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Diagramm 17-2006
 
Diagramm 17 – 2006
In dieser Stellung verspeiste Weiß ohne Argwohn den Bauern auf e5. Dieser war jedoch vergiftet. Was hatte Weiß übersehen?
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Rebel ECTool 6.0
besprochen von Peter Schreiner - August 2000
 
Schachspielen via Internet bietet viele Vorzüge. Wer früher noch Fernschach mit Hilfe der klassischen Post gespielt hat, wird das Spielen via Email als besonders angenehm empfinden. Die Vorzüge sind offensichtlich: die Übertragung der Züge lässt sich deutlich schneller, zuverlässiger und vor allem kostengünstiger erledigen. Als eifriger Teilnehmer an Email-Turnieren wird man den Komfort einer speziellen Software, die bei der Verwaltung der Korrespondenz weitgehende Unterstützung leistet, schnell schätzen lernen.
 
Eines der besten Programme in diesem Bereich ist ECTOOL 6.0, das von der Firma Schröder B.V. aus Holland angeboten wird. Im August wird die neueste Version des Programms auf den Markt gebracht, die uns freundlicherweise schon als Betaversion zur Verfügung gestellt wurde. Einige Highlights der Software, die im Grunde genommen eine kleines, kompaktes Datenbanksystem darstellt:
  • Verwaltet alle Partien in übersichtlicher, tabellarischer Form und komplettiert die vorgenommen Änderungen. Die jeweiligen Zugrechte werden in der Liste mittels Markierungen angezeigt.
  • Das Programm erzeugt weitgehend automatisch die Texte für die anfallende Fernschachkorrespondenz in den Formaten, die im Fernschach üblich sind. Neben dem PGN-Format, wird noch ein einfaches Textformat und die offizielle Notationsform des Internationalen Fernschachverbandes in der numerischen Form unterstützt. Selbstredend besteht die Möglichkeit, die Messages nach eigenem Gusto zu modifizieren und anzupassen.
  • Sehr praktisch ist das integrierte Adressbuch und auch der automatisierte Dateientransfer. Sollte im Idealfall der Gegner ebenfalls das ECTool einsetzen, wird die an die Email angehängte Partie automatisch in dessen Partiendatenbank übernommen und aktualisiert!
  • Das Tool gewährleistet eine erstklassige Übersicht sowohl über die versandten und erhaltenen Emails. Die Daten werden in einer separaten Datenbank gespeichert.
  • ECTool fungiert gleichzeitig als eine effiziente PGN-Datenbank. Sowohl Import und Export werden einwandfrei unterstützt. Partien die aus den diversen Email-Turnieren stammen, werden automatisch aktualisiert und können in die Zwischenablage übernommen werden.
Auch bei der computergestützter Analyse hat Rebel ECTool einiges zu bieten. Eigentlich ist die Anwendung von Computerprogrammen im Fernschach immer noch verpönt. Trotzdem hilft es nichts, denn die Erfahrung zeigt, dass kaum ein Fernschachspieler auf die vielfältigen Möglichkeiten und Hilfestellungen verzichtet, die beim Einsatz von Schachprogrammen eben möglich sind. Insofern ist es daher nur konsequent, dass im Lieferumfang von ECTool ein sehr starkes Analyseprogramm enthalten ist.
 
Der elektronische Analyseknecht kommt aus der Werkstatt von Ed Schröder, der zu ECTool die neueste Version seines Programms Rebel Century 2.0 beigesteuert hat. Über die Spielstärke der Kreationen von Ed Schröder braucht man nicht mehr viele Worte zu verlieren: seit etlichen Jahren gehören seine Programme zu den spielstärksten überhaupt. Im Unterschied zum "großen Bruder" läuft Rebel Century hier nicht unter DOS, sondern unter einer Windowsumgebung.
 
Die Engine scheint vor allem auf Geschwindigkeit getrimmt worden zu sein. Das macht beim Einsatz unter dem Email-Programm auch Sinn, da Rebel Century 2.0 von Fernschachspielern in erster Linie als reine Analyseengine eingesetzt werden dürfte. Neben dem Support von jetzt bis zu 400 MB (!) großen HashTables ist die Implementierung einer Multi-Engine-Schnittstelle recht interessant. Damit kein Missverständnis aufkommt: man kann unter dem Programm lediglich die Rebel-Engine mehrfach starten und nicht externe Engines zusätzlich einbinden.
 
Die meisten Anwender besitzen z.Z. ein Single-Prozessor-System. Der mehrfache Aufruf der Rebel-Engine ist hiermit prinzipiell möglich, man sollte damit aber maßvoll vorgehen, denn schließlich müssen dabei die Ressourcen des Prozessors verteilt werden, was die Ausführungsgeschwindigkeit des Programms deutlich herabsetzt. Effizienter kann man mit diesem Feature natürlich beim Einsatz eines Multi-Prozessor-Systems (falls vorhanden) arbeiten.
 
Die Analyseergebnisse schreibt das Programm übrigens in ein Logfile, man kann also zu einem späteren Zeitpunkt die Berechnungen des Programms rückwirkend nachvollziehen. Das Programm wird vor allem Schachspieler ansprechen, die häufig an den immer beliebteren Email-Turnieren teilnehmen. Es leistet effiziente Unterstützung sowohl hinsichtlich Analyse und bei der Verwaltung umfangreicher Schachkorrespondenz per Email.
 
Überaus nützlich fand ich die Erinnerungsfunktionen und das automatisierte Aktualisieren der laufenden Partien. Schröder B.V. wird das Programm auf einer CD-Rom zusammen mit der Freeware Rebel Decade 3.0, einer großen Partiendatenbank von ca. 500 000 Partien und einigen Utilities, z.B. EPD2DIAG, vertreiben. Dabei wird der anvisierte Preis ca. 80,- DM betragen, die Firma bietet aber parallel einige preisreduzierte Updates für Anwender an, die bereits im Besitz eines aktuellen Schachprogramms aus dem Hause Schröder sind. Weitere Informationen finden Sie überall im Fachhandel oder direkt bei Schröder B.V. unter www.rebel.nl
 
Peter Schreiner
 
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