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Diagramm 20-2006
 
Diagramm 20 – 2006
Die Stellung sieht auf den ersten Blick harmlos aus. Aber Schwarz am Zuge fand eine hübsche Kombination und stellte die Weichen auf Sieg.
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Chess Vision 1.2 - das bessere Winboard?
besprochen von Peter Schreiner - Juni 1999
 
In der relativ kleinen Computerschachbranche herrscht aufgrund der großen Angebotsvielfalt und den mittlerweile drastisch gesunkenen Preisen ein harter Wettbewerb um Marktanteile. Verschärft wird die Situation für Anbieter von kommerzieller Schachsoftware durch die zahlreichen, von Amateuren entwickelten Schachprogramme aus dem Internet (z.B. das Winboard mit den verfügbaren Engines), für die der Interessent bis auf die Downloadkosten nichts bezahlen muss.
 
Die holländische Firma Microvision bringt mit ihrer Schachsoftware Chessvision 1.2 ein brandneues, ausgereiftes Produkt mit einer tollen Oberfläche auf den Markt, das im Wettbewerb mit den etablierten Vertretern neue Marktanteile erobern soll. Chessvision 1.2 besteht aus mehreren Komponenten:
  1. Eine Schachdatenbank.
  2. Ein komfortables Interface zum Einbinden der diversen, im Internet frei verfügbaren Winboard-Engines.
  3. Eine Schnittstelle für die Verbindung zu den diversen Schachservern im Internet.
All diese Komponenten stehen unter einer vorbildlich nach den Windows-Standards konzipierten, objektorientierten Oberfläche zur Verfügung, die allerdings aufgrund der Vielfalt der gleichzeitig angezeigten Informationen an die Grafikausstattung des Rechners einige Anforderungen stellt.
 
 
Basisvoraussetzungen
Chessvision 1.2 ist ein modernes Windowsprogramm für Win95/98/NT und setzt die heutzutage üblichen Hardwareanforderungen als Basis für einen einwandfreien Betrieb voraus. Mit einem Rechner ab Pentium 166MHz, CD-Rom und einer vernünftigen Grafikausstattung fordert das Programm keine exotischen Anforderungen. Die Installation der nicht kopiergeschützten Software funktioniert ebenfalls nach den gängigen Standards und sollte daher kein großes Problem darstellen.
 
Als nachteilig sehe ich an, dass das Programm und die Onlinehilfe komplett in englischer Sprache sind, was eine Akzeptanz auf dem deutschen Markt deutlich erschweren dürfte. Außerdem wird bei der Installationsroutine lediglich das eigentliche Hauptprogramm mit einigen kleineren Demos von Datenbanken installiert. Was ist mit den mitgelieferten Datenbanken, die auf gleich zwei CD-Roms mitgeliefert werden?
 
Hier konfrontiert die Firma den Anwender mit einem umständlichen und auch etwas unpraktikablem Verfahren: die Partiensammlungen müssen unter der Chessvison-Oberfläche nachinstalliert und importiert werden, wobei die Importroutine auf einem Pentium II mit 350 MHz und 32fach-CD-Laufwerk alleine für die mitgelieferte Datenbank ELO-2425 über eine Stunde brauchte! Grund: die Partiedaten werden auf den beiden CD-Roms lediglich in gepackter Form ausgeliefert. Natürlich kann man zu Beginn bei der Konfiguration des Programms über diese Prozedur noch hinwegsehen, da sie in der Regel ja nur einmal durchgeführt werden muss.
 
Als grundlegenden Nachteil sehe ich aber den Umstand an, dass der Anwender mit den Partiedaten ausschließlich von der Festplatte arbeiten kann. Berücksichtigt man die Tatsache, dass z.B. die Datenbank ELO-2425 (ca. 210 000 Partien) sich mit über 600 MB auf der Platte breit macht (die eingebetteten statistischen Informationen verlangen die entsprechenden Ressourcen), wird eines klar: ohne ausreichenden Festplattenspeicher geht gar nichts.
 
