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Diagramm 20-2006
 
Diagramm 20 – 2006
Die Stellung sieht auf den ersten Blick harmlos aus. Aber Schwarz am Zuge fand eine hübsche Kombination und stellte die Weichen auf Sieg.
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Schachspielen auf dem Fritz 7-Server
besprochen von Peter Schreiner - Januar 2002 - Teil 1
 
Die meisten schachinteressierten Anwender setzen auf Ihrem PC aktuelle Schachsoftware ein. Neben den vielfältigen Analyse- und Trainingsmöglichkeiten dient die Kombination Schachprogramm und Maschine vor allem als Ersatz für den fehlenden Schachpartner, der ausgerechnet dann nie zur Verfügung steht, wenn gerade Lust auf eine Schachpartie aufkommt. Ein weiteres Problem im Umgang mit der aktuellen Programmgeneration: der normale Vereinsspieler hat gegen die Top-Programme nicht den Hauch einer Chance, was auf Dauer recht frustrierend sein kann.
 
 
Vorteil Schachserver
Viel anregender ist es, wenn man gegen einen "richtigen" Gegner spielen kann, der ebenfalls seine Einsteller und Flüchtigkeitsfehler macht. Ein weiterer Aspekt: man kann auf den Servern gegen Schachfreunde aus aller Welt spielen und wird im Laufe der Zeit über den Chat neue Freundschaften schließen. Beruflich stark engagierte Schachspieler haben noch größere Probleme, am organisierten Vereinsleben teilzunehmen und sich regelmäßig mit anderen Schachspielern zu messen. Für diese Anwender bietet das Internet auf den gängigen Schachservern zahlreiche Möglichkeiten, zu jeder beliebigen Zeit gegen Schachfreunde aus aller Welt zu spielen. Im November haben wir bei der Besprechung des neuen Fritz 7 auch den Fritz 7-Schachserver von ChessBase vorgestellt.
 
Dieser völlig neu entwickelte Schachserver bietet aus unserer Sicht gegenüber anderen Servern den großen Vorteil, dass das komplette System sehr einfach und intuitiv in der Bedienung ist. Für deutschsprachige Anwender bietet das Programm im Unterschied zu anderen Schachservern den unschätzbaren Vorteil, das sämtliche Menüeinträge und Meldungen innerhalb des Programms in deutscher Sprache gehalten sind.
 
Unser Novemberbericht basierte noch auf einer Beta-Version des Programms mit entsprechend geringer Auslastung des Fritz7-Schachservers. Zwischenzeitlich hat das von ChessBase komplett neu entwickelte System den ersten Härtetest erfolgreich bestanden und sich zu einer beliebten Anlaufadresse für Schachspieler im Netz entwickelt. Natürlich tauchen bei der Anwendung eines neuen Systems für technisch weniger versierte Einsteiger Fragen auf. Im folgenden Text möchten wir auf einige der wichtigsten Fragen und Begriffe des F7-Servers eingehen, die sich bei der intensiven Nutzung des Systems ergeben.
 
 
Speicherung aller Partien auf dem Schachserver
Wenn Sie häufig am Spielbetrieb auf dem Schachserver teilnehmen, möchten Sie sicher die ein oder andere ihrer Glanzpartien unter die Lupe nehmen. Auf dem Server können Sie aber nirgendwo ihre eigenen Partien finden. Das macht Sinn, schließlich möchten Sie nicht, dass potentielle Gegner sich über ihre Eröffnungsvorlieben informieren. Das beantwortet aber noch nicht die Frage, wo denn die auf dem Server gespielten Partien sind? Sie brauchen die Partien nicht zu speichern.
 
Alle Partien werden automatisch in der Datenbank Autosave im Verzeichnispfad Eigene Dateien\ChessBase abgelegt. Wenn Sie ihre Partien mit Fritz 7 nachspielen wollen, können Sie das in aller Ruhe offline tun. Klicken Sie nach dem Programmstart einfach im Hauptbildschirm auf den Schalter Fritz um den klassischen Spielteil des Programms aufzurufen. Im Menü Datei finden Sie unter Öffnen-Datenbank Eigene Dateien\ChessBase\Autosave die Datenbank mit allen unter Ihrer Beteiligung gespielten Partien.
 
