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Diagramm 20-2006
 
Diagramm 20 – 2006
Die Stellung sieht auf den ersten Blick harmlos aus. Aber Schwarz am Zuge fand eine hübsche Kombination und stellte die Weichen auf Sieg.
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Chessbase 7.0 - Schachinformation pur! - Teil 2
besprochen von Peter Schreiner - August 1998
 
 
Der Positionsbaum
Eines der Hauptkriterien für den Zugriff auf große Partiensammlungen ist die Eröffnungstheorie. Bisher erfolgte der Zugriff mit ChessBase auf die einzelnen Datenbanken ausschließlich mit der ausgeklügelten Schlüsselklassifikation (Eröffnungsschlüssel, Themen- oder Endspielschlüssel usw.). Dieses bewährte Konzept wird jetzt mit einem von anderen Datenbanksystemen, wie z.B. dem Chess Assistant bekannten Feature in idealer Weise komplettiert: einem Positionsbaum, in dessen Baumstruktur alle Stellungen der Datenbank miteinander verknüpft sind.
 
Viele der zahlreichen Anwender von Fritz 5.0 konnten sich bereits von den Vorteilen des Positionsbaums für das Eröffnungstraining ein Bild machen, da das Eröffnungsbuch des Programms erstmals mit diesem Konzept umgesetzt wurde. Vorteil des Positionsbaums: zu jeder Stellung wird präzise eine Statistik aufgeführt, wie häufig ein Zug in der gegebenen Stellung vorkam und mit welcher Erfolgsquote er gespielt wurde. Ein weiterer Effekt dieses Konzeptes besteht darin, dass es keine Probleme mehr mit Zugumstellungen gibt.
 
Besonders wichtig ist beim Umgang mit einem Positionsbaum ist die Qualität der Datenbank. Dubletten oder Partien aus minderwertigen Turnieren schmälern den praktischen Wert der angezeigten Statistik ganz erheblich. In Kombination mit den zuvor beschriebenen Hilfsmitteln zur Pflege von Datenbeständen stellt sich dieses Problem für den Anwender von CB 7.0 im Unterschied zum CA 3.02 nicht, da die Software jetzt sehr zuverlässige Funktionen zur Beseitigung von Dubletten mitliefert.
 
Die Positionsbäume werden im Datenbankfenster ebenfalls als Datenbank aufgeführt; zur Abgrenzung von den bisher üblichen schlüsselklassifizierten Datenbanken erscheinen sie zur Unterscheidung mit einem kleinem Baumsymbol. Um einen Baum zu generieren, kann man via Drag and Drop die gewünschten Partien einfach in den Baum hineinkopieren. Sehr praktisch ist die Option, aus jeder Partienliste heraus blitzschnell einen temporären Baum zu erzeugen, um sich schnell einen Überblick zu verschaffen.
 
Nehmen wir einmal an, Sie suchen innerhalb einer großen Datenbank nach allen Partien von Bobby Fischer, die dann im Klemmbrett aufgelistet werden. Mit einem Mausklick auf das Baumsymbol wird sekundenschnell ein Baum mit den entsprechenden Statistiken aus diesen Partien konstruiert; diese Funktion ist für einen schnellen Überblick ideal geeignet.
 
Die Datenstruktur eines Positionsbaums kostet mit ca. 60 Byte pro Stellung recht viel Speicherkapazität. Im Unterschied zu anderen baumorientierten Datenbanksystemen bietet CB 7.0 mit dem temporären Positionsbaum die Möglichkeit, ohne aufwendige Konvertierung kurzfristig einen Baum zu erzeugen, der nicht zwingend gespeichert werden muss. Diese Methode empfiehlt sich also für einen kurzfristigen Überblick. Falls der Positionsbaum dauerhaft genutzt werden soll, z.B. als Eröffnungsbuch für Fritz 5.0, dann muss der Anwender den Positionsbaum natürlich auf der Festplatte speichern. In Anbetracht der deutlich gesunkenen Preise für große Festplatten sollte dies kein großes Problem darstellen.
 
