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Diagramm 17-2006
 
Diagramm 17 – 2006
In dieser Stellung verspeiste Weiß ohne Argwohn den Bauern auf e5. Dieser war jedoch vergiftet. Was hatte Weiß übersehen?
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Shredder 5.0 - das Weltmeister-Programm!
besprochen von Peter Schreiner - Dezember 2000 - Teil 4
 
 
Interface und Bedienerkomfort
Die Benutzergrafik zeichnet sich durch eine sehr übersichtliche, sachliche Grafik und logisch durchstrukturierte Menüs aus. Selbstredend kann der User für unterschiedliche Arbeitssituationen eigene Layouts erstellen, speichern und bei Bedarf jederzeit wieder laden. Auf Anhieb fallen dem Anwender von Shredder 4.0 einige markante Erweiterungen, bzw. Änderungen, an dem Interface auf:
 
:: Analysefenster
Die Präsentation der Suchinformationen musste natürlich an die Erfordernisse des Multi-Engine-Konzeptes angepasst werden. Wenn der User mehrere Engines parallel betreibt, wird für jede Engine automatisch eine eigene Informationsanzeige in das Analysefenster integriert. Neu ist die übersichtliche Hervorhebung besonders wichtiger Informationen in den kleinen Kästen direkt über dem Suchfenster. Der Anwender erkennt auf einen Blick die aktive Engine, den berechneten Zug, Suchtiefe, Zugzeit, Stellungsbewertung, Anzeige der berechneten Knoten pro Sekunde und den Füllgrad der HashTables.
 
Wenn der User am Zug ist, wird der Zugvorschlag des Programms in blau markierter Schrift deutlich in einem der Kästchen angezeigt. Detailinformationen zum Rechenvorgang findet man zusätzlich noch im unteren Teil des Analysefensters, das vom Informationsgehalt nichts mehr zu wünschen übrig lässt und vor allem mit farbiger Hervorhebung der aktuellen Hauptvariante und des Permanent Brains viel übersichtlicher als bei der Vorgänger-Version ist. Dort kann man z.B. beim intensiven Einsatz von TableBases die Anzahl der Zugriffe auf die Endspieldatenbanken ablesen.
 
:: Histogramm
Zusätzlich wurde jetzt ein Bewertungsprofil integriert, das mit einer graphischen Anzeige den Partieverlauf repräsentiert. Der Anwender kann auf Anhieb sofort erkennen, wo die Partie "gekippt" ist. Ein Klick auf das Bewertungsprofil überträgt die entsprechende Stellung auf das Schachbrett.
 
:: Buchfenster
Im Buchfenster gibt es jetzt eine Balkengrafik, wo man auf einen Blick die Erfolgswahrscheinlichkeiten einer bestimmten Fortsetzung erkennen kann. In Enginematches ist das integrierte Variantenbrett von Shredder sehr nützlich, das man unbedingt zuschalten sollte. Wenn Sie in dem kleinen Variantenbrett das Häkchen automatisch aktivieren, wird Ihnen die jeweilige Hauptvariante einer Engine plastisch und nachvollziehbar auf dem Variantenbrett vorgeführt.
 
:: DGT-Brett
Unter Shredder konnte man bisher das externe, elektronische PC-Schachbrett Smartboard und mit Einschränkungen das Brett Chess 232 einsetzen. Beide PC-Bretter werden zwar nicht mehr kommerziell vertrieben, es gibt aber eine Vielzahl von Anwendern, die seinerzeit ein solches Brett erworben haben und mit Sicherheit froh sind, das Addon auch mit einem aktuellen Spitzenprogramm einsetzen zu können. Neu: Shredder 5.0 bietet jetzt auch eine erstklassige Schnittstelle zu dem externen, elektronischen PC-Brett der Firma DGT. Das Brett bietet keine LCD-Dioden zur Anzeige der Züge. Man kann sich aber die Züge über die Kommentierungsfunktion von Shredder mit den Stimmen von Anatoly Karpov und Ossi Weiner ansagen lassen, wenn man nicht laufend auf dem Monitor die Züge ablesen möchte.
 