 
Wer spielt?
Wenn Sie den virtuellen Hauptspielraum betreten, werden Sie feststellen, dass der Schachserver durchgehend sehr gut besucht ist. Gerade zu den Stoßzeiten in der Zeit von 19 - 23 Uhr sind sehr viele Schachspieler im Spielsaal aktiv. Auch in den Nachtstunden wird es Ihnen nicht schwer fallen, einen Gegner zu finden. Fritz 7 ist mittlerweile weltweit ausgeliefert und daher finden Sie aufgrund der Zeitverschiebung fast immer einen Gegner.
 
Die Liste ist mit unterschiedlichen Spielernamen wird nicht sortiert dargestellt, was die Suche nach Bekannten etwas unkomfortabel gestaltet. Lösung: klicken Sie auf einen der unterschiedlichen Spaltentitel Name, Wertung oder Nation am oberen Rand der Liste. Das Programm sortiert die Einträge dann selbständig und erleichtert den Überblick über das aktuelle Geschehen auf dem Server.
 
 
Sortieroptionen
Mit dem letzten Update für Fritz 7/Shredder 6 wurden eine Fülle von neuen Funktionen integriert. Wenn Sie häufiger auf dem Fritz 7-Schachserver aktiv waren, haben Sie sicher Gebrauch von den zahlreichen Sortiermöglichkeiten gemacht, die einen besseren Überblick über die Spielerliste ermöglichen. Wenn Sie z.B. den Spalteneintrag Status anklicken, zeigt Ihnen das System an, welchen Aktivitäten die einzelnen Spieler gerade nachgehen. Ein Klick auf den Eintrag Nation bringt eine Sortierung der teilnehmenden Nationen auf das Brett.
 
Mit dem neuesten Update wird eine neue Sortieroption angeboten, der Spalteneintrag Internet. Was hat dieser Eintrag zu bedeuten? Anhand von fünf farbigen Symbolen wird Ihnen die Qualität der Verbindung jedes einzelnen Teilnehmers zum Schachserver angezeigt. Die Qualität einer Verbindung wird von einer Vielzahl von Faktoren, u.a. durch die Anzahl der Disconnects und durch die Pingzeit bestimmt. Die Farbe hellgrün zeigt an, dass eine Direktverbindung zwischen beiden Teilnehmern vorliegt.
 
Beim Einsatz einer Firewall ist in der Regel eine Direktverbindung nicht möglich. Die beiden anderen Grüntöne stehen für eine sehr gute bis gute Verbindung, die gelbe Markierung steht für eine ausreichende Qualität, während die rote Markierung eine sehr schlechte Verbindungsqualität anzeigt. Aufgrund dieser Information können Sie bei eingehenden Herausforderungen erkennen, mit welchen Teilnehmern es bei einer Partie eventuell technische Probleme geben kann.
 
 
Chatten
Eine weitere reizvolle Möglichkeit auf dem Schachserver besteht darin, direkt mit dem Gegner Informationen auszutauschen, also zu chatten. Wenn ein Spieler Sie direkt anspricht, klicken Sie am besten auf dessen Textzeile im Chatfenster. Der Name erscheint in der Adresszeile und Sie können umgehend der Dialog aufnehmen, bzw. antworten. Was tun Sie, wenn Sie den Spieler nicht kennen und sich vorab einige Informationen verschaffen wollen? Per Rechtsklick auf die Textzeile rufen Sie (falls vorhanden) persönliche Informationen und das Bild des Spielers auf.
 
Sie können übrigens interessante Gesprächsinhalte dauerhaft speichern. Per Rechtsklick können Sie über "Zeile kopieren" oder "Chat kopieren" die Inhalte in die Zwischenablage kopieren und mit einer anderen Anwendung, z.B. einem Texteditor, speichern. Es besteht die Möglichkeit, alle Teilnehmer in den Räumen "Chatraum" und "Cafe" anzusprechen. Um dies zu realisieren, klicken Sie einfach auf den Button "An Alle" im Chatfenster.
 
 
Spielkonditionen festlegen
Mit Hilfe einer Formel kann man ein- oder ausgehende Spielangebote definieren, bzw. festlegen, unter welchen Konditionen Sie eine Partie spielen wollen. Wird z.B. in einer Formel ein Elobereich oder ein bestimmter Rang für den Gegner festgelegt, wird diese Vorgabe von dem Server berücksichtigt und nur an Spieler weitergeleitet, die dieses Kriterium erfüllen. Die Bedingungen , die für eine Formal Gültigkeit haben sollen, legt man mit einem Klick auf den Button Formel im Fenster Herausforderungen fest.
 