Die statistischen Anzeigen des Positionsbaums übertreffen die Möglichkeiten der bisher bekannten Vorbilder deutlich. Ein großer Nachteil anderer Positionsbäume bestand darin, dass die angezeigten Statistiken zu Zügen, Eloauswertungen oder Resultaten immer nur auf die aktuelle Position festgelegt waren. Ein von ChessBase 7.0 generierter Positionsbaum verhält sich "intelligenter" und liefert dem Anwender per Mausklick eine ganze Reihe "vorausschauender" Zusatzinformationen:
 
1. Hauptvariante zeigen
Dies listet die gängigsten Varianten von der aktuellen Brettstellung aus auf. Per Mausklick springt das Programm direkt zur Endstellung und via Rechtsklick geht es direkt wieder zur Ausgangsstellung zurück. Auf diese Weise kann man sehr schnell die wichtigsten Systeme erfassen und sich flott in den äußerst komplexen Positionsbäumen bewegen.
 
2. Kritische Variante berechnen
Dies filtert auf Basis der Resultate die optimale Variante aus der gegebenen Brettstellung heraus. Auf diese Weise kann man auf der Grundlage der in der Datenbank gespeicherten Partien die erfolgsversprechendste Variante ermitteln; eine Funktion, die besonders bei Fernschachspielern auf Interesse stoßen dürfte.
 
3. Variantenspektrum
Dies nutzt effizient einen großen Vorteil des Positionsbaums: die Unabhängigkeit von Zugumstellungen. CB 7.0 ermöglicht mit dieser Funktion eine gezielte Untersuchung von Zugumstellungsproblemen und zeigt alle Zugfolgen an, die in gespielten Partien zur aktuellen Stellung geführt haben. Der Clou: das System arbeitet völlig unabhängig von der Farbverteilung, so dass auch Varianten mit vertauschten Farben berücksichtigt werden!
 
4. Finde Partien
Dies rundet das Konzept des Positionsbaums vorbildlich ab und filtert alle Partien aus der vorher festzulegenden Referenzdatenbank heraus, in denen die aktuelle Brettstellung vorkam. Diese Partien kopiert ChessBase - wie immer bei einem Suchvorgang - in das Klemmbrett. Dort kann der Anwender die Partien sortieren oder z.B. für einen Ausdruck miteinander verschmelzen.
 
Die Implementierung des Positionsbaums innerhalb von CB 7.0 ergänzt die bislang gekannten Möglichkeiten ideal und bietet damit dem ambitionierten Turnierspieler ein ungemein wertvolles Werkzeug zum effektiven Eröffnungstraining an. Selbstverständlich sind alle mit CB 7.0 erzeugten Positionsbäume kompatibel zu dem hauseigenen Schachprogramm Fritz 5.0, das diese Bäume als Eröffnungsbuch nutzen kann. Dies bedeutet, das der Anwender jederzeit seine neu gewonnen Eröffnungskenntnisse direkt im praktischen Spiel gegen einen starken Gegner austesten kann.
 
 
Der Eröffnungsreport
Stark beeindruckt hat mich die Funktion Eröffnungsreport, die den Arbeitsaufwand der Trainingsvorbereitung weitgehend reduziert. Ausgehend von der aktuellen Brettstellung generiert CB 7.0 anhand der Referenzdatenbank eine Übersicht, die in Form eines Datenbanktextes z.B. folgende Informationen gibt:
  • Die historische Entwicklung der Eröffnungsvariante, aus der die vorgegebene Brettstellung resultiert, z.B. in welchem Zeitraum wurde eine bestimmte Variante besonders häufig gespielt?
  • Welche Spieler haben die Eröffnung in welchem Zeitraum besonders gerne gespielt?
  • Welche Fortsetzungen sind besonders erfolgversprechend? Diese Information berücksichtigt zwecks praktischer Aussagekraft nur Partien von Spielern mit einer hohen Elozahl innerhalb der Datenbank.
  • Welche Pläne gibt es? Was sind die Hauptvarianten, welche Abspiele sind besonders kritisch?
  • Umfangreiche Angaben zur Erfolgsquote, Remisquote, Partienlänge usw. gibt der Eröffnungsreport natürlich auch.
ChessBase legt bei der Auswertung der Referenzdatenbank eine gewisse Intelligenz an den Tag und liefert dem Spieler gleich fertige Repertoirevorschläge (!) oder stellt die typischen Manöver vor, um den Anwender schnell mit den wichtigsten Grundideen des gewählten Systems vertraut zu machen. Noch schneller und effektiver ist eine gezielte Eröffnungsvorbereitung eigentlich nicht mehr möglich, lediglich spielen muss man halt noch selber ...
 
