Neues vom Fritz-Server

von Peter Schreiner - März + Mai 2005

Privates Training / Übertragungen auf Schach.de

Auf Schach.de gibt es die Möglichkeit, Training und Analysen mit einem beschränktem Teilnehmerkreis durchzuführen. Dies macht z.B. Sinn, wenn man eine Partie oder Position nur mit bestimmten Partnern ohne unerwünschte Zuschauer durchführen möchte. Für die Übertragung von Partien stehen auf Schach.de die beiden Räume Übertragungen und Training & Unterricht zur Verfügung. Nachdem man den gewünschten Raum ausgewählt hat, startet 'Datei - Neu - Übertragung' das Brettfenster. Auf dem Brett kann man Züge für beiden Seiten eingeben und gegenseitig die Kontrolle über die Bretteingabe / Analyse übergeben.

Die Option 'Privates Training' erlaubt es, dass nur bestimmte Spieler der Partieanalyse folgen können. Nach dem Start der Übertragung werden die Spieler, die der Analyse beiwohnen sollen, mit einem Rechtsklick auf den Spielernamen und der entsprechenden Funktion aus dem Kontextmenü zur Analyse eingeladen. Nur diese Spieler können der Analyse folgen, bzw. einsehen. Private Übertragungen sind nur für registrierte Mitglieder mit dem Rang Springer oder höher möglich.

Das Übertragen von Partien, die bereits in einer Datenbank gespeichert sind, ist mit besonders wenig Aufwand verbunden, da das Programm die Partie automatisch vorführen kann. Über 'Datei - Öffnen' wählt man die Datenbank aus und lädt die vorzuführende Partie aus der Liste. Im Brettfenster startet dann 'Partie - Partie vorführen' die Vorführung der Partie. Über 'Partie - Lebensdauer' legt man fest, wie lange die Partie noch auf dem Server stehen bleibt und von anderen Anwendern nachträglich nachgespielt werden kann.

Die Freundliste auf Schach.de

Auf Schach.de besteht die Möglichkeit, bestimmte Anwender als »Freund« zu kennzeichnen. Die Einträge für die Freundliste wird unter 'Bearbeiten - Freundliste bearbeiten' vorgenommen. Falls sich ein Spieler mit dieser Kennung auf Schach.de einloggt, werden Sie mit einem kurzen akustischen Signal darauf aufmerksam gemacht, zusätzlich wird ein Meldung im Chatfenster angezeigt.

Den entgegengesetzten Effekt erreicht man, wenn man einen Teilnehmer in der Liste unter »Ignorieren« einträgt. Alle Ansprachen oder Herausforderungen solcher Teilnehmer werden ohne Rückmeldung vom Programm herausgefiltert. Klickt man in der Spielerliste auf den Spalteneintrag »Beziehung«, werden alle Freunde quasi in einem Block aufgelistet. Markiert man alle Einträge mittels STRG-Mausklick, bzw. Umschalt-Mausklick, kann man direkt alle Freunde auf Schach.de über Chat ansprechen.

Die Einträge der Freundliste werden nicht auf dem Server, sondern lokal auf der Festplatte des Anwenders in der Datei 'Friends.ini' gespeichert. Der Client in den aktuellen Versionen von Fritz 8 und ChessBase 9 greift gemeinsam auf die Einstellungen der Friends.ini zu. Aus diesem Grund befindet sich die Konfigurationsdatei unter dem Pfad C:/Windows/Anwendungsdaten/ChessBase/Client/. Wenn Sie sich sowohl mit CB 9 als auch mit dem in Fritz integrierten Client auf Schach.de einloggen und mit Fritz 8 eine umfangreiche Freundliste erstellt haben, kann man diese auch unter CB 9 nutzen, wenn man sie in den zuvor angegebenen Pfad kopiert.

Farbverteilung auf Schach.de

Die Zuteilung der Farbverteilung für die Partien auf Schach.de wird serverseitig vorgenommen. Der Server teilt die Farbverteilung für jeden Teilnehmer automatisch zu, diese Vorgaben können bei Wertungspartien nicht vom Anwender geändert werden. Anders sieht es bei Freundschaftspartien aus. Nehmen wir an, Sie möchten auf Schach.de mit einem Freund einige Trainingspartien immer mit der gleichen Farbe spielen. In dem Dialog für die Herausforderungen kann man bei Freundschaftspartien die Vorgaben Automatisch, Weiß und Schwarz einstellen.

