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Diagramm 21-2006
 
Diagramm 21 – 2006
Weiß fand hier einen eleganten Weg, das Problem mit seiner angegriffenen Dame zu lösen. Sie können es ihm sicher gleichtun?!
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Intensivkurs Taktik
Autor: George Renko, Preis: 49.90 DM
besprochen von Peter Schreiner - April 2000
 
Jedem aktiven Turnierspieler dürfte klar sein, dass die taktischen Fähigkeiten ganz entscheidend für die eigenen Erfolgsresultate sind. Gerade im Schach werden im Unterschied zu anderen Spielen taktische Fehler gnadenlos geahndet. Jeder Schachspieler hat das schon erlebt: man spielt eine strategisch wunderbar angelegte Partie wie aus einem Guss, übersieht eine taktische Möglichkeit des Gegners und schon ist die Partie trotz der bisherigen Überlegenheit verloren.
 
Gutes taktisches Können spielt offensichtlich beim Faktor Spielstärke im Schach eine bedeutend größere Rolle als gutes Positionsspiel oder ausgefeiltes Endspielkönnen. Man kann dies ganz deutlich bei der aktuellen Generation von Schachprogrammen erkennen, die trotz erheblicher strategischer Schwachstellen mit ihren taktischen Fähigkeiten in schöner Regelmäßigkeit Großmeister niederstrecken.
 
Die vorliegende CD-Rom des amerikanischen Schachtrainers George Renko befasst sich ausschließlich mit diesem komplexen Thema und versucht, anhand einer neuen Klassifikation die elementaren Motive der Taktik zu katalogisieren. Auf der CD-Rom befinden sich über 4000 Stellungen, die alle von einem Grundmotiv beherrscht werden: es gibt eine zwingende taktische Lösung des Stellungsproblems. Jede Stellung wird in Form von Trainingsaufgaben präsentiert.
 
Der Anwender muss also wie in einer praktischen Partie versuchen, die jeweilige Aufgabe selbständig in einem vorgegebenen Zeitrahmen zu lösen. Das System mit dem "Punktebonus" ist seit Jahren bereits bekannt und dient als Motivationshilfe für das selbständige Lösen der einzelnen Aufgaben. Dies macht gerade bei der Aneignung von taktischen Fähigkeiten Sinn; nur durch konstantes Üben und Trainieren wird der Blick für taktische Motive geschärft.
 
Die Stärke der vorliegenden CD-Rom liegt eindeutig in der neuen Systematisierung der zahlreichen Trainingsstellungen. Das Material ist dabei vorab in zwei Hauptgruppen aufgeteilt:
Direkte Methoden
Hier werden in insgesamt 1355 Beispielen hauptsächlich taktische Motive behandelt, die zum sofortigen Materialgewinn führten oder einen bedeutenden positionellen Vorteil als Resultat ergeben (z.B. Schachmatt, Doppelangriff, Gabel usw.). Die Untergliederung des Lernstoffs ist sehr fein durchstrukturiert und damit sehr übersichtlich.
 
Indirekte Methoden
Hier werden die Beispiele immer komplexer und schwieriger. Es werden vor allem die taktischen Motive aufgeführt, die quasi die Grundlage für die direkten Methoden vorbereiten. In diese Kategorie fallen z.B. bekannte taktische Motive wie Ab- und Hinlenkung, Unterbrechen von Linien, Linienöffnung usw.
Sehr gut hat mir die Strukturierung der Taktiksammlung gefallen. Die Datenbanken sind so eingerichtet, dass ein möglichst gutes Verständnis für das jeweilige und folgende Thema erzielt wird. Im Idealfall sollte die vorgeschlagene Reihenfolge des Autoren bei Abarbeitung der Beispiele eingehalten werden.
 
Für wen eignet sich diese CD-Rom? Der Schwierigkeitsgrad geht teilweise weit über das Verständnis von Anfängern hinaus und dürfte vor allem erfahrene Schachspieler ansprechen, die gezielt und schnell ihre taktischen Fähigkeiten verbessern wollen. Die CD ist auch für die Zusammenstellung von Unterrichtsmaterial und den Einsatz in Schachgruppen gut geeignet.
 
Noch ein Wort zu der Lesbarkeit der Daten. Man kann auf alle Daten ohne Einschränkungen mit Hilfe des ChessBase-Readers einsehen, der im Lieferumfang der CD enthalten ist. Beim Versuch, den Datenbanktext (nicht die Beispieldatenbanken!) mit ChessBase einzulesen, konnte ich keine Verknüpfungen im Datenbanktext erkennen und damit auch nicht direkt auf die Daten zugreifen.
 
Der Grund ist, dass für diese CD ein neuer Linktyp im Datenbanktext benutzt wird, der zu früheren CB-Versionen nicht kompatibel ist. Man muss also bei der Arbeit mit der CD entweder den mitgelieferten Reader benutzen oder das neueste Update für ChessBase (CBM 74 oder Download via www.chessbase.com) installieren. Dann werden die entsprechenden Links im Datenbanktext auch unter dem Datenbanksystem wieder korrekt angezeigt.
 
Peter Schreiner
 
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