Zwar sind heutzutage große Festplatten spottbillig geworden, andererseits geben sich die modernen Programme mit ihren Anforderungen an den Plattenspeicher nicht mehr mit kleinen Platten zufrieden. Besser finde ich die Lösung, wenn man alternativ auf die Partiedaten direkt von der CD-Rom zugreifen kann, zumal viele Anwender die großen Datenbanken gar nicht mehr modifizieren oder verändern wollen.
 
Neben ausreichendem Plattenspeicher sollte man noch darauf achten, dass mindestens ein 17Zoll-Monitor zur Verfügung steht. Chessvision 1.2 kommt mit einer vorbildlich programmierten Benutzerschnittstelle, die aber aufgrund der Vielzahl von Informationsfenstern entsprechend viel Platz auf dem Bildschirm in Anspruch nimmt und nur in Kombination mit einem großen Monitor ihre Stärken ausspielen und vernünftig genutzt werden kann.
 
 
Interface und Komfort
Bisher habe ich kaum ein ähnlich gelagertes Programm gesehen, das dem Anwender auf einen Blick so viel Information bietet. Man kann die verschiedensten Bildschirmelemente an- oder abschalten. Je nach Anwendungssituation kann man bereits unter mehreren vordefinierten Bildschirmlayouts mit unterschiedlich aktiven Informationsfenstern auswählen. Microvision liefert für die gängigsten Bildschirmauflösungen und Aufgabenbereiche etliche vordefinierte Benutzerlayouts mit; alternativ kann der Anwender auch eigene Benutzerprofile erstellen und abspeichern.
 
In den an- und abschaltbaren Informationsfenstern bekommt man folgende Informationen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!) geliefert:
  1. Züge der aktuellen Partie, Varianten, Kommentare.
  2. Positionsbaum mit vielfältigen Statistiken zur Brettstellung.
  3. Detaillierte Eröffnungsanzeigen zur aktuellen Partie, Eröffnungslisten, Partielisten, ECO-Anzeigen.
  4. Spielerlisten mit Elo, Turniere.
  5. Im Spielmodus: Hauptvarianten, Stellungsbewertung, Suchtiefe usw. des aktiven Schachprogramms, zuschaltbares Schachbrett mit visueller Vorführung der berechneten Hauptvariante, graphisches Bewertungsprofil zur Stellungsbewertung (man sieht, wo die Partie "gekippt" ist).
Die Bedienung der einzelnen Komponenten ist im Unterschied zu den bekannten Programmen arg gewöhnungsbedürftig. Beispiel: nehmen wir an, Sie haben einen Suchvorgang in einer Datenbank ausführen lassen, bekommen die entsprechenden Partien im Suchfenster aufgelistet und wollen jetzt die Partie zum Nachspielen auf dem graphischen Schachbrett laden. Normalerweise funktioniert dies bei allen mir bekannten Programmen (ChessBase, CA 4.0 usw.) mit der gleichen Methode: Doppelklick auf einen Listeneintrag und die entsprechende Partie wird geladen.
 
Bei Chessvision 1.2 müssen Sie dagegen die entsprechende Partie markieren und via "Drag and Drop" mit der Maus auf das Brettfenster ziehen, um die Partie nachspielen zu können. Erleichtert wird der Einstieg in das objektorientierte Bedienungskonzept durch die vorbildlich implementierte Onlinehilfe, die auf Wunsch zu jeder aktuellen Anwendungssituation eine konkrete Beschreibung der Möglichkeiten bietet.
 
