Im Idealfall sollte man immer einen Zug ausführen, der einem Ziel oder Plan dient. Analysiert man Partien starker Schachspieler, stellt man fest, dass Meisterspieler niemals einen Zug ohne konkreten Grund ausspielen. Planloses Spiel, Zeitverluste oder planloses Lavieren kommt in Partien von starken Spielern äußerst selten vor und die partieentscheidenden Fehler sind in Ihren Nuancen für den Amateur häufig nur schwer wahrnehmbar.
Trifft man auf starke Gegner, kann eine noch so unscheinbare Ungenauigkeit bereits partieentscheidend sein und wird in der Regel konsequent bestraft. Üblicherweise beginnt das Erlernen der Schachtaktik unmittelbar mit der Kombination. Bei der Analyse selbst elementarer Kombinationen zeigt sich, dass diese in all ihren Komponenten ein äußerst komplexer Mechanismus ist. Besonders effizient sind die Kombinationen, bei der jeder einzelne Zug eine direkte Drohung beinhaltet und auf einer der elementaren Taktikmethoden basiert.
Liebhaber von Kombinationen heben immer wieder den ästhetischen Aspekt hervor, speziell bei Opfern, die einen überraschenden Effekt erzielen. Betrachten Sie einmal eines Ihrer Schachbücher mit ausführlich kommentierten Partien. Natürlich werden sauber geführte Endspiele oder gediegene strategische Pläne vom Kommentator gelobt und hervorgehoben, richtige Euphorie tritt aber meistens erst dann auf, wenn eine besonders schöne Kombination oder eine überraschende Wendung in der Partie auftritt.
Besonders schwierig sind Kombinationen aufzuspüren, die sich aus Zügen zusammensetzen, die gleichzeitig zwei, drei oder manchmal sogar noch mehr taktische Motive enthalten. Kombinationen, die mit von diesem Merkmal geprägt sind, bezeichnet Autor Georg Renko als Killerzüge.
Auf der CD-Rom findet man neben dem Einleitungstext eine nach Schwierigkeitsgrad abgestufte Sammlung von annähernd 1600 Kombinationen. Motto: vom Einfachen hin zum Komplizierten. Fast alle Teststellungen werden in Form von Trainingsfragen präsentiert. Nach dem Laden einer Position muss der Anwender zuerst einmal versuchen, das konkrete Stellungsproblem selbständig mit mitlaufender Schachuhr zu lösen. Nachstehend zwei schöne Beispiele von der CD:





