenn ein Spieler 100% gewinnt, kann keine sinnvolle Bewertung vorgenommen werden, da der Unterschied in der Spielstärke zwischen beiden Kontrahenten beliebig groß sein kann.
Shredder 4.0 ermöglicht über eine Dialogmaske eine sehr einfache Anbindung der TableBases. Im Menü Optionen/Endspieldatenbanken kann man unter Pfad zu TableBases bis zu drei unterschiedliche Pfade für die TableBases einstellen. Jeder Anwender hat nun seine eigene Vorstellungen davon, wo denn bitte schön die Daten auf dem System abgelegt werden. Bei den TableBases kommt man bei einer Vollinstallation auf etliche GB's, daher kann der Wunsch auftauchen, die Datenbanken auf mehrere Partitionen zu verteilen.
 
Was tun, wenn die in S4 vorgegebenen drei Pfade nicht ausreichen? Kann man noch weitere Pfade eintragen? Jawohl, das geht. Dazu muss man in einem der Eingabefelder einfach manuell einen Pfad eintragen; die einzelnen Pfade müssen allerdings durch ";" getrennt werden. Dann funktioniert es. Falls man den Dialog noch einmal aufruft, werden wieder nur die drei ersten Pfade angezeigt und bei Bestätigung auf den Button OK übernommen. Dies sollte bei der Einstellung der Pfadangaben unbedingt beachtet werden.
 
 
Eingabehilfe "Heumas" bei ChessBase 7.0
Sie benutzen ChessBase 7.0 als bevorzugtes Datenbanksystem? Dann haben Sie sich bestimmt schon öfter einmal gewünscht, direkt aus der Datenbank heraus eine bestimmte Fortsetzung gegen ein Schachprogramm weiterzuspielen und auszuprobieren. Die Engines laufen zwar im Analysemodus mit, man muss aber zur Ausführung eines Zuges immer die Leertaste drücken, um einen Zug abzurufen, bzw. auszuspielen.
 
Es geht aber auch eleganter. Drücken Sie in ChessBase die Tastenkombination STRG+SHIFT+ALT+H. Sie werden feststellen, dass die Datenbank auf einmal umgehend Züge ausspielt!
 
Diese versteckte Funktion basiert auf der von Chrilly Donninger entwickelten Eingabehilfe Heumas, die in erster Linie für das schnelle Eingaben von Partiezügen verantwortlich ist und auf eine ältere Version des Schachprogramms Nimzo aufsetzt. Das Programm agiert natürlich ohne Eröffnungsbibliothek. Es ist daher sinnvoll, diese Option vor allem in einer kritischen Mittelspielstellung einer geladenen Partie anzuwenden. Es ist möglich, die Spielstärke etwas zu erhöhen. Stellen Sie im Menü STATUS-EINSTELLUNGEN-VERMISCHT mit dem Schiebeschalter eine möglichst hohe Suchtiefe ein.
 
 
Nützliche Funktionen bei Fritz 6 bzw. Junior 6
Die beiden ChessBase-Programme Fritz 6 oder Junior 6 bieten als opulent ausgestattete Programme eine Fülle von Funktionen, die in der Regel über die Menüs oder die Buttonleiste abgerufen werden können. Unter der Oberfläche von Fritz 6 und Junior 6 verbergen sich einige nützliche Funktionen, die nicht alle vollständig dokumentiert sind. Anbei eine Übersicht:
  • Löschen der grafischen Markierungen [Strg-Shift-X]
  • Löschen der HashTabellen [Strg-Shift-Alt-H]
  • Sämtliche Partiekommentare löschen [Strg-Shift-Y]
  • Engineberechnung stoppen [Esc]
  • Engineparameter ändern [Strg-Shift-P]
  • Ausrufezeichen für einen guten Zug setzen [!]
  • Partie und Stellung in die Zwischenablage kopieren [Strg-C] (im Brettfenster)
  • Partie nach Eröffnungsschlüssel klassifizieren [Strg-C] (im Datenbankfenster)
  • Brettfenster quadratisieren [F9]
  •  
 
Engines unter Fritz 6 bzw. Junior 6
Nach Angaben des renommierten Computerschachspezialisten Eric Hallsworth gilt es beim Einsatz unterschiedlicher Engines unter Fritz 6 bzw. Junior 6 eine Feinheit zu beachten, die unter Umständen zu verzerrten Analyseresultaten führen kann. Wenn man nacheinander verschiedene Engines lädt, werden die Engineeinstellungen des Vorgängers übernommen!
 
Wenn beispielsweise die Fritz 6 Engine geladen wird, ist der Wert für die Selektivität auf den Wert 2 eingestellt. Falls Sie danach die Hiarcs-Engine laden, kann es passieren, dass der Wert von der Vorgänger-Engine einfach übernommen wird. Anstatt dem Grundwert 5 steht der Wert für Hiarcs 7.32 noch auf dem Fritz 6 Wert 2! Kein Problem, wenn man das weiß. Wenn man dann von der Hiarcs 7.32 Engine wieder zu Fritz 6 wechselt, steht der Wert für Fritz 6 dann wiederum auf dem Hiarcs-Wert von 5. Beachten Sie also unbedingt diese Eigenart des Programms, die sich auf unseren Rechnern sowohl mit Junior 6 und Fritz 6 unter Win95/98 reproduzieren lässt.
 
Im Grunde genommen ist es nicht weiter dramatisch, wenn man über diese Ungereimtheit informiert ist: setzen Sie einfach beim Neustart einer Engine durch einen Klick auf den Button Standards wieder die korrekten Grundeinstellungen ein.
 
 
Hashtabellen beim ChessMaster 6000
Falls Sie das Schachprogramm ChessMaster besitzen, sollten Sie darauf achten, dass das Programm als Standard lediglich 1 MB Speicher für die Anlage der HashTables benutzt. Das Einstellen größerer HashTabellen wird aus dem Programm heraus leider nicht supportet und der Anwender muss selber "Hand anlegen", um größere Tabellen einzustellen. Öffnen Sie die Datei CM.INI mit einem beliebigen Texteditor und tragen je nach Computerausstattung folgende Werte ein:
 
ttable_size=20 = 1Mb (Grundeinstellung)
ttable_size=21 = 2Mb
ttable_size=22 = 4Mb
ttable_size=23 = 8Mb
ttable_size=24 = 16Mb
ttable_size=25 = 32Mb
ttable_size=26 = 64Mb
 
Besitzen Sie beispielsweise einen Rechner mit 64 MB RAM, sollten Sie für den CM6000 32 MB große HashTabellen einstellen. Dazu suchen Sie in der Text- und Konfigurationsdatei CM.INI den Eintrag "ttable_size=xx" und tragen den für ihr System passenden Wert ein. Die oben abgedruckten Werte haben sich in der Praxis ausgezeichnet bewährt. Hinweis: mit der neuen Version ChessMaster7000 ist das beschriebene Verfahren nicht mehr möglich!
 
Peter Schreiner
 
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