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Diagramm 23-2006
 
Diagramm 23 – 2006
Schwarz hat zwei Bauern geopfert und steht nun vor der Frage, ob er sich auf e5 wieder einen zurück holen soll. Was meinen Sie?
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zu www.chessbase.dePeter Schreiner
 
 
Das neue Analysebrett
von Peter Schreiner - Januar 2002
 
Fritz 7 und die CB-Version von Shredder 6 bieten dem Anwender im wesentlichen die gleiche Benutzeroberfläche und natürlich die Zugangsberechtigung zum Fritz7-Schachserver. Recht häufig erreichen die Redaktion Anfragen unserer Leser einem speziellen, brandneuen Feature der beiden Programme. Konkret geht es um das brandneue Analysebrett, das Sie unter Fenster-Fensterflächen-Analysebrett oder dem Hotkey Strg+Alt+A hinzuschalten können.
 
Der Bezeichnung ist schon einmal ein Indiz dafür, dass man dieses Brett zur Analyse einsetzen kann. Nur: mit den bisherigen Fritz-Versionen konnte man bereits hervorragend analysieren und die Varianten mit einem Klick in die Notation übernehmen. Wozu soll dieses Analysebrett denn gut sein? Am einfachsten erschließt sich dem Anwender die Bedeutung des Analysebrettes, wenn man sich das Analysebrett als eine Art Taschenschach vorstellt. Stellen Sie sich vor, Sie besuchen ein gut besetztes GM-Turnier und versuchen, dem Geschehen auf den Brettern zu folgen. Was tun Sie in Ermanglung mangelnder Rechenfähigkeiten?
 
Richtig, Sie nehmen ein Taschenschach oder noch lieber einen Pocket Fritz zu Hilfe, um kritische Varianten auf dem Taschenschach nachzuvollziehen. Das ist natürlich auch am PC problemlos möglich, aber ab und an möchten Sie die Möglichkeit haben, die Endposition einer Variante mit der realen Position auf dem Hauptbrett direkt ohne Vor- und Rückspielen in der Notation zu vergleichen.
 
Mit Hilfe des neuen Analysebrettes in Fritz7/Shredder6 ist das jetzt problemlos möglich. Nachdem Sie das Analysebrett zugeschaltet haben, stellen Sie fest, dass es in der Grundeinstellung etwas kleiner als das reguläre Schachbrett dargestellt wird und sich einige Funktionsbuttons am unteren Rand des Analysebrettes befinden:
Funktionsbuttons
Entscheidend für ein besseres Verständnis des Features ist jetzt die Tatsache, dass Sie auf dem Analysebrett Züge ausführen können, ohne das davon die Stellung auf dem Hauptbrett berührt wird. Es ist sehr wichtig, dieses Prinzip zu verstehen. Wenn Sie in unserem Beispiel auf dem Taschenschach eine Variante analysieren, wird davon das Geschehen auf dem Hauptbrett, also der imaginären GM-Partie, ja auch nicht berührt. Bei einer tieferen Variante oder mehrfachem Ausprobieren würde es mit der "klassischen Methode" häufig vorkommen, dass man Probleme mit der Rekonstruktion der Ausgangstellung hat.
 
Mit dem digitalen Analysebrett von Fritz7/Shredder6 gestaltet sich diese Form der Analyse bedeutend einfacher, der direkte Vergleich zwischen Ausgangs- und Variantenstellung ist auf einen Blick möglich. Wie auf einem Taschenschach kann man die Züge auf dem Analysebrett eingeben. Probieren Sie dies einmal aus, nachdem Sie eine beliebige Partie in das Brettfenster geladen haben. Aktivieren Sie das Analysefenster mit Strg+Alt+A. Wenn Sie jetzt auf dem "Taschenschach" einen Alternativzug ausprobieren, erscheint der Dialog Neuen Zug eingeben.
 
