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Diagramm 17-2006
 
Diagramm 17 – 2006
In dieser Stellung verspeiste Weiß ohne Argwohn den Bauern auf e5. Dieser war jedoch vergiftet. Was hatte Weiß übersehen?
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Tipps zur Sicherheit im Internet
von Peter Schreiner - November 2002
 
Viele Benutzer des Fritz7-Schachservers machen sich Sorgen, ob das Spielen auf dem Fritz7-Server sicher ist. Kann man sich beim Spielen Viren einfangen oder besteht gar die Möglichkeit, dass vertrauliche Daten ausgespäht werden? Sobald Sie mit Ihrem Rechner ins Internet gehen, müssen Sie sich darüber im klaren sein, dass Sie sich in einem riesigen Netzwerk bewegen und potentiell mit vielen Millionen anderen Rechnern verbunden werden können, z.B. dem Fritz7-Server. Sie können selbst viele fremde Rechner erreichen, im umgekehrten Fall auch kontaktiert werden. Das entspricht der Philosophie des Internets.
 
Es ist offen und die individuellen Möglichkeiten sollen so wenig wie nur irgendwie möglich eingeschränkt werden. Aus diesem Grund muss der Anwender die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen an seinem Rechner selbst vornehmen. Zahlreichen Anfragen unterstreichen, dass in diesem Bereich erheblicher Informationsbedarf besteht. In dem folgenden Grundlagenartikel, der sich vor allem an die Einsteiger unter unseren Lesern richtet, möchten wir Ihnen die wichtigsten Grundlagen und Verhaltensregeln vorstellen, damit Sie sich relativ sicher im Netz bewegen können und vor unangenehmen Überraschungen verschont bleiben.
 
 
Firewall installieren
Eine Firewall soll verhindern, dass Dritte über das Internet mittels eines Programms auf den Rechner zugreifen können. Die Verbreitung von Trojanern, also Programmen, mit denen Dritte die Kontrolle über Ihren Rechner übernehmen wollen, hat stark zugenommen. Eine Firewall soll dies unterbinden. Mit Hilfe der Firewall kann man festlegen, welche Programme vom eigenen Rechner aus auf das Internet zugreifen dürfen.
 
Sie können z.B. festlegen, dass Fritz 7 mit dem Server verbunden wird. Der Hauptzweck der reinen Softwarelösungen besteht also in erster Linie darin, die Weiterleitung von Daten an Dritte zu unterbinden. Generell unterscheidet man zwischen reinen Softwarelösungen (Desktopfirewalls) und hardwarebasierten Lösungen. Für den Einstieg wird es auf eine softwarebasierte Lösung hinauslaufen.
ZoneAlarm
Sehr zu empfehlen ist die Software Zonealarm (www.zonelabs.com), die eine einsteigerfreundliche Bedienung bietet und zudem für den Privatanwender kostenlos ist. Das Programm läuft unter allen gängigen Windows-Versionen ab Win 95.
 
 
Einstellungen des Browsers überprüfen
Mit Hilfe des Browsers kann man im Web sich die einzelnen Seiten anzeigen lassen. Der Browser stellt einen Interpreter dar, der die HTML-Seiten übersetzt und Bilder oder Schriften darstellen kann. Den größten Verbreitungsgrad hat der Internet Explorer, es gibt aber auch Alternativen wie z.B. Netscape oder Opera. Die Grundeinstellungen der Browser im Bezug Websicherheit sind nicht optimal, der Anwender muss also selbst die Konfiguration übernehmen und potentielle Gefahrenquellen ausgrenzen.
 
Die entsprechenden Einstellungen kann man im Internet Explorer auch "offline" vornehmen. Sie befinden sich unter dem Menüpunkt Extras-Internetoptionen. In dem Dialogfenster Internetoptionen befindet sich der aussagekräftige Reiter Sicherheit. Wählen Sie jetzt die kleine Weltkugel mit der Bezeichnung Internet aus und dann geht es über den Button Stufe anpassen zu dem Dialog Sicherheitseinstellungen.
Sicherheitseinstellungen beim Internet Explorer
Die nachstehend beschriebenen Einstellungen sind mit dem Schwerpunkt auf relativ hohe Sicherheit beim Surfen ausgewählt. Sollten bestimmte Seiten nicht angezeigt werden, wählen Sie ggf. im zuvor beschriebenen Dialog Sicherheit die Einstellung Standardstufe.
 
Einstellungen ActiveX?
Viele Websites enthalten aktive Inhalte wie Java oder ActiveX. Die Elemente sind in den Webseiten integriert und können gefährlichen Programmcode enthalten. Sie sollten diese Elemente grundsätzlich in den Einstellungen des Browsers deaktivieren.
 
Einstellungen Cookies
Als Cookies bezeichnet man Textdateien, die automatisch auf dem Rechner gespeichert werden. Betreiber von Webseiten können sich anhand der Dateien über Ihr Surfverhalten informieren. Wenn Sie diese Informationen unterbinden wollen, sollten Sie die Funktion deaktivieren. Viele Onlineshops speichern die Infos über den virtuellen "Warenkorb" in den Cookies, bis die endgültige Bestellung abgeschickt wird. Wenn Sie online einkaufen wollen, sollten Sie die Funktion aktivieren.
 
Einstellungen Java und Scripting
Java und Active Scripting führen in der Webseite integrierte Programme aus. Ein typisches Beispiel sind die nachspielbaren Schachnotationen auf Webseiten, die Sie unter anderem mit ChessBase 8 generieren können. Wenn Sie diese Elemente abschalten, ist das Surfen zwar sicherer, allerdings müssen Sie damit rechnen, dass beim Surfen viele Seiten nicht fehlerfrei dargestellt werden. Hier müssen Sie ggf. bei manchen Seiten ihre Einstellungen etwas "lockern".
 
