Logo "blaue" Seiten

 
 
 
 
- Anzeige -
Für den Erwerb von Schachartikeln empfiehlt Ihnen der SC Leinzell den
 Schachversand Dreier 
 
 
Testen Sie Ihr Schach!
 
Diagramm 17-2006
 
Diagramm 17 – 2006
In dieser Stellung verspeiste Weiß ohne Argwohn den Bauern auf e5. Dieser war jedoch vergiftet. Was hatte Weiß übersehen?
 zur Lösung 
 
 
 
 
zur Startseite
 News | Sitekalender | Sitemap | Team | Kontakt 
Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Freeware - Programme und Tools
Seite 3, vorgestellt von Peter Schreiner
 
 
Chess Publishing mit Palview 2 - April 2001
Die Freeware Palview 2 ist das ideale Tool für Webmaster, die auf ihren Seiten schachbezogene Inhalte darstellen wollen. Mit Hilfe der Software können Sie fertige Javascripts erzeugen, um Notationen oder Schachpositionen mit Hilfe eines gängigen Browsers nachspielen zu können. Mittlerweile liegt Version 2 des Tools vor, das unter www.enpassant.dk/chess/palview zum Download bereit steht. Die Stärke der neuen Version liegt vor allem darin, dass nun der Webmaster beim Erstellen von entsprechenden Skripts die volle Kontrolle über das Layout des Outputs hat.
 
Wir haben uns etwas intensiver mit der Software beschäftigt, die uns vor allem hinsichtlich des Funktionsumfangs beeindruckt hat. Als Basis für die Generierung eines Javascripts benötigen Sie lediglich eine Partiesammlung im PGN-Format. Das PGN-Format wird von jedem brauchbaren Schachprogramm oder auch allen gängigen Datenbanksystemen unterstützt und das Angebot an aktuellen Daten in diesem Standardformat ist im Internet schier unerschöpflich.
 
So vielseitig die Software ist, die Bedienung und die Einstellung der Optionen ist unkomfortabel, denn sämtliche Parameter (z.B. Layout, Notation, Brettdarstellung) müssen zunächst mit einem Texteditor in der Konfigurationsdatei Palview.ini gesetzt werden. Wurden die gewünschten Einstellungen vorgenommen, muss man nur noch mit dem Explorer die PGN-Datei auf das Symbol des Programms ziehen und die HTML-Datei mit dem entsprechenden Javascript wird automatisch generiert.
 
Im Lieferumfang befindet sich noch die Benutzeroberfläche Winpal, welche allerdings lediglich rudimentäre Einstellungen wie z.B. die Farbgestaltung des Schachbrettes ermöglicht und den komplexen Funktionsumfang der Software bei weitem nicht ausreizt. Die Justierung der Parameter ist nur über die Konfigurationsdatei möglich. Dafür wird der Webmaster mit einem flexiblen Tool entschädigt, das fast keine Wünsche mehr offen lässt.
 
1. Palview 2 unterstützt Frames. Das grafische Schachbrett wird in dem linken Fensterrahmen dargestellt. Die entsprechenden Partienotationen stehen in dem rechten Fensterrahmen und der Anwender kann bei größeren Partiesammlungen durch das Fenster scrollen, während das Schachbrett im linken Fenster konstant angezeigt wird. Mit einem Klick in die Partienotation wird die korrespondierende Position auf das Schachbrett übertragen. Das gleiche Verfahren ist übrigens auch mit Schachpositionen möglich. Allerdings setzt das Generieren von Javascripts mit Schachpositionen und nachspielbarer Notation vom Anwender einige Kenntnisse über den Aufbau der einzelnen Tags bei der Positionsbeschreibung in PGN-Dateien voraus.
 
2. Beeindruckend ist die Optionsvielfalt hinsichtlich der Gestaltung des Schachbretts, der Figurensätze und der Navigationsleiste. Der Webmaster kann nicht nur zwischen verschiedenen Figuren- und Brettsätzen wählen, auch unterschiedliche Größen werden gleich mitgeliefert. Die Beschriftung der Navigationsleiste oder der landesspezifischen Notationskürzel ist ebenfalls benutzerdefiniert einstellbar. Es stehen gleich mehrere Navigationsleisten zur Auswahl bereit.
 