 
Datenbankmodul
Selbstredend beherrscht Chessvision 1.2 alle elementaren Suchabfragen (Spieler, Eröffnungen usw.), die nötig sind, um aus größeren Datenbeständen bestimmte Partien herauszufiltern. Komplexere Suchoperationen - z.B. nach Positionen, Material, Kommentaren, usw. - sind nicht nur auf eine Datenbank beschränkt, sondern können nach den Vorgaben des Anwenders in mehreren Datenbanken gleichzeitig durchgeführt werden. Innerhalb von Chessvision 1.2 unterscheidet man zwischen Partien-, Eröffnungs- und Spielerdatenbanken. Alle vordefinierten Suchabfragen des Anwenders erstrecken sich auf Wunsch über die unterschiedlichen Datenbanktypen.
 
Man kann beispielsweise den Positionsbaum nicht nur für eine Datenbank, sondern für alle aktivierten Datenbanken generieren und gleichzeitig im entsprechenden Infofenster anzeigen lassen. Wichtig: diesen Baum kann man flexibel in Bezug auf die vordefinierten Datenbanken generieren. Sämtliche Suchergebnisse werden in einem speziellen Informationsfenster benutzerdefiniert angezeigt.
 
Die verschiedenen Fenster des Positionsbaums ermöglichen einen guten Überblick zur Datenstruktur der gewählten Eröffnungsvariante; teilweise wirkt der Informationsbildschirm aber etwas überladen. Im Eröffnungsbaum kann man z.B. sehr gut die Transposition der verschiedenen Eröffnungssysteme erkennen. Offensichtlich wurde sehr viel Arbeit in die Bearbeitung der Partiensammlungen investiert. Dubletten konnte ich keine entdecken und die Schreibweisen der Indexeinträge für Spieler, Turniere usw. waren weitgehend vereinheitlicht.
 
Bei der Datenpflege hat Chessvision einiges zu bieten, denn man kann sowohl unter Berücksichtigung diverser Kriterien nach Dubletten suchen und diese löschen, als auch die Schreibweisen der diversen Indexe editieren und vereinheitlichen. Diese Funktionen sind vor allem bei der Erweiterung der vorhandenen Datenbestände unverzichtbar.
 
Die Importfunktion der Software unterstützt zwei der wichtigsten Dateiformate: CBF + PGN. Da in diesen Formaten eine Vielzahl von Partien auf CD-Roms diverser Anbieter oder via Internet verfügbar sind, dürfte die Aktualisierung der Partiensammlungen kein großes Problem darstellen. Während des Importvorgangs wird übrigens automatisch eine Kontrolle auf Dubletten und fehlerhafte Partien durchgeführt. Mit diesen Optionen und dem ausgezeichneten Interface hinterlässt das Datenbankmodul auf den ersten Blick einen guten Eindruck.
 
Arbeitet man aber etwas intensiver mit dem Datenbankmodul, entdeckt man zahlreiche Detailschwächen. Es ist zum Beispiel kaum nachzuvollziehen, dass ein Programm mit professionellem Anspruch keine Druckoption für Partienotationen oder Diagramme bietet. Eine Datenbanksoftware, die dem Anwender keinerlei Möglichkeit einräumt, schachbezogene Dokumente zu erstellen, wird einem praxisorientierten Anspruch wohl kaum gerecht. Für das Erstellen von Turnierbulletins kann Chessvision 1.2 z.B. nicht eingesetzt werden; diese elementare Grundfunktion beherrscht heutzutage jedes bessere Schachprogramm.
 
Innerhalb der Notationen kann man zwar mit Text kommentieren, leider unterstützt die Software nicht die vom Informator her bekannten Schachsonderzeichen zwecks Kurzkommentierung von Schachpartien. Das Programm unterstützt nicht die Zwischenablage von Windows, z.B. um Partien oder Notationen zu kopieren. Vermisst habe ich "Drag and Drop" um z.B. Züge oder Partien zu kopieren und vor allem die Option, Eröffnungsübersichten im Stil von ECO-Tabellen zu erzeugen.
 
