Logo "blaue" Seiten

 
 
 
 
- Anzeige -
Für den Erwerb von Schachartikeln empfiehlt Ihnen der SC Leinzell den
 Schachversand Dreier 
 
 
Testen Sie Ihr Schach!
 
Diagramm 18-2006
 
Diagramm 18 – 2006
Hier wurde eine »Schachmaschine« demontiert. Wie zerlegte Weiß am Zuge die misslungene schwarze Partieanlage?
 zur Lösung 
 
 
 
 
zur Startseite
 News | Sitekalender | Sitemap | Team | Kontakt 
Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Chessbase 7.0 - Schachinformation pur! - HTML-Seiten
besprochen von Peter Schreiner - August 1998
 
 
HTML-Seiten gestalten mit ChessBase 7.0
Eine der bedeutsamsten und wohl revolutionärsten Entwicklungen unseres Jahrzehnts dürfte der Siegeszug des Internets sein. Auch für Schachspieler bietet das "Netz" eine unglaubliche Fülle von Möglichkeiten und aktuellen Informationen. Weltweite Kontakte mit Schachfreunden pflegen, Informationen austauschen, brandneue Software und Partiendatenbanken downloaden oder gegen andere Schachspieler online spielen: im Prinzip ist fast alles möglich. Viele Schachfreunde beschränken sich aber im Umgang mit dem neuen Medium eher auf eine passive Rolle und schrecken davor zurück, eine eigene Homepage mit schachlichen Inhalten zu erstellen.
 
Ein Hauptgrund dafür dürfte die mangelnde Bereitschaft sein, sich mit den Feinheiten der HTML-Programmierung herumzuschlagen; also dem Code, auf dem jede Internetseite basiert. Im Netz entdeckten wir dazu ein sehr kulantes Angebot der Firma ChessBase aus Hamburg. Sie bietet seit kurzem eine hochinteressante Erweiterung für ChessBase 7.0 an, mit dem die Erstellung schachbezogener Dokumente für die eigene Homepage bedeutend vereinfacht wird. Besonders gelungen finde ich die Option, dass der integrierte Texteditor der Datenbank jetzt bei Bedarf als voll funktionstüchtiger HTML-Editor eingesetzt werden kann.
 
 
Vorbereitungen
Bevor man die neue Funktion innerhalb der Datenbank nutzen kann, muss man noch einige Vorbereitungen treffen. Besorgen Sie sich zunächst unter www.chessbase.com das neueste Update der Datenbank. Falls Sie die Internet-Version installiert haben, laden Sie das "Online-Update" auf Ihren Rechner. Falls nicht, laden Sie die "normale", also nicht für automatische Online-Upgrades vorgesehene Version. Installieren Sie die neueste Version der Datenbank auf Ihrem Rechner.
 
Jetzt benötigen Sie noch die entsprechende DLL, um die neuen HTML-Funktionen nach dem Upgrade auch nutzen zu können. In der Sektion "News" auf der ChessBase-Site gibt es eine ganze Reihe von Informationen und Hinweisen zu der neuen Funktion. Sie müssen jetzt online ein kleines Registrierungsformular ausfüllen und danach steht dem Download der entsprechenden Datei (Webpublish.Dll) nichts mehr im Weg. Die Datei muss lediglich noch in das CB7-Verzeichnis entpackt werden und schon stehen einem die neuen HTML-Funktionen zur Verfügung.
 
 
Erster Praxistest
Es empfiehlt sich, einfach mit den neuen Optionen ein wenig zu experimentieren; die ersten Versuche mit der brandneuen Funktion verliefen vielversprechend. Selektieren Sie beispielsweise in der Partienliste einige Partien und aktivieren per Rechtsklick mit der Maustaste das obligatorische, kontextbezogene Popup-Menü, wo sich jetzt ein neuer Eintrag zum Generieren von HTML-Code befindet. Nach Bestätigung von "HTML-Code erzeugen" erscheint ein Fenster, wo man einige Vorgaben für die HTML-Ausgabe des Programms einstellen kann. Hier kann man z.B. folgende Einstellungen vornehmen:
  1. Die Integration von Turniertabellen.
     
  2. Das Einbinden von Partielinks, quasi einem Inhaltsverzeichnis für die Partien, deren Notation (ein eigenes HTML-Dokument) per Klick auf eine solche Verknüpfung geladen wird. Dies ist z.B. sehr nützlich für die Präsentation auf Webseiten mit einer großen Anzahl von Partien. Anstatt sich durch die schier endlos aneinandergereihten Partienotationen hangeln zu müssen, kann der Besucher einer Website aus dem automatisch generierten Inhaltsverzeichnis (Spielernamen + Ergebnis) die für ihn interessanten Partien auswählen.
     
  3. Wenn Sie die Option "Partien nachspielbar" aktivieren, dann erzeugt ChessBase 7.0 den entsprechenden Java-Code, um dem Besucher der Site ein Schachbrett bereit zu stellen, auf dem er online und direkt von der Seite aus eine Partie nachspielen kann.
     
