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Diagramm 23-2006
 
Diagramm 23 – 2006
Schwarz hat zwei Bauern geopfert und steht nun vor der Frage, ob er sich auf e5 wieder einen zurück holen soll. Was meinen Sie?
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Young Talents
besprochen von Peter Schreiner - Mai 2000 - Teil 1
 
Young TalentsEiner der Gründe für den Erfolg von Fritz ist neben der hervorragenden Ausstattung vor allem der modulare Aufbau der Software. Der Firma ChessBase war es erstmals mit Fritz 4 gelungen, das in den Achtzigern im Bereich der Schachcomputer von Mephisto so erfolgreiche durchgesetzte modulare Konzept effizient auf den Bereich der Schachsoftware übertragen zu haben. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Spitzenprogrammen, die nicht nur ohne Einschränkungen unter dem Interface von Fritz laufen, sondern auch direkt mit dessen Gui ausgeliefert werden. Die bekanntesten Vertreter der aktuellen Programmgeneration sind Junior 6.0, Hiarcs, Nimzo u.a.
 
 
ChessBase Interface
Im Grunde genommen kann man es auch so sehen: mit dem Kauf eines aktuellen CB-Programms erwirbt man zwei Komponenten (Interface + Schachengine), die über ein festgelegtes Protokoll miteinander kommunizieren. Schachengines, also Schachprogramme, die an diese Spezifikationen akkurat angepasst wurden, bezeichnet man in der ChessBase-Terminologie als "native" Engines.
 
Letztens haben wir Ihnen die Freeware-Oberfläche Winboard mit den darunter laufenden Winboard-Engines vorgestellt. Bei den zahlreichen Winboard-Engines handelt es sich um Programme von Amateuren, denen in der Regel die zeitlichen Ressourcen fehlen, um eine eigene grafische Oberfläche für ihr Schachprogramm zu programmieren. Zwischenzeitlich hat sich die Schnittstelle zum Winboard als ein Standard etabliert, der von vielen Amateuren intensiv genutzt wird. Dies dokumentiert sich u.a. an der unglaublich hohen Anzahl von Amateurengines, die mittlerweile für das Winboard verfügbar sind.
 
ChessBase entwickelte vor geraumer Zeit für Fritz 5.32/6.0 den sogenannten Winboard-Adapter, der interessierten Anwendern eine Anbindung der Winboard-Engines an die Fritz-Gui ermöglichen soll. Dabei gab es immer wieder - dies beweisen u.a. die zahlreichen Anfragen in den diversen Computerschachforen - ein prinzipielles Problem: vor einer erfolgreichen Einbindung unter der Fritz-Gui musste der Interessent die Schnittstelle über Konfigurationsdateien editieren und anpassen.
 
Vor allem für Anwender, die sich nicht so gut mit Computern und speziell den diversen Einstellparametern des Winboards auskennen, ein echtes Problem. Auch kann man nicht davon ausgehen, dass jeder potentielle Interessent an solchen Programmen über einen Internetzugang verfügt, um die entsprechenden Engines downzuloaden.
 
Wie auch immer: der Vorteil der "nativen" Engines besteht in erster Linie darin, dass die jeweiligen Programme mit nicht unbeträchtlichem Arbeitsaufwand optimal auf den Betrieb unter dem Fritz-Interface angepasst wurden. Für den Anwender hat diese Lösung den Vorteil, dass er keinen großen Aufwand betreiben muss, um die Einbindung der Schachengines unter seinem Schachprogramm vorzunehmen.
 
 
Lieferumfang
Im Lieferumfang der CD-Rom befinden sich neben der neuesten Fassung der Fritz6-Gui noch die sieben nachstehend beschriebenen Amateurengines und ein Eröffnungsbuch, das nach Angaben des Herstellers im wesentlichen dem Standardbuch von Fritz entspricht. Abgerundet wird der Lieferumfang noch mit einigen TableBases (wie z.B. Läufer + Bauer - Bauer), die auf der CD-Rom Endspielturbo aufgrund von Platzmangel nicht mehr untergebracht werden konnten.
 
Der Funktionsumfang der Gui wurde gegenüber den Vorgängern nochmals etwas erweitert. So wurde z.B. die Turnierfunktion überarbeitet, was bei der Zielgruppe der Computerschachfreaks, die natürlich Testpartien spielen wollen, auch Sinn macht. Diese können jetzt z.B. auch Turniere und nicht nur Matches von einer Eröffnungsdatenbank aus spielen, um die üblichen Zufallseffekte auszuschließen. Das Permanent Brain einer Engine kann abgeschaltet werden. Fast alle Engines zeigen bei der Nutzung der TableBases (Ausnahme Phalanx) den Zugriff an. Ansonsten entspricht die Oberfläche sowohl von Ausstattung als auch vom Funktionsumfang her exakt derjenigen von Fritz 6 oder Junior 6.0 inkl. der zuvor erwähnten Extrafunktionen.
 
 
Die Engines
Auf der CD-Rom werden insgesamt sieben native Engines ausgeliefert. Bereits der Titel der CD macht deutlich klar, dass es sich bei den ausgelieferten Engines um Amateurprogramme handelt. Diesen Programmen eilt nun nicht unbedingt der Ruf voraus, bei der Spielstärke zur Elite des Computerschachs zu gehören. Nachdem bisher unter kommerziellen Aspekten höchste Spielstärke eines der wichtigsten Kriterien darstellte, fragt man sich unwillkürlich, welche Zielgruppe das vorliegende Produkt ansprechen soll?
 
Meiner Ansicht nach kommt es vor allem darauf an, welche Einstellung man gegenüber dem Computerschach hat. Fakt ist, dass man heutzutage gegen die bekannten Top-Programme nicht die Spur einer Chance hat und gnadenlos vom Brett gefegt wird. Auch die nachstehend aufgeführten Amateur-Programme dürften für jeden Schachspieler eine ernsthafte Herausforderung darstellen, bewegen sie sich doch alle auf aktueller Hardware in einem geschätzten Elobereich von ca. 2350-2450 Elopunkten!
 
Für die Computerschachfreaks dürften insbesondere die Programme SOS und Ikarus interessant sein, die mit der Auslieferung auf der CD erstmals einem breiten Publikum zugänglich sind. Stellen wir nun zuerst einmal die einzelnen Engines und deren Autoren auf der nächsten Seite kurz vor.
 
 
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