Diese Informationen gibt das Programm in einem Datenbanktext aus, der zur späteren Ansicht oder Auswertung gespeichert werden kann. Die innerhalb des Datenbanktextes eingebundenen Verweise und Links beziehen sich natürlich auf die vorher festgelegte Referenzdatenbank und können im Moment lediglich dort abgespeichert werden.
 
Alternativ kann man innerhalb der Referenzdatenbank eine entsprechende Positionssuche starten, die Partien in eine neue Datenbank kopieren und den Eröffnungsreport dann für diese Datenbank generieren. Während des Erstellens des Eröffnungsreportes erzeugt CB 7.0 automatisch einen temporären Positionsbaum, der aus allen Partien besteht, die für den Report verwendet wurden und eine Repertoireübersicht, die zwecks späteren Trainings ohne Computer ausgedruckt werden kann.
 
Fazit: die Funktion Eröffnungsreport nimmt dem Anwender bei der Sichtung interessanter Partien immens viel Arbeit ab und stellt ein einzigartiges Hilfsmittel zur Vorbereitung des Eröffnungstrainings dar.
 
 
Die Repertoiredatenbank
Die Pflege und der Aufbau des eigenen Eröffnungsrepertoires ist eine Aufgabe, die jeden Turnierspieler sehr viel Zeit kostet. CB 7.0 bietet jetzt die Möglichkeit, Varianten oder Partien, die zum eigenen Eröffnungsrepertoire passen, in einer eigenen Repertoiredatenbank besonders effektiv zu verwalten.
 
Wenn Sie beispielsweise eine Partie beim Nachspielen für das eigene Eröffnungsrepertoire als nützlich oder wichtig einstufen, fügt CB 7.0 diese Variante automatisch in die Repertoiredatenbank ein. Ist schon eine vergleichbare Partie dort enthalten, werden die Partien mit den Anmerkungen zu einer Partie verschmolzen. Selbstverständlich kann und soll man auch eigene Partien in der Repertoiredatenbank kommentieren, speichern oder ersetzen.
 
Besonders effizient wird die Verwaltung des Eröffnungsrepertoires durch die Option Repertoirebericht. Es gibt viele Möglichkeiten an neue Partiedaten heranzukommen, z.B. Internet, ChessBase Magazin usw. Der Repertoirebericht erstellt in Form eines Datenbanktextes einen Report über genau die in der neuen Partiesammlungen enthaltenen Partien, die exakt zu dem persönlichen Repertoire des Anwenders passen und in die Repertoiredatenbank aufgenommen werden sollten.
 
Alternativ gibt es jetzt in der Suchmaske den Parameter Repertoire, der ebenfalls die persönlichen Eröffnungsvorlieben berücksichtigt und die dazu passenden Partien aus beliebigen Datenbanken herausfiltert. In Verbindung mit dem Positionsbaum und dem Eröffnungsreport rundet die Repertoiredatenbank die Möglichkeiten zur Vorbereitung eines effektiven Eröffnungstrainings in vorbildlicher Weise ab.
 
 
Perfekte Analyseunterstützung!
Ein großer Vorteil von reinen 32-Bit-Programmen unter Windows ist neben der besseren Betriebsstabilität und Speicherausnutzung das Multitasking, also der parallele Ablauf von mehreren Programmen gleichzeitig. Auf einem handelsüblichen Standardsystem mit nur einem Prozessor wird die vermeintliche parallele Ausführung allerdings nur simuliert: schließlich kann auf Computern mit nur einem Prozessor zu jedem Zeitpunkt immer nur ein Stück Programm-Code ausgeführt werden und das System muss in kurzen Abständen zwischen der Ausführung der verschiedenen Threads ständig hin- und herschalten. Mit Hilfe des Multithreadings können innerhalb einer Anwendung mehrere Prozesse gleichzeitig und unabhängig voneinander ablaufen.
 
