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Diagramm 23-2006
 
Diagramm 23 – 2006
Schwarz hat zwei Bauern geopfert und steht nun vor der Frage, ob er sich auf e5 wieder einen zurück holen soll. Was meinen Sie?
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Eröffnungslexikon 2004
von ChessBase, Preis: 99.90 Euro, ISBN: 3-935602-91-x
besprochen von Peter Schreiner - Dezember 2003
 
Eröffnungstheorie ist für fast alle aktiven Schachspieler ein Thema, mit dem sie sich andauernd beschäftigen. Der Grund dafür ist klar. In der Eröffnung wird die Weichenstellung für den weiteren Verlauf der Partie vorgenommen. Alle aktiven Spieler feilen daher ununterbrochen an ihrem Repertoire und beschäftigen sich mit der Theorie. In der Regel hat jeder Spieler die entsprechenden Abhandlungen zur Hand oder auf dem PC, die sich mit seinem persönlichen Repertoire beschäftigen.
 
Trotzdem benötigt man immer wieder einmal ein universelles Nachschlagewerk, das Hinweise und repräsentative Theorie zu Systemen enthält, die nicht zum eigenen Repertoire passen. Ein kompaktes Nachschlagewerk ist das Eröffnungslexikon 2004 von ChessBase. Auf zwei CD-ROMs findet man eine riesige Datenbank mit einer vollständigen Darstellung der bekannten Eröffnungstheorie.
 
Bereits bei der ersten Sichtung der Inhalte treten die Vorzüge des Produktes zutage. Varianten und Vergleichspartien findet man wesentlich schneller als in jedem Schachbuch, zum anderen kann man das Lexikon jederzeit mit zu einem Turnier oder zum Schachunterricht mitnehmen. Die Aufbereitung der Daten wurde nach dem bewährten Klassifikationsschema des ECO-Standards vorgenommen. Dies bedeutet, dass zu jedem der insgesamt 500 Themenkomplexe detaillierte Eröffnungsübersichten und Zusammenfassungen der Hauptvarianten angeboten werden.
 
Damit eignet sich die CD ideal als umfassendes Nachschlagewerk und Hilfe für das Eröffnungstraining. Als Lesewerkzeug wird der Besitz eines der aktuellen Schachprogramme von ChessBase (z.B. Fritz oder Shredder) oder des Datenbankprogramms ChessBase 7/8 vorausgesetzt. Ein Leseprogramm wird im Unterschied zu den anderen hier vorgestellten CDs nicht mitgeliefert.
 
 
Die Übersichten (Surveys)
Am Anfang der Partienliste befinden sich die sogenannten Surveys, insgesamt 3251 Eröffnungsübersichten. Für jede Klassifikation nach dem Schema der Enzyklopädie der Schacheröffnungen (ECO) wird eine Übersicht, sprich Zusammenfassung der theoretisch wichtigsten Hauptabspiele, geboten. Die Surveys ermöglichen einen optimalen Einstieg in eine Eröffnung, da dem Anwender für die Charakterisierung des jeweiligen Systems wichtige Partien mit Varianten und Kommentaren kompakt angeboten werden.
 
Jede Eröffnungsübersicht wurde von einem Spezialisten der jeweiligen Eröffnung zusammengestellt. Namhafte Großmeister, wie z.B. Nunn, Ftacnik, Hansen, Ribli, Knaak, Dautov usw. bürgen für Qualität bei der Zusammenstellung der Übersichten sowie der Kommentierung der Partien.
 
Das Handling mit Hilfe des Schachprogramms beziehungsweise der Schachdatenbank bietet ebenfalls nur Vorzüge gegenüber dem klassischen Training mit Schachbrett und Schachbuch. Man findet die gewünschten Informationen viel schneller und kann vor allem die Informationen in Varianten und Untervarianten viel effizienter erfassen. Eine weitere hochinteressante Trainingsmöglichkeit ergibt sich, wenn man mit einem der aktuellen Schachprogramme von ChessBase arbeitet.
 
Die Datenbank liegt auf CD 2 gleichzeitig in Form eines Positionsbaums vor, der von den Schachprogrammen als Eröffnungsbibliothek genutzt wird. Sie können Sie auf diese Weise die frisch erworbenen Kenntnisse direkt in einer praktischen Partie ausprobieren, sehr gut! Das Konzept des in Fritz und ChessBase implementierten Positionsbaums wurde von uns bereits mehrfach besprochen. Sie bekommen zu jeder Stellung vielfältige statistische Informationsanzeigen über die Erfolgsaussichten bestimmter Fortsetzungen.
 
Zusätzlich existiert eine direkte Verknüpfung zwischen der Datenbank und dem Positionsbaum. Dies bedeutet, dass man sich jederzeit zu einer interessanten Stellung entsprechende Vergleichspartien heraussuchen kann und anhand der typischen Fortsetzungen ein besseres Verständnis für die Feinheiten eines bestimmten Systems gewinnt.
 
 
Die Datenbank
Auf der CD-Rom befinden sich über 1,8 Millionen Partien, darunter über 68 000 (!) mit Kommentaren. Alle Partien sind sehr sauber aufbereitet und in exzellenter Qualität. Dies bedeutet, dass sämtliche Partien fein säuberlich mit einem Eröffnungsschlüssel klassifiziert und die Schreibweisen für Spieler, Turniere, usw. vereinheitlicht sind. In Verbindung mit den Eröffnungsübersichten, den vielen kommentierten Partien und den Repertoirevorschlägen finden Sie sehr schnell zu jeder Variante entsprechende Beispielpartien und können direkt mit dem Eröffnungsstudium beginnen.
 
Wenn Sie eine Partie geladen haben, sollten Sie z.B. häufig von dem Hotkey "STRG-C" Gebrauch machen. Damit rufen Sie direkt den entsprechenden Eröffnungsschlüssel und weitere Beispielpartien auf. Mit Hilfe von "Shift-F6" kann man mit dem Datenbankprogramm Neuerungen suchen. Bei einer geladenen Partie sucht die Datenbank Partien, die der bereits geladenen Partie am ähnlichsten sind. Kehrt man zu der Ursprungspartie zurück, steht auf dem Brett die Position vor dem neuen Zug. Einfacher kann man sich kaum noch über aktuelle Trends und Entwicklungen in Eröffnungssystemen informieren.
 
 
Fazit
Das Eröffnungslexikon kostet 99.90 Euro. Dafür erhält man eine vollständige Darstellung aller Eröffnungsgebiete mit mehr als 68 000 kommentierten und über 1,8 Millionen unkommentierten Partien. Ein mehr als adäquater Gegenwert, wenn man noch berücksichtigt, dass die Daten auf beiden CDs durchweg von führenden Spezialisten bearbeitet wurden. Die CD ist als schnelles Nachschlagewerk für den Aufbau eines eigenen Eröffnungsrepertoires genauso gut geeignet wie für Fernschachspieler, die sich permanent mit Eröffnungstheorie beschäftigen müssen.
 
Wie bereits zuvor erwähnt, muss der Interessent nicht unbedingt das Datenbankprogramm ChessBase besitzen, um mit der CD gut arbeiten zu können. Mit Fritz, Shredder & Co kann man die Inhalte der Datenbank und des Positionsbaums einwandfrei einlesen und über die Klassifikation auf alle Inhalte zugreifen.
 
Peter Schreiner
 
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