Das DGT-Brett verfügt, wie z.B. das Smartboard von Tasc, über eine vollautomatische Figurenerkennung und verhält sich damit gegenüber den Benutzereingaben einigermaßen intelligent. Zur Anbindung an den Computer wird das DGT-Brett über die serielle Schnittstelle angeschlossen. Das mitgelieferte Kabel ist ca. 6 m lang. Das Brett muss also nicht unbedingt direkt neben dem PC aufgebaut werden. Falls der Kunde ein längeres Kabel benötigen sollte, gibt es auf Nachfrage ein Verbindungskabel mit einer Länge von 25 m.
 
Hinsichtlich des Bedienungskomforts bietet das Programm zahllose kleine Verbesserungen, die man bei intensiverer Beschäftigung mit dem Programm schnell zu schätzen lernt. Einige Beispiele. Mit einem Rechtsklick auf das neu gestaltete Analysefenster ruft man sofort alle Funktionen auf, die sich auf das Handling des beziehen. Dieses Konzept der Kontextmenüs wurde in Shredder viel konsequenter als beim Vorgänger implementiert. Bei der Zugeingabe muss man die Figuren nicht mehr zwingend ziehen, sondern ein Klick auf Ziel- und Ausgangsfeld ist genauso möglich wie die von manchen Anwendern bevorzugte Zugeingabe über die Tastatur.
 
Mit einfachen Doppelklicks auf bestimmte Elemente kommt man ebenfalls häufig schneller zum Ziel. Ein Doppelklick auf einen Bauern zieht den Bauern aus der Grundstellung zwei Felder vor, ein Doppelklick auf die Felder g1,c1,g8,c8 führt umgehend die Rochade aus (falls möglich!). Mit einem Doppelklick in die Zugnotation kann man dort Zugkommentare ändern, bzw. einfügen, oder bei einem Doppelklick auf den Enginenamen/Spielereinträge entweder die Engine wechseln oder die Spielerdaten ändern. Erwähnen möchte ich noch die Möglichkeit, das man die Fontgrößen ändern und damit die Inhalte des Züge-Analysefensters benutzerdefiniert einstellen kann.
 
Die vom Vorgänger bereits bekannten Optionen wie Variantenbrett, Anzeige der Eröffnungsbezeichnung, erstklassige EPD-Verwaltung, Support des Clipboards, Schnittstelle zu den Dateiformaten PGN, CBF und EPD, Multianalyse usw. sind nach wie vor vorhanden und runden den sehr guten Eindruck komplett ab. Shredder 5.0 bietet dem Anwender eine sehr angenehm zu bedienende Benutzerschnittstelle, die bezüglich Übersichtlichkeit und Ergonomie kaum noch Wünsche offen lässt.
 
 
Spielstärke
Die Schachengine von Shredder 5.0 ist mit dem Programm identisch, das bei der diesjährigen Mikro-WM in London erfolgreich seinen Titel verteidigte. Während der Entwicklungsphase der Gui lief die Engine permanent im Autoplayer gegen andere Programme, so dass uns zur Beurteilung des Programms eine Datengrundlage von über 350 Partien auf Turnierstufe und um die 300 Partien gegen Top-Programme mit verkürzten Bedenkzeiten vorliegen. Dabei fällt auf, dass Shredder im Unterschied zu anderen "wissensbasierten" Programmen durchaus auch im Schnellschach sehr gut gegen andere Top-Programme mithalten kann, seine Schokoladenseite spielt das Programm aber vor allem auf Turnierstufe und bei längeren Bedenkzeiten aus.
 