Diese Technik wird von CB 7.0 bei der Analyseunterstützung vorbildlich durch verschiedene Schachengines unterstützt. In einem Brettfenster kann man jetzt im Unterschied zur Vorgänger-Version zwei Engines parallel ablaufen lassen und deren Resultate direkt miteinander vergleichen! Im Lieferumfang der neuen Version befinden sich gleich zwei starke Schachengines:
  1. Das bekannte 32Bit-Programm Crafty von Robert Hyatt.
  2. Eine Version des hausinternen Schachprogramms Fritz 5.0.
Windows 95/98 verfügt zwar über eine Schnittstelle zum Aufruf von 16Bit-Programmen; der Betrieb und der Anschluss an den Parallelmodus des 32Bit-Programms CB 7.0 ist aber nur auf Umwegen möglich. Der Mechanismus zur Anbindung von den bereits bekannten 16Bit-Engines wird von ChessBase als "Thunking-Modus" bezeichnet. Mit Hilfe dieser Schnittstelle kann man unter Windows 95/98 neben Fritz 5.0 noch die seit längerem verfügbaren starken Engines Junior 4.6 und Hiarcs 6.0 nutzen, die allerdings aufgrund der Anbindung etwa 10% langsamer laufen. Falls Sie diese Schachengines besitzen, müssen Sie einfach nur die entsprechenden DLL's in das Stammverzeichnis von CB 7.0 kopieren. Unter Windows NT funktioniert der Aufruf der 16Bit-Engines prinzipiell nicht und man muss sich auf dieser Plattform zunächst einmal mit Crafty als Analysehelfer bescheiden.
 
Allerdings ist davon auszugehen, dass in Kürze eine ganze Reihe von neuen 32Bit-Engines (z.B. von Fritz, Junior und Nimzo) nachgeliefert werden, die dann die Vorteile des 32Bit-Programms ChessBase 7.0 optimal ausschöpfen. Falls ein Power-User unter Windows NT ein Multi-Prozessor-System mit mehreren Prozessoren benutzt, bringen die künftig parallel laufenden Engines ein entsprechend deutliches Plus an Leistung, da jede Engine einen Prozessor exklusiv zur Berechnung nutzt. Die in ChessBase 6.0 unterstützte Engine Doctor wird zur Zeit leider nicht mehr unterstützt und kann daher nur auf Umwegen weitergenutzt werden. Im Lieferumfang der CD wird nämlich auch weiterhin die Vorgänger-Version CB 6.01 mitgeliefert, unter der Doctor - ebenso wie die älteren Fritz-Engines - ohne Probleme läuft.
 
Pfiffig finde ich die Möglichkeit, die Analyse einer Engine auf eine ganz bestimmte Stellung zu begrenzen oder zu "verriegeln". Während die Engine im Hintergrund fleißig an der vorgegebenen Stellung weiterrechnet, kann man auf dem Brett Züge nachspielen, ausführen und mit der zweiten Engine weiteranalysieren! Per Rechtsklick im Analysefenster kann eine instruktive Analyse des Schachprogramms direkt als Variante in die Partienotation übernommen werden.
 