 
Züge zurücknehmen
Jedem Anfänger wird eingeschärft, dass es streng verpönt ist, in einer Partie Züge zurückzunehmen. Lediglich in freien Partien ohne Wertung kann bei einem offensichtlichen Ausrutscher über das Menü Partie ein Zug zurückgenommen werden. Voraussetzung: ihr Gegner muss damit einverstanden sein. Beim Handling mit der Maus kann es je nach Einstellung für die Zugeingabe schon einmal vorkommen, dass man unabsichtlich einen nicht gewünschten Zug ausführt.
 
In Fritz 7 kann man unter Extras-Optionen-Partie im Abschnitt Ein-Klick-Eingabe einen Automatismus beim Ausführen der Züge festlegen. Speziell die Option Aggressiv kann bei mangelnder Übung zu unerwünschten Zugeingaben führen und sollte nur nach ausgiebigem vorherigen Training genutzt werden. Ein sicherer und geübter Umgang mit dem Eingabeinstrument Maus ist bei Blitzpartien unerlässlich. Eine optische Maus ohne behindernde Schnur ist beim intensiven Spielbetrieb absolut empfehlenswert.
 
 
Welche Bedeutung hat der Rang eines Spielers?
Je nach Spieldauer und Spielstärke kann man sich im Laufe der Zeit auf dem Fritz7-Server einen Rang erarbeiten. Der Rang eines Spielers wird in der Liste durch die minimierte Anzeige einer Schachfigur vor seinem Namen gekennzeichnet. Bei der Erstanmeldung bekommt man der Rang eines Bauern, ist also auf Anhieb als Neuling auf dem Server zu erkennen.
 
Den Rang Springer erhält man nach acht Besuchstagen und einem Partieminimum von mindestens zehn Partien gegen Menschen. Die Elozahl wird bei der Vergabe dieses Rangs nicht berücksichtigt. Für den Rang Läufer werden strengere Kriterien angelegt. Mindestens 25 Besuchstage, 50 Partien und ein Mindestrating von 1400 in einer der Spieldisziplinen sind Voraussetzung für diesen Rang. Internationale Meister erhalten den Rang Dame, Großmeister werden mit einem Königssymbol in der Liste gekennzeichnet.
 
Ab dem Rang Springer muss man eine gültige Email-Adresse, seinen Namen und die Herkunft angeben, und damit aus der Anonymität heraustreten. Diese Maßnahme soll vor allem die Teilnehmer vor bestimmten Zeitgenossen schützen, die sich gerne unter dem Deckmantel der Anonymität daneben benehmen. Ein Fehlverhalten auf dem Server, wie z.B. Beleidigungen oder Betrug mit Hilfe eines Schachprogramms, führt unweigerlich zur Löschung des Zugangs und damit zum Verlust eines bisher erworbenen Rangs.
 
Der Server soll verstärkt für die Präsentation von Veranstaltungen genutzt werden. Zukünftig wird für die Teilnahme an Turnieren, Trainingslektionen oder Liveübertragungen der Rang eines Springers zwingend vorausgesetzt.
 
 
Anonym oder persönlich?
Wie bereits zuvor erwähnt, sollte der Anwender einige persönliche Informationen von sich preisgeben. Dies trägt u.a. auch zu einer echten Clubatmosphäre bei, von der alle Teilnehmer profitieren. Bei der Eingabe der persönlichen Daten muss zwingend eine gültige Email-Adresse angegeben werden. Benutzerkonten ohne gültige Email-Adresse werden ohne weitere Rückfragen gelöscht. Befürchtungen, dass die Email-Adressen zu Werbezwecken missbraucht werden könnten, sind unbegründet. Alle Adressen werden vertraulich behandelt und nicht für Werbung eingesetzt oder weitergegeben.
 
Prinzipiell können maximal drei Zugangskonten auf dem Server angelegt werden. Diese Option ist vor allem dafür gedacht, schachinteressierten Familienmitgliedern eine eigene Mitgliedschaft zu ermöglichen. Es ist nicht erwünscht, wenn eine Person mit unterschiedlichen Handles auf dem Server präsent ist, weil dadurch die Persönlichkeit des Teilnehmers für die anderen Teilnehmer nicht mehr klar auszumachen ist.
 
 
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