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Diagramm 19-2006
 
Diagramm 19 – 2006
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Fritz 6 - in neuem Gewand ...
besprochen von Peter Schreiner - November 1999 - Teil 1
 
Fritz 6Schon seit vielen Jahren setzt die deutsche Firma ChessBase aus Hamburg die Standards in Ausstattung und technischer Innovation bei der Entwicklung ihrer Softwareprodukte. Fritz erfreut sich nicht nur bei den Computerschachfreaks größter Beliebtheit, sondern gehört quasi zu der Grundausstattung jedes Schachspielers, der zu Hause einen PC zur Verfügung hat. Die Gründe sind relativ leicht nachzuvollziehen: das Produkt rundet die Ansprüche der unterschiedlichsten Zielgruppen (Anfänger - Profi) sehr gut ab.
 
Während Vereins- und Turnierspieler vor allem von den ausgereiften Datenbank- und Analysefunktionen intensiv Gebrauch machen dürften, hat man bei ChessBase nie die ebenfalls sehr wichtige Zielgruppe der Anfänger und Hobbyspieler aus den Augen verloren. Das Programm glänzte bereits in der Vorgänger Versionen mit einer Vielzahl von Lern- und Trainingsfunktionen, die ganz offensichtlich auf das beste dazu geeignet sind, das Interesse eines Einsteigers am Schach zu vertiefen.
 
Bereits mit der Veröffentlichung des funktionell sehr vielseitig ausgestatteten Fritz 5.32 habe ich mir damals ernsthaft die Frage gestellt, in welcher Hinsicht man ein solch ausgereiftes Produkt noch sinnvoll verbessern könnte. Diese Frage stellte ich vor einiger Zeit anlässlich der Sendung "Schach der Großmeister" direkt an die beiden anwesenden Hauptverantwortlichen (Matthias Wüllenweber und Matthias Feist) der Entwicklungsabteilung von ChessBase. Beide gaben sich damals recht zuversichtlich und vertraten die Ansicht, dass es keineswegs von Ideen und Plänen für sinnvolle Erweiterungen mangelt. Einer der wenigen Kritikpunkte an den früheren Windows Versionen von Fritz war das etwas gewöhnungsbedürftige Interface des Programms, das in keinster Weise den gängigen Windows Standards entsprach.
 
Die Durchstrukturierung und Anordnung der einzelnen Funktionen innerhalb der Buttonleiste am unteren Bildschirmrand wurde - meiner Ansicht nach überzogen - von vielen Anwendern kritisiert. Ganz offensichtlich wollten die innovativen Hamburger diese Kritikpunkte ausräumen und haben den Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit ganz eindeutig auf die Konzeption und Gestaltung eines neuen Interfaces ausgerichtet, das jetzt vollständig den aktuellen Standards entspricht. Mir wurde von Matthias Wüllenweber eine Beta-Version des Programms zur Verfügung gestellt. Berücksichtigen Sie bitte, dass sich deshalb die kommerzielle Finalfassung des Programms noch in einigen Details unterscheiden kann.
 
 
Installation + System
Die Installation ist simpel. Das Programm greift beim Einlegen der Programm-CD auf die Autorun-Funktion des CD-Laufwerkes zu, die in der Regel nach der Installation von Windows aktiv ist. Falls dies auf Ihrem Computer nicht der Fall sein sollte, aktivieren Sie diese Funktion über die Systemsteuerung/System/Gerätemanager. Die Systemvoraussetzungen für den reibungslosen Betrieb von Fritz 6 sind nicht weiter exotisch: ich habe das Programm testweise auf einem Pentium 90MHz-Notebook mit 40 MB RAM installiert und kann Fritz 6 bescheinigen, dass es auch auf diesem recht veralteten System anstandslos seine Dienste verrichtet. Ideal läuft das Programm auf einem System der aktuellen Hardwaregeneration mit reichlich Festplatten- und Arbeitsspeicher.
 
Auch Fritz 6 unterstützt die Nalimov TableBases und liefert wie schon Hiarcs 7.32 oder Nimzo 7.32 einige kleinere Nalimov Endspieldatenbanken und den TableBases Generator gleich mit. Beim RAM scheinen uns die heutzutage üblichen 64 MB RAM für das speicherhungrige Programm noch etwas knapp bemessen, empfehlenswert sind 128 MB oder mehr. Als echtes 32Bit-Programm läuft Fritz 6 unter Win95/98 oder NT. Einige Programmteile, wie z.B. die Onlinehilfe im CHM-Format (HTML), setzen zwingend einige Komponenten des Internetexplorers voraus.
 
Die Installationsroutine von Fritz 6 überprüft, ob diese bereits installiert sind. Falls nicht, werden diese vom Installationsprogramm auf die Festplatte kopiert. Im Verlauf der weiteren Installation fragt die Routine den Verzeichnispfad ab. Fritz 6 empfiehlt folgenden Pfad: C:\Programme\ChessBase\Fritz6 und man sollte diese Vorgabe nach Möglichkeit einhalten. Natürlich wird nicht jeder User mit dieser Vorgabe einverstanden sein. Alternativ kann man das Programm auch in ein Verzeichnis nach eigener Wahl kopieren.
 