Die Ergebnisse waren dermaßen vielversprechend, dass es nicht den geringsten Grund für Stefan Meyer-Kahlen gab, an der WM-Engine noch tiefgreifende Modifikationen durchzuführen. Ich möchte unsere Leser hier nicht mit stupiden Wiedergabe von Ergebnissen aus den Autoplayer-Matches langweilen, sondern unternehme den Versuch, die Charakteristika und Verbesserungen der Engine aus meiner persönlichen Sicht wiederzugeben. Shredder 5.0 verfügt für ein Schachprogramm über ein sehr ausgefeiltes positionelles Wissen, was bereits eine der Schokoladenseiten der Version 4.0 war.
 
Die größten Verbesserungen resultieren eindeutig aus den neuen Algorithmen im Bereich Taktik und vor allem im Endspiel. Die neue Version ist dem Vorgänger vor allem in taktischer Hinsicht deutlich überlegen, ohne das die bereits hinlänglich bekannten Qualitäten im Positions- und Endspiel darunter gelitten haben. Obwohl Shredder sich - wie die zahlreichen Turniersiege nachhaltig beweisen - gegen andere Computerprogramme ausgezeichnet behauptet, bin ich der Überzeugung, dass das Programm insbesondere aufgrund seiner ausgeglichenen und damit schwer auszurechnenden Partieanlage ein besonders gefährlicher Gegner für Menschen ist.
 
Mittlerweile verfügt Shredder mit dem ausgefeilten Eröffnungsbuch des renommierten Eröffnungsexperten Sandro Necci über eine weitere wichtige Komponente. Die finale Fassung des WM-Buches erreichte uns ebenfalls erst kurz vor Redaktionsschluss, so dass es nicht möglich war, ein abschließendes Urteil über die Bibliothek zu fällen. Laut Angaben von Sandro Necci wurden die Varianten nicht nur sorgfältig daraufhin getestet, das Shredder in Mittelpositionen entlassen wird, die der Spielweise des Programms liegen, sondern es soll auch in der Breite dem Anwender möglichst viel Abwechslung bieten. Mich persönlich faszinieren an dem Programm die immer wieder vorkommenden, unerwarteten Material- und Figurenopfer, die den Partien häufig ihre eigene Brisanz verleihen und in der Regel auch noch gut für Shredder ausgehen! Dazu zwei hübsche Beispiele:
 
18.Sc6!! - ein starker Zug, der die schlechte Entwicklung von Schwarz konsequent ausnutzt. Wie ein starker Großmeister ist Shredder in der Lage, solche Kriterien (Unterentwicklung) konsequent auszunutzen. Die meisten aktuellen Top-Programme finden diesen eleganten Zug im Unterschied zu Shredder nicht auf Turnierstufe und ziehen es vor, den Läufer zurückzuziehen. Der Schlüsselzug 18.Sc6 wird von der kommerziellen Single-Prozessor-Version auf einem relativ langsamen Notebook (Celeron 366MHz) in 02:14 Minuten gefunden. Sie sollten die Stellung einmal mit der modifizierten Einstellung "Kamikaze-Shredder" ausprobieren. Hier wird der Schlüsselzug bereits nach 1 (!) Sekunde konsequent angezeigt.
 
Für einen Menschen dürfte das Aufspüren des Schlüsselzuges bei Prüfung der Stellungsmerkmale nicht schwierig sein, für Programme sieht das oft ganz anders aus. Schwarz eliminiert mit 1...Sxa3!! die Blockade der vorgeschobenen Bauern am Damenflügel und gewinnt nach 2.Lxa3 Sb5 3.Lc1 Sxc3 4.Se2 Sb1 Auch für diesen Schlüsselzug benötigt Shredder 5.0 auf meinem langsamen Notebook nur knapp über 1 Minute, während SOS wie viele andere Programme hier konsequent auf dem schwachen 1...Sc7 beharrt.
 
