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Diagramm 18-2006
 
Diagramm 18 – 2006
Hier wurde eine »Schachmaschine« demontiert. Wie zerlegte Weiß am Zuge die misslungene schwarze Partieanlage?
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Chess Assistant 5.0 -
ein universelles Schachsystem? - Update 5.1
besprochen von Peter Schreiner - März 2000
 
 
Das Update 5.1
Das russische Datenbankprogramm ist in der neuesten Fassung zu einem echten Alleskönner mutiert. So bietet das Programm einige recht innovative Funktionen im Bereich der Analyse. Es folgen einige praktische Beispiele, um die Möglichkeiten des Programms bei der Analyse zu beleuchten. Im weiteren gehe ich auch noch auf das EPD-Format, sowie eventuellen Problemen beim Textexport, der Bildschirmanzeige und dem Druck ein.
 
 
Analyse eingrenzen
Nehmen wir an, sie entdecken beim Nachspielen oder Eingeben einer Partie eine interessante Position, die Sie intensiver analysieren möchten. Klicken mit der rechten Maustaste in das Notationsfenster und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Eintrag Analysiere aktuelle Position. Das Programm listet in der dann eingeblendeten Dialogbox alle legalen Zugmöglichkeiten der am Zug befindlichen Seite in der aktiven Position auf.
 
Sie können durch Setzen eines Häkchens vor jedem Zug bestimmte Züge von der Analyse entweder ein- oder ausschließen. Das macht durchaus Sinn. Jedes Schachprogramm tendiert dazu, bei der Analyse kostbare Zeit für das Durchrechnen auch der unsinnigsten Varianten zu verschwenden. Als erfahrener Schachspieler können Sie hier die unbrauchbaren Züge von der Analyse ausschließen und die Arbeit des elektronischen Helfers in sinnvollere Bahnen lenken!
 
 
Analyse mehrerer Positionen
CA 5.1 bietet die Option, mehrere Positionen innerhalb einer Partie für eine Analyse zu markieren. Zuerst muss man daher dem Programm klar vorgeben, welche Positionen analysiert werden sollen. Klicken Sie dazu auf den Reiter "Engines" über dem Eingabebrett. Mit Hilfe der eingeblendeten Icons können Sie jetzt exakt die Positionen markieren, die von einem Schachprogramm gründlich analysiert werden sollen. Nachdem Sie die Markierungen in der Notation gesetzt haben, kann es losgehen. Klicken Sie auf das Icon Paketanalyse und geben in der Dialogbox noch einige Optionen vor:
  1. welches Schachprogramm soll die Positionen analysieren?
  2. Bedenkzeit
  3. Anzahl der alternativen Fortsetzungen.
Einfach toll, was CA 5.1 hier bietet, aber es kommt noch besser. Sie wollen mehrere Positionen in unterschiedlichen Partien auf einen Schlag vollautomatisch analysieren? Auch das ist problemlos möglich. Kopieren Sie die entsprechenden Partien in einen Datensatz. Setzen Sie (wie oben beschrieben) die Markierungen für die entsprechenden Positionen. Wählen Sie jetzt z.B. den Eintrag "Analysiere aktuellen Datensatz" aus dem Menüeintrag "Engines". Anschließend können Sie den Datensatz inkl. der automatisch erzeugten Analysen in einer separaten Datenbank abspeichern. Für Fernschachspieler sicher eine hochinteressante Funktion.
 
 
Das EPD-Format
Da wir gerade bei Positionen sind, erinnern wir uns an die intensive Besprechung des EPD-Formates. Was hat CA 5.1 in dieser Hinsicht zu bieten? Nehmen wir an, Sie wollen ausgewählte Positionen im EPD-Format speichern. Oberhalb des Schachbrettes sehen Sie verschiedene Reiter, u.a. auch den Eintrag "Position". Mit einem Klick darauf ändert sich die Symbolleiste und es steht jetzt u.a. ein Button mit der Bezeichnung "Speichere Position auf Disk" zur Verfügung.
 
Nach einem Mausklick werden Sie aufgefordert, einen Positionsnamen zu vergeben. In der Regel kann man den Vorschlag des Programms übernehmen. Sie werden feststellen, dass CA 5.1 hervorragend mit dem EPD-Format (setzen der Zugrechte, Vorschau, usw.) umgehen kann. Auf diese Weise kann man sich rasch eine Sammlung interessanter Positionen im EPD-Format erstellen lassen. Mit dem Button "Sichere Datei" als speichern Sie die EPD-Datei auf der Platte.
 
 
Textexport mit Chess Assistant 5.1
CA 5.1 bietet zur Erstellung schachbezogener Dokumente diverse Exportfunktionen in Standarddateiformate an. So gibt es die Möglichkeit, figurine Notationen mit eingebetteten Diagrammen in das Format der Textverarbeitung Winword von Microsoft (Suffix *.doc) zu exportieren. In vereinzelten Fällen kann es dabei zu Problemen kommen und der Export funktioniert auf manchen Systemen nicht. Die Ursache für dieses Problem besteht darin, dass es auch bei gleichlautender Versionsnummer unterschiedliche Winword-Versionen gibt. Nicht alle dieser Versionen sind zum Aufruf von CA 5.1 kompatibel.
 
Sie müssen aber dringend ein schön gestaltetes Bulletin erstellen. Wie können Sie das Problem rasch lösen und trotzdem ein schönes Textdokument erstellen? Lösung: exportieren Sie die Daten einfach in das universelle RTF-Format, das von jeder Textverarbeitung (auch von allen Winword-Versionen) einwandfrei eingelesen werden kann. Damit steht einer erfolgreichen Weiterbearbeitung von Bulletins, Schachzeitschriften usw. nichts mehr im Wege.
 
 
Druck und Bildschirmanzeige
In seltenen Fällen kann es nach der Installation von CA 5.1 zu Problemen mit der Bildschirmdarstellung von Diagrammen und den figurinen Fonts kommen. Nach dem Erststart werden zunächst die Schachdiagramme und die figurine Schachnotation noch korrekt angezeigt. Problem: beim zweiten Start des Programms erkennen Sie dagegen nur noch kryptische Sonderzeichen statt einer lesbaren Notation auf ihrem Monitor. Der Ausdruck funktioniert ebenfalls nicht mehr korrekt.
 
Um das Problem zu lösen, müssen Sie alle von CA 5.1 installierten Schriftfonts zu löschen. Klicken Sie auf den Start-Button und wählen EINSTELLUNGEN/SYSTEMSTEUERUNG/SCHRIFTARTEN. Im Schriftverwaltungsdialog müssen Sie folgende vier Schriften löschen:
a) CA Chess
b) CA Dialog 8
c) CA Dialog 10
d) ISDiagram
 
Auf der CD-Rom mit dem CA 5.1-Programm befindet sich ein Ordner mit der Bezeichnung FONTS. Die aufgeführten Schriften müssen mit dem oben beschriebenen Schriftverwaltungsdialog neu installiert und in das System eingebunden werden. Wählen Sie dazu in der Schriftenverwaltung aus dem Menü Datei die Funktion Neue Schriftart installieren. Daraufhin wird ein Dialogfenster mit der Bezeichnung Schriftarten hinzufügen eingeblendet. Geben Sie in dem Dateidialog den Pfad für die CA-CD mit dem entsprechenden Ordner Fonts an, die Schriften werden jetzt korrekt unter Windows eingebunden und die Darstellung funktioniert zukünftig einwandfrei.
 
Peter Schreiner
 
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