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Diagramm 19-2006
 
Diagramm 19 – 2006
Die schwarzen Figuren stehen äußerst aktiv. Nun gilt es loszuschlagen. Haben Sie eine Idee, wie Schwarz seinen Gegner zur Aufgabe zwang?
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Rochade-EuropaPeter Schreiner
 
 
Holländisch A90-A99
Autor: Boris Schipkov, Preis: 24.99 Euro
besprochen von Peter Schreiner - Dezember 2002
 
Die holländische Verteidigung 1.d4 f5 zählt zu den asymmetrischen Eröffnungen; es ergeben sich meist komplizierte Stellungen. Im Gegensatz zu verschiedenen Systemen im Damengambit kann Weiß nicht in langweilige Abtauschvarianten abwickeln oder frühzeitigen Damentausch herbeiführen, um früh ein Endspiel anzustreben. Auch fällt es dem Anziehenden schwer, in der Eröffnung schnell zum Remis abzuwickeln. Daher bietet sich die holländische Verteidigung gerade in Situationen an, in denen man als Schwarzer auf Gewinn spielen muss, oder gegen einen Gegner antritt, von dem bekannt ist, dass er trockene Endspiele bevorzugt.
 
Holländisch ist eine Eröffnung für Spieler mit großem Kampfgeist und gutem Positionsverständnis. Einen Gesichtspunkt sollte man unbedingt beachten: der Sieg hängt hier meist davon ab, wie gut der Spieler die strategischen Notwendigkeiten versteht. Der Spieler und Theoretiker Elias Stein (1748-1812) schrieb als erster eine Abhandlung über die Eröffnungszüge 1.d4 f5, die 1789 in Holland erschien. In der Folge erhielt diese Eröffnung daher den Namen Holländische Verteidigung.
 
Aktuelle Verfechter der holländischen Verteidigung, die unter dem Abschnitt A90 bis A99 in der Enzyklopädie der Eröffnungen zu finden ist, sind unter anderen: Sergey Dolmatov, Artur Jussupow, Viktor Moskalenko, Igor Naumkin, Predrag Nikolic, Teimour Radjabov, Eckhard Schmittdiel, Nigel Short, Mikhail Ulibin und Anatoli Vaisser. Viele Ideen für Weiß und Schwarz entstammen Partien von Schachgrößen wie Alexander Aljechin, Mikhail Botvinnik, Alexander Iljin-Genewski, David Bronstein, Tigran Petrosian, Bent Larsen, Samuel Reshevsky und anderen.
 
Grundstellung A90-A99Das vorliegenden Werk behandelt die Varianten A90 bis A99 nach den Zügen 1.d4 f5 2.c4 Sf6 3.g3 e6 (siehe Diagramm). Neben dem Stonewall 4...d5 betrifft dies vor allem die Iljin-Genewski-Variante, die Aljechin-Variante sowie die Variante mit 4...Lb4+, usw. Der Stonewall präsentiert das solideste System in der holländischen Verteidigung. Grundsätzlich wählt der Nachziehende zwischen der modernen Form des Stonewall 5...c6 6.0-0 Ld6 und dem klassischen System 5...Le7 6.0-0 0-0. Der Stonewall erinnert etwas an eine mittelalterliche Festung, die nur sehr schwer einzunehmen ist. Dieses System bezieht seinen Reiz vor allem dadurch, dass jederzeit ein Gegenangriff mit vernichtender Wucht geführt werden kann. Das Material ist in folgende 17 Kapitel untergliedert:
  • Einführung in den Stonewall
  • Strategische Grundlagen
  • Der moderne Stonewall I
  • Der moderne Stonewall II - die Variante 7.b3
  • Die Variante 4...Lb4+
  • Die Varianten 4.Lg2 c6 5.Sh3 und 4...d5 5.Sh3
  • Seltene Abspiele nach 4...Le7
  • Die Aljechin-Variante
  • Das klassische System I
  • Das klassische System II
  • Das Klassische System III Variante 8.La3
  • Das klassische System IV Variante 7.Sc3 c6
  • Iljin-Genewski-Variante I
  • Iljin-Genewski-Variante II 7...De8
  • Iljin-Genewski-Variante III 8.Dc2
  • Iljin-Genewski-Variante IV 8.b3
  • Der Stonewall in der holländischen Verteidigung - Fazit
Anhand von 57 mit Anmerkungen versehenen Modellpartien wird der Lernstoff vertieft. Eine Trainingsdatenbank mit 20 Trainingspartien und 70 integrierten Fragen, sowie ein Variantenbaum runden das Erlernte ab. Die eigentliche Hauptdatenbank umfasst fast 14.500 Partien zum Holländer. Zu jedem Kapitel findet man vorab einen Datenbanktext mit einer ausführlichen Beschreibung der strategischen Feinheiten des jeweiligen Systems. Bei den Texten sind - wie bei allen Trainings-CDs - direkte Links zu den illustrierenden Partien integriert.
 
Nach dem Laden einer Partie innerhalb des Brettfensters werden komplexere Konstellationen mit Hilfe von grafischen Markierungen auf dem Schachbrett illustriert. Neben der durchweg überzeugenden Kommentierung und den anschaulichen Einleitungstexten bietet die Datenbank eine umfassende Klassifizierung der den einzelnen Eröffnungsvarianten und Untersysteme. Im Großen und Ganzen folgte der Autor bei der Konzeption dieser Trainings-CD dem bewährten Konzept von ChessBase. Nach Abarbeitung der einzelnen Kapitel sollte man sich unbedingt mit der Trainingsdatenbank beschäftigen, die durch geschickte Auswahl der kritischen Partiemomente den Anwender bei der Vertiefung des erlernten Wissens nachhaltig unterstützt.
 
Der mitgelieferte Positionsbaum zeigt nicht nur umfassende Statistiken zur Güte einzelner Fortsetzungen an, sondern kann auch unter den aktuellen Schachprogrammen von ChessBase als Eröffnungsbibliothek eingesetzt werden. Damit steht einem praktischen Training gegen einen spielstarken Gegner nichts mehr im Weg. Eine weitere nützliche Hilfe, um das erlernte Wissen zu vertiefen. Konzeptionell richtet sich diese CD vor allem an Vereinspieler, die diese Eröffnung in allen Feinheiten verstehen und in ihr Eröffnungsrepertoire aufnehmen wollen. Die vorliegende CD bietet alle Voraussetzungen dafür, sich die Feinheiten schnell anzueignen und das System erfolgreich in der Praxis anzuwenden.
 
Der Autor ging bei der Zusammenstellung übrigens bemerkenswert objektiv vor. Die Analysen beleuchten viele Stellungsprobleme nicht nur einseitig aus der Sicht des Nachziehenden. Wer als Anziehender 1.d4 bevorzugt und mit Holländisch rechnen muss, dürfte ebenfalls bestens für künftige Partien mit Holländisch gerüstet sein. Noch ein Wort zu den Systemvoraussetzungen. Es ist keinerlei Zusatzsoftware notwendig, um die Inhalte der CD einzulesen. Im Lieferumfang des Programm befindet sich ein Leseprogramm auf Basis von ChessBase 7, mit dem man alle Inhalte der CD-ROM studieren kann.
 
Peter Schreiner
 
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