 
Fazit
Berücksichtigt man die Tatsache, das Stefan Meyer-Kahlen das Projekt Shredder 5.0 inkl. dem integrierten Multi-Engine-Konzept als "Einzelkämpfer" komplett alleine programmiert hat, demonstriert das vorliegende Produkt nachhaltig das Potential des Düsseldorfer Programmierers. Der Schachmotor gehört eindeutig zum Besten, was die aktuelle Programmgeneration zu bieten hat. Eine Hauptstärke des Programms liegt in der erstaunlichen Findig- und Zähigkeit in schlechteren Stellungen, während Fehler des Gegners gnadenlos und konsequent ausgenutzt werden.
 
Schwerpunkt der Entwicklung war die Realisierung des Multi-Engine Konzeptes, das erstklassig und effizient gelöst wurde. Es bleibt jetzt abzuwarten, wie das völlig neu entwickelte UCI-Protokoll bei den zahlreichen Autoren von Schachengines aufgenommen wird. Es ist aber davon auszugehen, dass zahlreiche Autoren von WB-Engines ihre Engines an das UCI-Protokoll anpassen werden, zumal Shredder 5.0 einem interessierten Autoren quasi als Gegenleistung ein professionelles Tool mit zahlreichen, nützlichen Optionen für die Abtestung der eigenen Engine bietet.
 
Die Implementierung der Schnittstelle zu den Winboard-Engines gefällt mir vor allem deshalb besonders gut, weil hier zum ersten Mal der Versuch unternommen wurde, die Anbindung dieser Engines für unerfahrene User möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Hochinteressant beurteile ich das neuartige Konzept des Triple Brains. Zumindest regt die Funktionsweise dieses neuartigen Lösungsansatzes hoffentlich viele Anwender wieder mehr dazu an, sich interaktiv mit schachlichen Inhalten auseinander zusetzen.
 
Ein weiteres Schmankerl bietet Millennium 2000 den ersten 1000 Käufern des Programms. Für Februar 2001 ist eine Parallel-Version angekündigt, die für den Betrieb auf Dual-Prozessor-Systeme optimiert wurde. Diese Version wird nach Angaben von Millennium 2000 den Kunden umgehend nachgeliefert, sobald sie fertig ist.
 
Shredder 5.0 wird von Millennium 2000 aus München unter der Bezeichnung WM-Paket 2001 vertrieben und die sechs mit Schach vollgepackten Silberlinge kosten den Ersteinsteiger 199,- DM, für das Update sind 129,- DM zu bezahlen. Als Grundlage für das Update gelten alle Vorgänger-Versionen von Shredder. Vertiefende Informationen bekommen Sie z.B. direkt bei Millennium 2000 in München, deren Homepage unter www.computerchess.com oder überall bei dem qualifizierten Fachhändler ihres Vertrauens.
 
 
Deep Shredder verfügbar! - April 2001
Im Rahmen der Auslieferung des WM-Paketes 2001 von der Firma Millennium 2000 aus München wurde den ersten 1000 Kunden die kostenlose Nachlieferung der ersten Parallelversion des Weltmeister-Programms mit der Bezeichnung Deep Shredder versprochen. Die Firma hat ihr Versprechen eingehalten. Unmittelbar nach dem Turniersieg beim IPCCC-Turnier in Padernborn wurde die neue Version über die für den Vertrieb zuständige Firma Gambitsoft aus Rottweil ausgeliefert. Im wesentlichen basiert der reine Schachalgorithmus auf Shredder 5, der nur leicht für Deep Shredder modifiziert wurde. Deep Shredder enthält im Gegensatz zu der Single-Version einige neue Algorithmen, die die Anfälligkeit des Programms gegenüber dem klassischen Anticomputerschach verhindern sollen.
 