3. Als besonders gelungen beurteile ich die Integration von Cascading Style Sheets. Bei den Cascading Style Sheets (CSS) handelt es sich - vereinfacht erklärt - quasi um Formatvorlagen, mit deren Hilfe sich das Aussehen einer Website weitgehend kontrollieren läßt. Im Fall von Palview 2 wird über CSS vor allem die Darstellung der Notation kontrolliert. Da es sich bei den Style Sheets um eine simple Textdatei handelt, kann der Anwender über diese Datei seine eigenen Vorgaben hinsichtlich des Layouts vornehmen.
 
Aus unserer Sicht sollten sich Webmaster auf jeden Fall Palview 2 einmal anschauen. Wenn man die Hürden der Konfiguration gemeistert hat, wird man für den Arbeitsaufwand mit einem sehr flexiblen und vor allem kostenlosen Tool entschädigt, das sehr schön anzuschauende Javascripts für die eigene Homepage ermöglicht.
 
 
Beispielpartien
Beispielpartien für das seit Januar 2002 erhältliche Palview 3 finden Sie bei den Leinzeller Partien, den Partiebeispielen zu den Trainings-CDs von ChessBase, dem Schachtraining und den Lösungen der Übungsdiagramme.
 
 
Schachdatenbank Scid - März 2002
In der RE-Ausgabe 7/2000 veröffentlichte IM Stern für uns einen Testbericht über die Schachdatenbank Scid für Linux. Mittlerweile kann die Schachdatenbank auch unter Windows eingesetzt werden. Bei einer Freeware sollte man die Erwartungshaltung nicht zu hoch schrauben, aber Scid entpuppt sich als echte Perle. Das Programm glänzt mit einer Vielzahl von sinnvollen Funktionen, mit denen man Partiesammlungen im PGN-Format oder in dem programmeigenen Datenformat auswerten und sichten kann.
 
Eine weitere positive Überraschung: die Freeware kommt mit einer deutschen Onlinehilfe und deutschsprachigen Menüeinträgen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Darstellung mit den zahlreichen schwebenden Fenstern, dafür entschädigt das Tool mit einer Vielzahl von Profifunktionen.
 
Das Programm ermöglicht z.B. gezielte Suchabfragen nach Kriterien wie Brettstellung, Spieler, Turnierresultat oder vordefinierten Material-Stellungskonstellationen. Parallel wird automatisch eine Suche im Positionsbaum durchgeführt. Eröffnungsreports, Email-Funktionen für Fernschachspieler, Editierfunktion für die Indexe, ein Repertoireeditor, Markierungsoption für wichtige Partien, eine präzise ECO-Klassifikation usw. sind alles Ausstattungsmerkmale, die man von einer Freeware nicht unbedingt erwarten kann.
 
Ein Highlight des Programms sind die unterschiedlichen Reports. Wenn man einen Spieler auswählt, kann man sich zahlreiche Statistiken über dessen Eröffnungsvorlieben und die prozentualen Ergebnisse einblenden lassen. Mit dem Programm kann man vier Datenbanken gleichzeitig öffnen, zusätzlich bietet das Clipboard noch einmal Platz für ca. 20.000 Partien. Eine weitere Besonderheit ist die effiziente Bearbeitung und Kennung von Dubletten in Datenbanken. Unter dem Interface kann man Winboard-Engines einbinden und zur Analyse - nicht zum spielen von Partien - benutzen. Der Autor empfiehlt den Klassiker Crafty von Robert Hyatt, die Engines Yace oder Gromit liefern bei meinem Test ebenfalls problemlos.
 
Da das Programm komplett auf dem PGN-Standard aufsetzt, eignet es sich z.B. ideal zum raschen Bearbeiten und Sichten von PGN-Dateien; Partiennachschub ist per Internet daher unkritisch. Die aktuelle Version von Scid steht unter scid.sourceforge.net zum Download bereit.
 
 
zum Seitenanfang zurück |