Diese Option eignet sich auch ideal zum Spielen von Themapartien. Der Herausforderer kann eine beliebige Zugfolge oder Partie an den Partner schicken. Zum Senden der Eröffnungszüge aktiviert man 'Eröffnungszüge senden'. Die Züge können direkt auf dem Brett eingegeben werden oder per Menü 'Partie - Partie laden' aus einer vordefinierten Datenbank kommen. Sobald das Laden abgeschlossen ist, startet man unter 'Partie - Partie beginnen'. Beim Gegner erscheint eine entsprechende Meldung und die Trainingspartie kann losgehen.

Wie findet man den richtigen Provider für Schach.de?

Schachspielen über das Internet wird immer beliebter. Die Möglichkeit, ohne Termindruck jederzeit spielen und analysieren zu können, überzeugt auch Anwender, die bisher nicht viel mit dem Internet zu tun haben wollten. Häufig wird bei uns im Support angefragt, wie hoch der Datentransfer bei täglicher Nutzung von Schach.de ist. In Anbetracht der unterschiedlichsten Tarifangebote ist dies für viele Schachspieler ein wichtiges Entscheidungskriterium für einen Provider. Die Höhe des Datenvolumens kann nicht genau spezifiziert werden, da sie sehr stark von der individuellen Nutzung des Anwenders abhängt. Das Datenvolumen beim reinen Spielen ist aber sehr gering. Falls man das Internet in erster Linie für das Surfen und Spielen auf Schach.de nutzt und keine größeren Downloads durchführt, dürfte man mit einem Datenvolumen von 1 GB auf der sicheren Seite sein.

Es gibt unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten zum Internet. Am einfachsten ist das sogenannte Internet-by-Call Verfahren. Dabei wählt man sich über einen Anbieter nach eigener Wahl ein. Es wird keine monatliche Grundgebühr berechnet, sondern »nur« die Verbindungszeit. Viele Provider berechnen neben der Onlinezeit noch eine Einwahlgebühr, die jedes Mal fällig wird, wenn man sich mit dem Internet verbindet. Die Onlineverbindung wird also in diesem Modell nach Zeit berechnet, für Vielsurfer ist daher eine Flatrate interessanter. Das Prinzip der Flatrate ist schlüssig: Für einen bestimmten monatlichen Betrag kann man ohne Begrenzungen surfen. Eine Flatrate wird von der Telekom ausschließlich für DSL angeboten, das leider nicht überall verfügbar ist. Mit einem analogen oder ISDN-Anschluss werden Flatrates nur von einigen alternativen Anbietern bereit gestellt.

Kompliziert wird die Entscheidung für ein Flatrate-Modell durch die sogenannten Zeit- und Volumentarife. Dem Kunden wird für einen festen monatlichen Preis ein bestimmtes Kontingent an Zeit oder Datenvolumen angeboten. Wird das Kontingent überschritten, muss er für jede weitere Minute oder beim Volumentarif für jedes weitere Megabyte extra zahlen.

Wenn Sie sich für einen Zeittarif entscheiden, wird nur die Onlinezeit berechnet. Der Nutzer bekommt hier ein bestimmtes Kontingent an Zeit, das bereits in der Grundgebühr enthalten ist. Zur Zeit sind Angebote mit 20-100 Freistunden üblich. Das ist gut kalkulierbar, im Schnitt liegt die monatliche Grundgebühr dabei deutlich unter dem Preis für eine Flatrate mit unbegrenztem Zugang. Wenn das Internet für gelegentliches Surfen, Email und 1-2 Stunden Schachserver genutzt werden soll, kann man mit diesem Modell die anfallenden monatlichen Kosten wohl am besten kontrollieren.

Die Volumentarife bieten den Vorteil, dass man so lange online bleiben kann, wie man will. Der entscheidende Faktor ist hier das Datenvolumen, welches übertragen wird. In der Grundgebühr ist bereits ein Datenvolumen enthalten. Bei der Entscheidung für dieses Tarifmodell muss man darauf achten, dass sowohl gesendete als auch empfangene Daten in die Berechnung des Datenvolumens einfließen. Das wird besonders bei schnellen Breitbandzugängen unterschätzt. Jedes weitere Megabyte über dem in der Grundgebühr enthaltenen Kontingent wird berechnet und die Rechnung kann dann deutlich höher ausfallen, als erwartet.

Tipp: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Bei beiden Tarifmodellen sollte man unbedingt eine spezielle Software zur Protokollierung der Onlinezeit, bzw. des Datenvolumens einsetzen.

Peter Schreiner

ChessBasePeter Schreiner