  4. Es besteht die Möglichkeit, direkt aus der Datenbank heraus das entsprechende Verzeichnis mit den Pfadangaben festzulegen, wo die HTML-Dateien vor dem Transfer zur Homepage gespeichert werden sollen. Normalerweise nutzt der Inhaber einer Homepage dieselbe Datenstruktur für die Verwaltung und Weiterbearbeitung seiner Seiten wie auf dem Webserver und kann vor dem Datentransfer zuerst einmal seine Seiten "offline" überprüfen.
     
  5. Es gibt einen Schalter für die Pfadangabe der automatisch erzeugten Gif-Dateien, die kleine Bitmaps für die Figuren und Felder des Schachbretts enthalten. Ein großer Vorzug dieser Lösung: durch die Aufteilung der Diagramme in mehrere kleine Dateien geht der Bildaufbau für den Besucher der Website wesentlich schneller vonstatten. Jetzt bleibt nur noch zu klären, welche Pfadangabe man für die Gif-Dateien vorgeben soll. In der Regel bewährte sich die Vorgabe "Gif-Dateien lokal" in meinen Versuchen ausgezeichnet: am schnellsten findet man die optimale Anpassung für die eigenen Bedürfnisse durch Ausprobieren heraus.
     
  6. Die letzte Option "Partien als PGN" ladbar sollte man immer aktivieren. Damit bietet man dem Besucher der Site die Möglichkeit, die Partiensammlung als PGN-File downzuloaden und mit einem Schachprogramm offline nachzuspielen und zu analysieren.
Nachdem alle Einstellungen vorgenommen wurden, muss man lediglich noch einen Eintrag für die Seite vorgeben, der nachher im Dokument als zentrierte Überschrift erscheint. Damit sind dann die Vorgaben abgeschlossen, ChessBase geht ans Werk und erstellt die gewünschten HTML-Dokumente im vorgegebenen Verzeichnis. Natürlich läuft es in der Praxis oft darauf hinaus, dass man mit dem automatisch erzeugten Layout nicht zufrieden ist. Man kann die HTML-Seiten jederzeit mit einem beliebigen HTML-Editor nachbearbeiten; im Lieferumfang des IE 4, Windows 98 oder Netscape ist ja bereits ein kostenloser, für Einsteiger recht einfach zu bedienender Editor vorhanden, mit dem die Seiten einsteigerfreundlich editiert und angepasst werden können.
 
Nachdem Sie Dokumente nachbearbeitet haben, steht einem Upload zu Ihrem Server eigentlich nichts mehr im Wege. In Anbetracht der Tatsache, dass viele Provider mittlerweile recht üppige und für den Aufbau einer eigenen Homepage völlig ausreichende Kapazitäten kostenlos anbieten, haben Sie als ChessBase-User mit den zuvor beschriebenen Funktionen schon einmal ein komfortables Tool zur Hand, um schnell schachbezogene Seiten zu erstellen.
 
 
Erweiterter Editor
Damit aber noch nicht genug. ChessBase ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat den seit ChessBase 6.0 implementierten Texteditor zu einem HTML-Editor für Schachdokumente weiterentwickelt. Mit der Einführung der Version 6.0 des Datenbankprogramms wurde auch ein neues Datenformat (*.CBH) entwickelt, das unter anderem auch die Speicherung von formatierten Texten innerhalb einer Datenbank ermöglicht. Diese Texte incl. eingefügter Grafiken, Schachpositionen, Tabellen, Links usw. kann man mit dem komfortabel zu bedienenden, mitgelieferten Texteditor bearbeiten, der jetzt zusätzlich die Option bietet, schachbezogene HTML-Dokumente zu generieren.
 
Im Unterschied zu den oben beschriebenen Funktionen hatte ich beim Einsatz des Partieeditors einige Abstürze unter Windows zu verzeichnen, was aber nicht unbedingt die Schuld des CB-Programms sein muss. In Anbetracht der gebotenen Möglichkeiten kann man davon ausgehen, dass sich die Anzahl von schachbezogenen, privaten Homepages deutlich erhöhen dürfte. Meiner Ansicht nach macht die Schnittstelle aber nicht nur beim Einsatz von Websites Sinn. HTML-Dokumente sind wunderbar dafür geeignet, wenn man formatierte, universell lesbare Dokumente weitergeben oder versenden will. Da die Browser IE 4 + 5 oder Netscape kostenlos verfügbar sind, dürfte diese Form der Datenübermittlung nicht an Kompatibilitätsproblemen scheitern.
 
Mit der neuen Webpublishingfunktion hat ChessBase bis auf die anfallenden Downloads kostenlos ein wertvolles Tool zur Generierung solcher Dokumente bereitgestellt, das man als ChessBase 7 Anwender unbedingt installieren sollte.
 
Peter Schreiner
 
zum Seitenanfang zurück |