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Diagramm 20-2006
 
Diagramm 20 – 2006
Die Stellung sieht auf den ersten Blick harmlos aus. Aber Schwarz am Zuge fand eine hübsche Kombination und stellte die Weichen auf Sieg.
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zu www.chessbase.dePeter Schreiner
 
 
Die Druckfunktionen
von Peter Schreiner - April 2002
 
 
Die Druckeinstellungen
Mit ChessBase 8 und Fritz 6/7 können Sie in vielfältiger Weise drucken. Alle Einstellungen für den Ausdruck werden in den ChessBase-Programmen über einen zentralen Dialog vorgenommen. Unter Fritz 7 erreichen Sie diesen Dialog über Datei - Druck - Seite einrichten, in ChessBase 8 steht diese Option ebenfalls im Menü Druck - Seite einrichten zur Verfügung.
Menü zu den Druckeinstellungen
Menü zu den Druckeinstellungen
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, über die Druckereinstellungen den Ausdruck zu kontrollieren. Unter ChessBase 8 ist das z.B. der Eintrag Druck/Druckereinrichtung, unter Fritz 7 steht diese Möglichkeit ebenfalls zur Verfügung. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass die hier vorgenommenen Einstellungen nur temporär sind.
 
Dies bedeutet, dass man beim nächsten Programmstart wieder die Standardeinstellungen der Druckereinstellung aus der Systemsteuerung von Windows erhält. Wenn Sie Änderungen in den Druckereinstellungen dauerhaft fixieren wollen, müssen Sie die Vorgaben über die Systemsteuerung von Windows vornehmen. Wenn Sie dies machen, gelten die neuen Druckereinstellungen für alle installierten Programme und Ihre Vorgaben bleiben auch nach einem Neustart von Windows erhalten.
 
Die diversen Einstellungen sind sehr umfangreich, so dass es an dieser Stelle unmöglich ist, alle Optionen umfassend zu beschreiben. Sie sollten daher etwas Eigeninitiative zeigen und die verschiedenen Möglichkeiten nach dem bewährten Prinzip "Learning by doing" selbständig ausloten. Wir konzentrieren uns im Rahmen dieses Artikels auf besonders häufig genutzte Einstellungen.
 
 
Ausdruck von Diagrammen
Diagramme können auf verschiedene Weise ausgedruckt werden. In Fritz 7 bewirkt der Menüpunkt Druck - Diagramm drucken, dass immer ein Diagramm mit der aktuellen Brettstellung ausgedruckt wird. Die Alternative besteht im Einbetten von Diagrammen innerhalb einer Partienotation. Wenn Sie mit der rechten Maustaste einen Zug in der Notation anklicken, können Sie über den Eintrag Diagramm einfügen aus dem Kontextmenü ein Diagramm einfügen. Wenn Sie später die Partie ausdrucken, wird automatisch an dieser Stelle ein Diagramm eingefügt.
 
Der Ausdruck von Partien mit integrierten Diagrammen macht vor allem dann Sinn, wenn man viele Partien mit nur relativ wenigen Diagrammen ausdrucken will. Wenn Sie im umgekehrten Fall nur eine geringe Partienanzahl mit sehr vielen Diagrammen drucken wollen (z.B. nach jedem Zug), kann das schnell unübersichtlich werden. Dafür gibt es in Fritz 7 eine Option unter Seite einrichten/Partien: "Diagramme direkt".
 
Häufig wird es vorkommen, dass man mehrere Diagramme auf einer Seite ausdrucken möchte, z.B. als Trainingsunterlagen für den Schachunterricht. Dazu legt man eine neue Datenbank an und speichert die zu druckenden Stellungen in dieser Datenbank ab. Jede Stellung bekommt dabei den Textkommentar "Diagramm einfügen". Dies lässt sich wie zuvor beschrieben, mit einem Rechtsklick in die Notation schnell realisieren.
 
Sind alle Stellungen gesammelt, können sie in der Datenbank markiert und dann als Partie ausgedruckt werden. ChessBase 8 hat hierfür eine Funktion, die intern im Prinzip genau so arbeitet: "In Diagrammliste einfügen" und später dann "Diagrammliste drucken". Die Vorgehensweise mit der Datenbank ist jedoch komfortabler, da man nachträglich leicht Änderungen vornehmen kann.
 