Fazit: das Datenbankmodul von Chessvision unterstützt komplexe Suchabfragen und bietet dem Anwender eine Vielzahl von Detailinformationen bei der Arbeit mit großen Partiensammlungen. Subjektiv finde ich das Handling allerdings wenig intuitiv und sehr gewöhnungsbedürftig; dem Anspruch eines professionellen Datenbanksystems wird das Produkt in Anbetracht zahlreicher Detailschwächen kaum gerecht. Insbesondere die fehlende Druckfunktion wertet das Produkt im Vergleich zu den Angeboten der Konkurrenz deutlich ab.
 
 
Multi-Engine System
Kaum ein Anwender wird bei der Arbeit mit einer Datenbank auf Analyseunterstützung durch ein Schachprogramm verzichten wollen. Die Entwickler von Chessvision 1.2 haben diesem Bedürfnis der Anwender recht pragmatisch Rechnung getragen und eine vollkompatible Schnittstelle zu den zahlreichen, für die Freeware Oberfläche Winboard entwickelten Schachprogrammen implementiert. Jede zum Winboard kompatible Schachengine kann unter Chessvision eingebunden und in einem eigenen Spielmodus eingesetzt werden.
 
Zur Demonstration liefert Microvision auf der CD-Rom bereits zwei ältere Crafty-Versionen von Robert Hyatt mit, die in der Tat einwandfrei mit dem Interface des Programms harmonieren. Die Einbindung der zahlreichen Winboard-Engines zählt ohne Zweifel zu der Schokoladenseite des Programms. Einige Vorzüge des Spielmodus sind:
  • Eine grafisch sehr schöne Benutzerschnittstelle mit Anzeige aller relevanten Suchinformationen, z.B. Suchtiefe, Hauptvariante, Stellungsbewertung und LCD-Schachuhr.
  • Anzeige der Hauptvariante auf einem separaten Analysebrett.
  • Frei einstellbare Spielstufen mit Analysemodus.
  • Eine grafische Anzeige der Stellungsbewertung (man sieht sofort, wo die Partie "gekippt" ist).
  • Die Engines nutzen vorgegebene Datenbanken als Eröffnungsbuch; Erfolgsstatistiken einzelner Züge werden als Ausspielpräferenz berücksichtigt.
  • Die Analyseergebnisse der aktiven Engine können als Variante in die Partienotation eingefügt werden.
Microvision hat darauf geachtet, dass der Anwender die Engines möglichst einfach unter die Oberfläche einbinden kann. Einige Parameter, wie z.B. die Zeitkontrollen, Suchtiefe, Permanent Brain, Größe der HashTabellen usw. kann man direkt über eine Eingabemaske des Programms vorgeben und einstellen.
 
Die meisten Winboard-Engines benötigen aber noch zusätzliche Initialisierungsdateien zur Konfiguration unter Chessvision. Für die bekanntesten Vertreter der WB-Engines, z.B. Crafty, Comet usw. werden bereits vordefinierte Files auf der CD-Rom mitgeliefert; auf der Website von Microvision unter www.microvison.nl werden ständig aktualisierte Initialisierungsdateien zum Download angeboten.
 
Ähnlich wie beim aktuellen Fritz 5.32 kann man mit allen verfügbaren WB-Engines komplette Rundenturniere austragen und dabei die Schachengines vollautomatisch Turniere austragen lassen. Leider besteht hier nicht die Möglichkeit, den Anwender in solch einem Turnier mitspielen zu lassen, was meiner Ansicht nach den Wert dieses Features deutlich einschränkt.
 
Man kann für jede teilnehmende Engine die Parameter spezifisch festlegen, z.B. Suchtiefe, Eröffnungsbibliothek, Hashtables usw. Zum guten Schluss kann man die Rundenturniere entweder abspeichern oder jederzeit unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder fortsetzen. Wer sich für die zahlreichen Winboard-Engines interessiert und diese möglichst einfach ohne einen großen Konfigurationsaufwand nutzen möchte, dürfte in dieser Hinsicht mit Chessvision sehr zufrieden sein.
 