Mit der individuellen Konfiguration des Browsers kann man also einige Sicherheitslücken stopfen und potentielle Gefahrenquellen ausschließen. Achten Sie darauf, dass Sie stets die aktuellste Version Ihres Browsers einsetzen. Die Entwicklung verläuft sehr dynamisch. Sobald ein Sicherheitsloch gestopft wurde, kommt schon ein neues Problem auf. Entsprechende Informationen und Updates finden Sie auf den Webseiten der Hersteller.
 
 
Einstellungen des Mail-Clients
Mit Hilfe von Mailprogrammen kann man Texte und Dateien über das Netz versenden und empfangen. Die Texte werden häufig nicht mehr im reinen Textformat, sondern im HTML-Format übertragen. Der Text sieht dann zwar besser aus, aber HTML bietet auch Raum für Sicherheitslücken. Die Mailprogramme kann man ebenfalls individuell konfigurieren. Besonders häufig genutzt wird das Programm Outlook Express, das bereits im Lieferumfang des Internet Explorers enthalten ist. Folgende Einstellungen sind beim Einsatz von Outlook Express empfehlenswert:
 
Vorschaufenster deaktivieren
Unter dem Menüpunkt Ansicht-Layout können Sie die Vorschaufunktion des Mailprogramms deaktivieren und beseitigen damit eine weitere Sicherheitslücke. Durch die Vorschau auf eine empfangene E-Mail im HTML-Format können potentielle Viren direkt aktiviert werden. Mit der Deaktivierung des Vorschaufensters gehen Sie dieser potentiellen Gefahrenquelle direkt aus dem Weg.
 
HTML in Mails deaktivieren
Im reinen Textformat können keine Viren integriert werden. Aus diesem Grund bietet es sich an, unter Extras-Optionen-Senden diese Einstellung zu ändern. Wählen Sie für die Darstellung reinen Text aus, wird zukünftig HTML in Mails unterdrückt und das System ist wieder etwas sicherer.
 
Sicherheit
Unter Extras-Optionen-Sicherheit existiert eine weitere, wichtige Option. Stellen Sie dort unter Sicherheitszonen die Option Zone für eingeschränkte Sites aus. Wurde die Einstellung bereits beim Internet Explorer vorgenommen, wird sie in Outlook Express übernommen.
 
Mail-Programme sind ungemein nützlich. Sie können die potentiellen Gefahren mit entsprechender Konfiguration erheblich reduzieren. Achten Sie - wie bei den Browsern - darauf, dass Sie immer eine aktuelle Version des Mail-Clients einsetzen.
 
 
Virenscanner
Bei Computerviren handelt es sich um schädliche Programme, die vom Anwender erst dann bemerkt werden, wenn sie einen Schaden auf dem System verursacht haben. Ein Virenscanner ist für jeden PC-Anwender Pflicht. Eine für Privatanwender sehr gute Wahl ist der Scanner AntiVir Special Edition.
AntiVir Special Edition
Das Programm arbeitet sehr zuverlässig, ist einfach bedienbar und für den Privatgebrauch kostenlos. Der Hersteller bietet regelmäßig die neuesten Signaturen über ein Internetupdate an. Man kann die Aktualisierung direkt aus dem Programm heraus starten und ist damit gegen aktuelle Viren gut geschützt. Antivir steht im Netz unter der URL www.free-av.de zum Download bereit.
 
 
Defensiv ins Netz gehen
Vieles im Internet spielt sich weitgehend anonym ab. Das lässt bei vielen Anwender die Hemmschwellen im Miteinander deutlich sinken. Aus diesem Grund sollte man Vorsicht walten lassen und einige Verhaltensregeln beachten, die vor Ärger und unangenehmen Überraschungen schützen.
  • Beim Download von Dateien und Programmen sollten Sie immer vorsichtig sein. Laden Sie Programme immer von den Seiten des Herstellers und prüfen Sie die Downloads immer auf potentielle Viren oder Trojaner-Programme. Es versteht sich von selbst, dass die Virenscanner und Signaturen immer auf dem aktuellen Stand sein müssen.
     
  • Ein großes Risiko stellen Dateien dar, die an E-Mails angefügt wurden. Öffnen Sie niemals solche "Anhängsel", ohne sie vorher mit einem aktuellen Virenscanner zu überprüfen. Hinweis: auch vermeintliche Text- oder Grafikdateien sollte man vorher scannen.
     
  • Wenn Sie häufig in Newsgroups posten oder in Chaträumen aktiv sind: Geben Sie nie Ihren Namen und die Postanschrift preis. Man weiß letztendlich nie, mit wem man es zu tun hat. Empfehlenswert ist eine zweite Mailanschrift. Wenn Sie in Chatforen oder Newsgroups ihre Hauptadresse angeben, können Sie sicher sein, dass Ihr Mailaccount mit Werbung zugemüllt wird.
     
    Kostenlose Mailadressen bekommen Sie bei vielen Anbietern, z.B. unter www.yahoo.de oder www.email.com. Auf Werbemails (Spam) sollten Sie prinzipiell nie reagieren. Die Teilnahme an Gewinnspielen im Internet ist ebenfalls wenig ratsam. Viele Firmen treiben einen schwunghaften Handel mit Mailadressen, ein Hauptgrund für die Durchführung solcher Aktionen. 
 
Fazit
Wer häufig das Internet benutzt, muss selbst dafür Sorge tragen, dass es keine bösen Überraschungen gibt. Unser Grundlagenartikel ist vor allem für Einsteiger gedacht. Vertiefende Informationen, Tools und Tipps finden Sie z.B. auf den Seiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik unter www.bsi.bund.de
 
Peter Schreiner
 
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