Fritz 7 bietet die Möglichkeit, auf Farbdruckern Diagramme mit den auf dem Bildschirm gezeigten Holzbrettern zu drucken. Wählen Sie dazu unter Druck - Seite einrichten - Diagrammdruck die Option "Wie Bildschirmbrett" aus. Voreingestellt ist die im Schachbüchern oder Zeitschriften gebräuchliche Einstellung "Schwarz/Weiß".
 
 
Ausdruck von Partien
Beim Ausdruck von Partien werden Diagramme immer in der Standardgröße, d.h. in Spaltenbreite gedruckt. Wenn Sie einspaltig ausdrucken, wird das Diagramm fast in Blattgröße ausgedruckt. Wesentlich übersichtlicher und lesbarer sind Partien, wenn Sie zweispaltig ausgedruckt werden. Fritz 7 bietet die Möglichkeit, Diagramme die sich nicht in der Hauptnotation, sondern in Analysen (Varianten) befinden, mit einer kleineren Darstellung auszudrucken.
 
Wählen Sie dazu unter Seite einrichten - Partien - Analysediagramme in klein. Eine einzelne Partie können Sie über Druck - Partie drucken (schneller Strg-P) zu Papier bringen. Wenn Sie mehrere Partien ausdrucken wollen, öffnen Sie Partienliste, markieren mehrere Partien (mit gedrückten Strg-Taste einzelne Einträge in der Partienliste anklicken) und wählen unter Druck - Partien drucken.
 
 
Ausdruck von Repertoires
Diese Funktion von ChessBase 8 erlaubt den übersichtlichen Ausdruck sehr umfangreicher Analysen. Ein normaler Partiedruck wäre dafür ungeeignet, da die Übersichtlichkeit verloren gehen würde. Hier wird der Partieanfang in eine Tabelle gedruckt, so dass Sie sofort die Abweichungen und Analysen sehen. Alles, was nicht in die Tabelle passt, wird als Fußnote unter die Tabelle gedruckt. Die Generierung der Tabelle kann vom Anwender unter Druck - Seite einrichten - Repertoire benutzerdefiniert eingestellt werden.
Menü zum Repertoiredruck
Menü zum Repertoiredruck
Die Zeilenzahl weist auf die Anzahl der Zeilen in der Tabelle hin. Je höher dieser Wert eingestellt wird, desto umfangreicher wird die Tabelle. Dieser Wert kann in der Regel nicht genau eingehalten werden, ChessBase versucht jedoch, ihn möglichst gut zu treffen. Eine Tabelle kann z.B. niemals mehr Zeilen haben als die Partie Varianten hat. Die "Minimale Zeilenzahl" bezeichnet die minimale Anzahl Züge einer Variante, damit sie noch in die Tabelle aufgenommen wird.
 
Kürzere Varianten werden zu einer Fußnote "degradiert". Der Eintrag "Leerspaltenbegrenzung" bewirkt folgendes: Je höher dieser Wert ist, umso weiter hinten darf eine Variante beginnen, um in die Tabelle aufgenommen zu werden. Noch spätere Varianten werden zu einer Fußnote. Eine möglichst große Tabelle erhalten Sie bei hoher Zeilenzahl, kleiner minimaler Variantenlänge und einer hohen Leerspaltenbegrenzung.
 
 
Trainingsunterlagen erstellen und ausdrucken
Das Erstellen von Trainingsunterlagen für den Schachunterricht - ähnlich wie bei den Taktikaufgaben in Schachzeitungen - ist mit ChessBase 8 sehr einfach. In der Datenbank müssen sich Partien befinden, in denen ein Trainingskommentar über die Funktion Spezialkommentar eingebunden wurde. Markieren Sie die entsprechenden Partien und wählen Sie in unter Druck den Punkt "Trainingsdruck" aus.
 
ChessBase wird daraufhin in jeder Partie die Taktikaufgabe suchen und als Diagramm mit Frage ausdrucken. Danach beginnt eine neue Seite, auf der die Antworten ausgegeben werden. Alternativ kann man mit einem Rechtsklick in der Partienliste das entsprechende Kontextmenü aufrufen und unter Ausgabe - Trainingsaufgaben drucken zum Ziel kommen.
 