 
Schachserver
Chessvision 1.2 unterstützt ein Feature, das hierzulande aufgrund der im Vergleich zu den USA noch immer viel zu hohen Onlinekosten relativ selten angewandt wird: Onlinepartien gegen andere menschliche Gegner via Internet auf den gängigen Schachservern. Chessvision 1.2 unterstützt die Protokolle aller ICC oder FICS kompatiblen Schachserver und leistet mit seiner objektorientierten Oberfläche dabei ausgezeichnete Dienste.
 
Während einer Verbindung sind sowohl alle aktivierten Engines als auch die vielfältigen Statistiken (Positionsbaum) simultan aktiv. Schaut man lediglich anderen Spielern online bei ihren Partien zu, zeigt z.B. die Engine ihre Beurteilung der aktuellen Brettstellung an, während der Positionsbaum Hinweise zu vorhandenen Alternativen oder Erfolgsstatistiken liefert.
 
Dies funktioniert übrigens auch mit mehreren Partien gleichzeitig: für jede Partie wird ein eigenes Brett- und Analysefenster aktiviert. Verpönt ist unter den Teilnehmern der Einsatz von Programmen beim Spielen eigener Partien. Immer wieder gibt es heftige Diskussionen und Spekulationen darüber, ob ein bestimmter Teilnehmer seine Erfolge nicht der Unterstützung eines elektronischen Gehilfen zu verdanken hat.
 
Wenn man Chessvision 1.2 direkt als Spielkonsole auf einem Server einsetzt, wird die Anzeige der Engine für die Dauer der Partie unterdrückt, um dem Schummelvorwurf zu entgehen. Erst nach Beendigung der Partie wird das Enginefenster mit dem grafischen Bewertungsprofil wieder aktiviert und man kann sich nachträglich die Einschätzung des aktiven Schachprogramms zur gespielten Partie anschauen. Insbesondere das implementierte Bewertungsprofil gibt auf einen Blick Hinweise darauf, wo die kritischen Punkte der absolvierten Partie gelegen haben.
 
 
Fazit
Microvision bietet die mir vorliegende Standard-Version für 180.- DM an. Für Besitzer der Datenbanksysteme ChessBase (ab Version 6.0) oder Chess Assistant (ab Version 3.0) soll das Programm lediglich 90.- DM kosten. Insbesondere das preisreduzierte Angebot soll dem Anwender dieser Programme wohl suggerieren, dass er mit dem neuen Produkt eine gleichwertige Alternative erwirbt. Diesen Anspruch erfüllt Chessvision 1.2 meiner Ansicht nach nicht.
 
Hilfreich für diese Einschätzung ist der - auch preislich - direkte Vergleich mit dem aktuellen Fritz 5.32, der in der vorliegenden Fassung ebenfalls als Multi-Engine-Programm konzipiert ist und über beachtliche Datenbankfunktionen verfügt. Unter Fritz 5.32 kann man ebenfalls sämtliche Winboard-Engines einbinden und Rundenturniere (hier sogar mit Beteiligung des menschlichen Spielers!) austragen. Die Datenbankfunktionen von Fritz 5.32 in Kombination mit dem integrierten Positionsbaum (ebenfalls vielfältige Statistiken zur Erfolgsquote einzelner Eröffnungszüge, direkte Verknüpfung zur aktiven Datenbank, Druckfunktion, komplett in Deutsch) übertrifft das neue Programm meiner Ansicht nach nicht.
 
Chessvision 1.2 bietet ohne Zweifel sehr gute Ansätze, muss aber in etlichen Teilbereichen (insbesondere im Datenbankmodul!) noch gewaltig zulegen, um eine echte Alternative für die etablierten Vertreter darzustellen. Interessant dürfte das Programm in der vorliegenden Form vor allem für die Anwender sein, die sich häufig auf den Schachservern des Internets tummeln oder in erster Linie an einer relativ unkomplizierten Integration der immer zahlreicher werdenden Winboard-Engines interessiert sind.
 
Peter Schreiner
 
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