An dieser Stelle muss geklärt werden, welche Bedeutung die fünf Optionen in dem Dialog haben.
  • Neue Variante
    Diese Option werden Sie in der Regel besonders häufig wahrnehmen. Dies startet auf dem Analysebrett eine neue Variante mit dem zuvor eingegebenen Zug.
  • Neue Hauptvariante
    Der auf dem Analysebrett ausgeführte Zug wird als Hauptvariante übernommen, während die aktuelle Notation in den Rang einer Variante abgestuft wird.
  • Überschreiben
    Damit wird der aktuelle Zug überschrieben und alle Nachfolger gelöscht.
  • Einfügen
    Diese Option funktioniert im Prinzip genau wie "Überschreiben" wie dem Unterschied, dass legale Nachfolgezüge nicht gelöscht, bzw. abgeschnitten werden.
  • Abbrechen
    Damit wird die Eingabe eines Zuges rückgängig gemacht.
Man kann nun beliebig viele Varianten und Analysen auf dem Analysebrett eingeben. Wenn Sie das Analysebrett schließen, stellen Sie fest, dass die Varianten nicht in die Notation der Hauptpartie übernommen wurden. Sobald Sie das Analysebrett wieder öffnen, sind die Varianten auf einmal wieder da. Dies gilt, solange Sie keine neue Partie im Brettfenster geladen haben. Gelegentlich werden Sie den Wunsch haben, die Varianten in die Hauptnotation zu übernehmen. Das ist natürlich zu realisieren, schauen wir uns zuerst einmal die Funktionsbuttons unterhalb des Analysebrettes an:
  • Start
    Mit Hilfe des Buttons Start wird das Analysebrett aktiviert und die aktuelle Brettstellung auf das "Taschenschach" übertragen.
  • Stopp
    Damit löschen Sie den Inhalt des Analysebrettes und kehren zum Hauptbrett mit der ursprünglichen Partienotation zurück. Alle bisher im Analysebrett eingegebenen Züge werden nicht mehr in der Notation angezeigt. Wenn Sie wieder auf Start klicken, wird die Analysenotation auf einmal wieder eingeblendet. Dabei gilt es darauf zu achten, das nach dem Laden einer neuen Partie und der späteren Rückkehr zu der Originalpartie die Variantenzüge verloren sind, auch wenn Sie erneut auf Start klicken.
  • ? Synchron
    Mit dieser Funktion synchronisieren Sie automatisch die Position auf dem Haupt- und dem Analysebrett. Falls Sie z.B. eine langzügige Variante eingegeben und schnell zur Hauptnotation zurück wollen, genügt ein Klick auf diesen Button. Die aktuelle Position vom Hauptbrett wird zum Taschenschach kopiert und der Zug der Hauptvariante wird in der Notation inversiv angezeigt.
  • Kopieren
    Falls Sie eine kommentierte Partie geladen haben, können Sie mit diesem Befehl die komplette Hauptnotation inkl. der Analysen in die Notation des Analysefensters übertragen, bevor Sie einen Zug auf dem Analysebrett eingegeben haben. Sie merken das daran, dass das normale Notationsfenster mit dem des Analysefensters ersetzt wird. Alle Varianten und Kommentare der Hauptpartie werden dabei übernommen.
  • ! Ziehen
    Damit aktivieren Sie den Rechenvorgang der zuletzt aktiven Schachengine. Im Enginefenster befindet sich am oberen Rand der kleine Button Zieh. Wenn Sie den anklicken, wird der von der Engine favorisierte Zug ausgeführt. Damit steht also auch uneingeschränkte Unterstützung durch eine Schachengine bei der Arbeit mit dem Taschenschach zur Verfügung.
  • X Schließen
    Diese Funktion ist leicht verständlich. Das Analysebrett, sprich unser Taschenschach, wird einfach wieder eingepackt.
Achten Sie darauf, dass Sie neue Analysen oder Varianten explizit in der Datenbank speichern oder ersetzen müssen, bevor Sie eine neue Partie laden. Sonst gehen die bis dahin nur temporär vorhandenen Analysen verloren. Wenn Sie sich häufig auf dem F7-Schachserver tummeln, können Sie das Analysebrett natürlich auch als Taschenschach benutzen, wenn Sie Partien zwischen sehr starken Spielern mitverfolgen.
 
Peter Schreiner
 
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