In einigen taktisch geprägten Testellungen lassen sich jetzt bessere Lösungszeiten des Programms nachweisen. Die Vorgänger-Versionen inkl. Shredder 5 taten sich immer schwer bei der Ausnutzung von geschwächten Feldern, die sich unmittelbar um den König herum befinden. Diese Schwachstelle wurde beseitigt, was sich sehr gut anhand folgendem Beispiel belegen lässt:
 
Der schwarze Aufbau ist alles andere als gelungen. Das disharmonische Figurenknäuel am Damenflügel muss man nicht weiter kommentieren und die schwarzen Felder um den König sind nachhaltig geschwächt. Es liegt nahe, daß hier eine kombinatorische Lösung geben muss. Und so ist es. Weiß gewinnt mit dem energischen 1.Sxh7!!. Nach 1....Kxh7 2.Dh4+ Kg8 3.Lh6 Lg4 4.Lg7 Lh5 5.Dg5 Sg4 6.h3 Sxf6 7.Txf6 Kxg7 8.Txg6+ ist die Partie gelaufen. Shredder 5.0 hat - wie alle Vorgänger - mit dem oben beschriebenen Motiv die größten Probleme und bevorzugt beharrlich den Zug 1.Dh4. Deep Shredder hingegen fackelt auf meinem PIII/800 MHz nicht lange und spielt bereits nach 1:09 Minuten den schönen Opferzug aus.
 
Deep Shredder läuft übrigens auf Systemen mit nur einem Prozessor nur unwesentlich langsamer als die Shredder5-Engine- Es spricht also nichts dagegen, die Engine als kleines "Update" zu betrachten und bevorzugt einzusetzen. Zumal meine Überprüfungen ergeben haben, daß Deep Shredder sich weitgehend übereinstimmend mit der erstklassigen S5-Engine verhält.
 
Ein Blick in den Einstelldialog der Engine zeigt eine kleine Erweiterung gegenüber dem Vorgänger: Neu hinzugekommen ist der Schalter Threads. Hier kann festgelegt werden, wieviele Prozessoren Deep Shredder benutzen soll. Auf einem Singlerechner ist das der Wert 1, klar. Bei einem Multi-Prozessor - oder Quadsystem kann es z.B. sinnvoll sein, die Engine auf eine bestimmte Anzahl von Prozessoren zu begrenzen.
 
 
Parallelprogramme auf einem Single-System
Nach unserem Review in der letzten Ausgabe über Dualrechner wurde ich von einigen Lesern gefragt, ob ein Programm für Multi-Prozessor-Systeme stärker als eine Version für ein Single-System sein kann. Nach den bisherigen Erfahrungswerten kann diese Frage nachhaltig bejaht werden.
 
Letztendlich entscheidend ist die Qualität der eigentlichen Schachalgorithmen, die auch dann zu Tage treten, wenn die Parallelsuche abgeschaltet worden ist. Nachdem Deep Fritz dies in der SSDF-Liste bereits nachhaltig unter Beweis gestellt hat, zeigt sich das auch bei Deep Shredder. Das Programm zeigt auf einem Single-System im Vergleich zur Shredder5-Engine nur unwesentliche Performanceverluste (1-2%), und spielt taktisch sogar noch etwas besser.
 
Ansonsten muss man Stefan Meyer-Kahlen bescheinigen, daß er die Parallelisierung des Programms hervorragend umgesetzt hat. Das Hauptanforderung an den Parallelalgorithmus besteht vor allem darin, die Suche zu optimieren und die Ressourcen möglichst optimal auf die vorhandenen Prozessoren zu verteilen. Das war insbesondere deswegen nicht trivial, weil das Programm ursprünglich nicht für den Parallelbetrieb ausgelegt war und der Algorithmus vor allem dafür sorgen muß, dass sich die beiden Suchen nicht in die Quere kommen.
 
Somit stellt Deep Shredder eine beeindruckende Demonstration des programmiertechnischen Könnens von Stefan Meyer-Kahlen dar. Im direkten Vergleich zum einem ansonsten identischen Einzelsystem zeigt sich das Programm von seiner "Schokoladenseite", denn die Parallelversion rechnet um die 60-70% schneller. Fazit: ein sehr gelungenes Update, das jedem Shredder-Besitzer nachhaltig empfohlen werden kann.
 
Peter Schreiner
 
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