 
Spielerlexikon und Dossier
Bereits auf der CD-Rom der Version 6.0 befand sich ein umfangreiches Spielerlexikon mit biographischen Daten und Photos. Mittlerweile hat man bei ChessBase in Hamburg fleißig Bilder gesammelt und gescannt, so dass sich der Umfang mit über 8000 Bildern von Schachspielern jeglicher Stärke fast verdoppelt hat. Innerhalb des neu überarbeiteten Lexikons sind jetzt alle Elozahlen seit 1990 erfasst, was insbesondere zur Auswertung von Spielstärkeentwicklungen über einen längeren Zeitraum hinweg interessante Informationen gibt. Das Spielerlexikon kann auf Basis der Megabase dem Anwender Fragen zu vielen Aspekten beantworten oder einfach aktuelle Ranglisten erzeugen, wie z.B.:
  1. Eine komplette Spielerrangliste eines Landes sortiert nach Elo.
  2. Eine Liste aller männlichen oder weiblichen Spieler auch unter Berücksichtigung des Alters, z.B. 12 - 18 Jahre.
  3. Eine Liste aller Spieler, deren Elozahl sich in einem bestimmten Zeitraum deutlich verbessert oder verschlechtert hat.
  4. Eine Liste aller Titelträger, die über 70 Jahre alt und noch aktiv sind.
Die vorgegebenen Suchkriterien lassen sich beliebig miteinander kombinieren. Auf den Daten des Spielerlexikons basiert die Funktion Dossier, die eine gewaltige Hilfe bei der gezielten Vorbereitung auf einen bestimmten Gegner darstellt. Grundvoraussetzung für dieses mächtige Werkzeug ist neben der Spielerdatenbank eine gut sortierte, fein säuberlich editierte Datenbank, deren Schreibweisen mit der des Spielerlexikons übereinstimmen sollten, z.B. die Megabase von ChessBase.
 
CB 7.0 übernimmt aus dem Spielerlexikon und der großen Datenbank alle relevanten Informationen über einen bestimmten Spieler, wertet diese Daten aus und serviert dem Anwender einen umfangreichen Report über seinen zukünftigen Gegner in Form eines Datenbanktextes. Dieses Dossier liefert in Textform umfassende Informationen über:
  1. Biographische Daten (Alter, Nation oder Titel); falls Bilder vorhanden sind, werden diese ebenfalls in den Report übernommen.
  2. Alle vom Gegner erzielten Turnierresultate mit den Platzierungen und Turniertabelle.
  3. Eine komplette Aufschlüsselung der Eröffnungsvorlieben des Spielers aufgeschlüsselt nach Weiß und Schwarz incl. Erfolgsquote. Man erkennt auf den ersten Blick, wo die Stärken und Schwächen des zukünftigen Gegners liegen.
  4. Innerhalb des Textes gibt es Verweise auf Partien (Mausklick öffnet die entsprechende Partieliste) und ein Positionsbaum (getrennt nach Weiß und Schwarz) wird ebenfalls direkt erzeugt. Mit Hilfe des Positionsbaums kann man die im Dossier eingefügten Informationen zwecks Eröffnungsvorbereitung ganz präzise nachprüfen.
  5. CB 7.0 filtert aus den Partien direkt interessante Positionen aus gewonnen Partien des Spielers als Trainingsmaterial heraus usw.
Die etwas unscheinbar dokumentierte Funktion Dossier stellt also eine gewaltige Vereinfachung bei der Vorbereitung auf bestimmte Gegner dar; für Turnierspieler einfach unverzichtbar! Da in den angebotenen Partiesammlungen auch zunehmend regionale Turniere erfasst werden, dürfte das Dossier auch dem Spieler auf mittlerem Niveau nützliche Hinweise auf kommende Gegner liefern können. Im Prinzip konnte man diese Informationen auch schon mit der Vorgänger-Version CB 6.01 aus einer Datenbank herausfiltern. Der bisher dafür notwendige Zeitaufwand zum Ermitteln dieser Informationen war aber nicht ganz unbeträchtlich.
 
Noch übersichtlicher und einfacher kann man eigentlich nicht mehr an Informationen über zukünftige Gegner kommen. Mit einigen wenigen Mausklicks übernimmt das Programm die Aufbereitung und Auswertung der Statistiken; die Darstellung innerhalb des Datenbanktextes mit den Hinweisen in Textform und der automatisch erzeugten Positionsbäume ist an Übersichtlichkeit kaum noch zu überbieten.
 
Fazit: die Funktion Dossier übernimmt dem Anwender die komplette Vorbereitung auf einen Gegner nach dem Motto: "mehr Schachtraining - weniger Computer" effizient ab und wird von gestandenen Turnierspielern sicher häufig genutzt werden.
 
 
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