Wichtig: achten Sie darauf, dass Sie Fritz 6 auf einer beliebigen Partition unter ChessBase\Fritz6 installieren. Einige Verzeichnisse, wie z.B. DEVICES oder ENGINES, werden auch von anderen ChessBase-Programmen benutzt. Wenn Sie z.B. außer Fritz 6 noch die hauseigene Datenbank ChessBase 7.0 installiert haben, greift z.B. auch die Datenbank auf die im Unterordner ENGINES installierten Schachprogramme zu. Man kann also den Installationspfad benutzerdefiniert vorgeben.
 
 
Standarddateiablage
Als etwas nervig entpuppt sich die Tatsache, dass Fritz 6 als Standarddateiablage eigenwillig auf dem Pfad EIGENE DATEIEN \ CHESSBASE für das Eröffnungsbuch, Testsets und die automatische Speicherung gespielter Partien besteht und die entsprechenden Verzeichnisse dort anlegt. Damit dürfte nicht jeder Benutzer einverstanden sein, denn in der Regel möchte man die zum Programm gehörigen Dateien kompakt in einem Hauptverzeichnis mit den Unterverzeichnissen verwalten. Es empfiehlt sich in diesem Fall, bei Bedarf die Pfadangaben auf den eigentlichen Installationsordner umzuleiten.
 
Ganz offensichtlich hat der bei den Vorgänger Versionen geübte Kritikpunkt, dass Programm würde nicht den Konventionen und Standards entsprechen, bei den Entwicklern nachhaltig Eindruck hinterlassen. Die aktuellen Windows Styleguides schreiben nämlich zwingend vor, dass Daten in dem Pfad C:\EigeneDateien\ unterzubringen sind. Diese neuesten Standards hat man hat man eben bei der Entwicklung des Programms - wie sich auch an der radikal geänderten Menüstruktur zeigt - konsequent umgesetzt, um dem Vorwurf, Fritz entspräche nicht dem Windows-Standard, zu entgehen.
 
 
Überflüssige Dateien löschen
Fritz 6 kommt mit vielen innovativen Ausstattungsmerkmalen daher. Eröffnungsbibliotheken in Form von Positionsbäumen, Endspieldatenbanken, Partiedatenbanken, Multi-Media Komponenten wie z.B. Sprachausgaben usw. All diese wunderschönen Dinge benötigen Festplattenspeicher in nicht geringem Umfang. Zwar sind heutzutage großzügig dimensionierte Festplatten sehr erschwinglich geworden; dies ist aber bei dem enormen Speicherbedarf der aktuellen Softwaregeneration auch zwingend notwendig. Jeder Anwender setzt beim Umgang mit einem komplexen Programm wie Fritz 6 andere Präferenzen.
 
Falls Sie z.B. in erster Linie mit dem Programm Schach trainieren möchten und weniger Wert auf musikalische Untermalung legen, geben wir Ihnen nachstehend einige Tipps, was Sie auf die Platte kopieren und was Sie unbedenklich löschen können.
 
Der Zugriff auf das Eröffnungsbuch in Form eines Positionsbaums ist nach der Installation über das CD-Rom aktiviert. Aufgrund er zahlreichen eingebetteten Informationen und Statistiken benötigt das Eröffnungsbuch natürlich reichlich Festplattenspeicher. Es empfiehlt sich dringend, den Baum auf die Festplatte zu kopieren und von dort aus zu laden. Beim Zugriff über das CD-Rom besteht der Nachteil, dass man über das schreibgeschützte Medium keinerlei Änderungen und Modifikationen am Buch durchführen kann.
 
Fritz verfügt außerdem über ein recht effektives Booklearning (nimmt selbständig Verbesserungen und Änderungen am Buch vor). Auch dieses wertvolle Feature kann beim Zugriff über CD-Rom nicht genutzt werden. Kopieren Sie deshalb den Eröffnungsbaum unbedingt auf die Festplatte und laden Sie das Buch unter Fritz 6 von der Platte. Tipp: mit der Funktion Buch auf Platte kopieren können Sie dies direkt aus dem Programm heraus erledigen.
 
Es macht also Sinn, dass Eröffnungsbuch auf die Festplatte zu kopieren. Als Purist, der sich in erster Linie für Schach interessiert, werden Sie sicherlich auf die zahlreichen Musikdateien verzichten können und damit wertvollen Speicherplatz einsparen. In dem Unterverzeichnis SOUNDS/DEUTSCH + ENGLISCH befinden sich die Tondateien für die Ansage der Züge. Diese Dateien machen nur dann Sinn, wenn Sie das Sensorbrett von DGT zusammen mit Fritz einsetzen, das über keine LED-Anzeige verfügt und daher auf diese Ansage angewiesen ist.
 
Sie besitzen kein DGT-Brett? Weg mit dem für Sie überflüssigen Datenschrott. Im Ordner MUSIC, der sich im Verzeichnis CHESSBASE befindet, sind die zahlreichen Musikdateien abgespeichert. Falls Sie während der Partie auf musikalische Untermalungen verzichten können, sollten sie hier ebenfalls ausgiebig von der Löschfunktion des Betriebsystems Gebrauch machen. Zum Lieferumfang gehören neben einem aktualisierten Eröffnungsbuch noch eine Partiendatenbank mit ca. 320 000 Schachpartien und insgesamt zwölf Engines (das sind Schachprogramme), z.B. Crafty, Comet, Doctor, usw. die alle unter der Oberfläche des Programms ohne Einschränkungen laufen.
 
 
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