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Diagramm 23-2006
 
Diagramm 23 – 2006
Schwarz hat zwei Bauern geopfert und steht nun vor der Frage, ob er sich auf e5 wieder einen zurück holen soll. Was meinen Sie?
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Study Database 2000
Autor: Harold van der Heiden, Preis: 99.90 DM
besprochen von Peter Schreiner - Januar 2001
 
Diese CD-Rom stellt für Liebhaber von Schachstudien einen echten Leckerbissen dar. Auf der CD-Rom befinden sich insgesamt 57 996 Schachstudien mit Endspielmotiven, die der renommierte Studienexperte Harold van der Heiden im Laufe seines bisherigen Sammlerlebens zusammengetragen hat. Bei der Sichtung des Materials wird schnell deutlich, dass die CD-Rom den zur Zeit wohl umfassendsten Überblick über sämtliche Endspielstudien bis zum heutigen Tag repräsentiert. Der Zugriff auf die Daten erfolgt im wesentlichen über zwei Hauptkriterien:
  1. Zugriff über zwei ausgeklügelte Themenschlüssel oder
  2. Zugriff über den Spielerindex, der quasi eine komplette Übersicht über die Autoren und Komponisten darstellt.
Namen wie Cheron, Stamma, Philidor, Kubbel usw. dürften auch dem Anhänger des "normalen" Partieschachs ein Begriff sein. Zusätzlich findet man auf der CD eine komplette Übersicht der Quellangaben. Das sich auch viele Weltmeister intensiv mit dieser Thematik beschäftigt haben, wird im Kapitel Studien der Weltmeister deutlich. Insbesondere Lasker, Euwe, Botwinnik und Smyslov haben sich immer wieder gerne mit Endspielstudien beschäftigt und nach eigener Aussage wertvolle Inspirationen für das eigene Schachverständnis gewonnen.
 
Lasker 1890 Eine der schönsten Studien zu diesem Thema stammt von Emanuel Lasker und wurde im Jahr 1890 veröffentlicht:
 
Weiß ist am Zug und gewinnt forciert nach 1.Kb7 Tb2+ 2.Ka7 Tc2 3.Th5+ Ka4! 4.Kb7 Tb2+ 5.Ka6 Tc2 6.Th4+ Ka3 7.Kb6 Tb2+ 8.Ka5 Tc2 9.Th3+ Ka2 10.Txh2 1-0. Ein wunderschönes geometrisches Motiv!
 
Natürlich standen den alten Meistern keine Endspieldatenbanken und Schachprogramme zur Verfügung und so wundert es nicht, dass sich im nachhinein in zahlreichen Studien Fehler und Ungenauigkeiten nachweisen lassen. Ein Beispiel: Stamma, 1792
 
Stamma 1792 Laut Stamma ein forciertes Matt in sieben Zügen. Fritz 6 besteht aber auf einem Matt in elf Zügen. Wer hat recht? 1.La1 Kxa1 2.Kc2 b5 3.c6 b4 4.c7 b3+ 5.Kxb3 Kb1 6.c8D a1D (6...a1S+ diese Unterverwandlung in einen Springer mit Schachgebot hatte Stamma nicht berücksichtigt. Dadurch wird das Matt herausgezögert: 7.Kc3 Sc2 8.Db7+ Sb4 9.Dxb4+ Kc1 10.Db2+ Kd1 11.Dd2 matt) 7.Dc2 matt
 
Wer selber schon einmal Stellungen oder Partien mit ChessBase erfasst hat, der weiß den geleisteten Arbeitsaufwand bei der Erfassung der Daten genau einzuschätzen. Zu jeder Stellung findet man die vom Autor angegebene Hauptvariante und in zahlreichen Beispielen Kommentare! Ich möchte nicht wissen, wie viel Zeit für die Erfassung der einzelnen Studien draufgegangen ist; wahrscheinlich mehrere Jahre. Alleine aus diesem Grund ist der Preis von 100,- DM als sehr niedrig anzusehen.
 
Noch ein Wort zu der Lesbarkeit der Daten. ChessBase liefert die Endspieldatenbank sowohl im relativ neuen CBH-Format als auch im älteren CBF-Format aus. Dies bedeutet, dass man die Daten mit jedem Programm einlesen kann, das mit einem der beiden Formate kompatibel ist. Die CD enthält keinerlei Multi-Media-Komponenten wie Videos, Grafiken, usw. und beschränkt sich bei der Kommentierung auf Varianten und Text. Da das CBH-Format seine Stärken vor allem in der Integration von Multi-Media hat, kann man die Datenbank weitgehend auch mit externen Programmen wie z.B. Shredder oder Chess Genius einlesen. Vorteilhafter ist natürlich der Einsatz von Fritz 5.32/6.0 oder ChessBase, da man mit diesen Programmen auch auf die integrierten Schlüssel und Datenbanktexte zugreifen kann. Für Liebhaber von Endspielstudien führt an der vorliegende CD-Rom kein Weg vorbei.
Ein zwingendes Muss für diese Zielgruppe!
 
Peter Schreiner
 
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