 
Partien in Textdatei schreiben
ChessBase 8 bietet die Möglichkeit, Partien in verschiedenen Formaten als Textdatei auszugeben. Sie erreichen dies durch Markieren von Partien in der Partienliste (Strg-Taste gedrückt halten und mit der linken Maustaste die gewünschten Partien auswählen), dann ein Rechtsklick im Listenfenster und unter Ausgabe die Funktion Textdatei erzeugen.
Menü zum erstellen von Textdateien
Menü zum erstellen von Textdateien
Momentan stehen unter ChessBase 8 die Dateiformate RTF (Rich Text Format), HTML (HyperText Markup Language), PGN und einfacher Text (Ansi) zur Verfügung. Das PGN-Format haben wir schon häufiger vorstellt, es dient vor allem als universelles Austauschformat für gängige Schachsoftware. Um eine Partie per Email zu verschicken, gibt es einen einfacheren Weg: Kopieren + Einfügen über die Windows-Zwischenablage. PGN ist auch die optimale Wahl, wenn Sie mehrere Partien als Textdatei verschicken möchten.
 
RTF kann als Grundlage zur Weiterverarbeitung der Partien mit jeder gängigen Textverarbeitung dienen. Der Vorteil gegenüber eines einfachen Textes ist das automatische Setzen von Fett- und Kursivschrift nach schachlichen Kriterien. Dasselbe gilt grundsätzlich auch für HTML, das von modernen Textverarbeitungen ebenfalls gelesen werden kann. HTML ist grundsätzlich für die Publikation von Partien im Internet gedacht. In RTF werden z.B. Diagramm über entsprechende Schriftarten eingebunden, in HTML werden sie als Bilder (Bitmaps) abgelegt. Wer sich speziell für das HTML-Format und die Onlinepublizierung von Schachpartien interessiert, sollte sich einmal unter Ausgabe mit der JavaScipt-Schnittstelle von ChessBase 8 beschäftigen.
 
 
Mögliche Probleme und Lösungsansätze
Das Zusammenspiel von Drucker und Druckfunktion setzt einen korrekt in das System eingebundenen Drucker und einen passenden Druckertreiber voraus. Die Zeichensätze (Fonts) müssen ebenfalls korrekt im System installiert sein. Auf manchen Rechnern werden statt Diagrammen nur Buchstaben oder Zahlen gedruckt. Eine Ursache für dieses Problem könnte darin liegen, dass der falsche Zeichensatz für den Ausdruck eingestellt wurde. Eine andere Möglichkeit: der entsprechende Font für den Ausdruck des Diagramms wurde nicht korrekt installiert. Das können Sie leicht überprüfen, indem Sie die Schriftenverwaltung von Windows aufrufen und nachschauen, ob sich in dem Schriftenordner Zeichensätze befinden, die mit der Bezeichnung Diagram ... anfangen.
Schriftenordner von Windows
der Schriftenordner von Windows
Falls die Zeichensätze nicht (mehr) installiert sind, besteht die einfachste Maßnahme darin, ChessBase oder Fritz einfach neu zu installieren. Falls die Zeichensätze aber vorhanden sind, muss es andere Gründe für den fehlerhaften Ausdruck geben. Viele Druckertreiber bieten die Option TrueType als Bitmap oder ähnlich an. Mit der Aktivierung dieser Option ist das Problem häufig gelöst.
 
Bei manchen Windows-Versionen kommt man bei ähnlichen Problemen häufig zum Ziel, indem man die Zeichensätze manuell deinstalliert und die Zeichensätze aus dem Verzeichnis FONTS auf der CD-ROM manuell mit Hilfe der Systemsteuerung neu anmeldet. Manchmal hilft die Auswahl eines anderen Diagramm-Zeichensatzes. In der Voreinstellung ist für den Diagrammdruck der Font DiagramTTFritz aktiv. Falls der Font aus unbekannten Gründen seine Dienste einfach nicht verrichten will, sollten Sie mit Fritz einmal einen der alternativen Fonts ausprobieren, z.B. DiagramTTOldstyle.
 
Analog ist die Vorgehensweise bei Problemen mit dem Ausdruck einer figurinen Notation. Auch für diese Darstellung gibt es verschiedene Figurensätze, die immer mit der Bezeichnung Figurine ... im Schriftenordner aufgelistet sind. Bei eventuell vorkommenden Problemen mit dem Ausdruck sollte man ähnliche Lösungsversuche wie bei dem Diagrammausdruck versuchen.
 
Viele Laserdrucker der preiswerten Kategorie haben nur einen geringen internen Speicherausbau. Dies führt dazu, dass diese Geräte zwar noch Text in akzeptabler Geschwindigkeit drucken, beim Ausdruck von Grafiken gehen diese Modelle häufig "in die Knie". Dies erkennt man z.B. daran, dass Diagramme oder Seiten nur unvollständig gedruckt werden. In solchen Fällen kann man durch Heruntersetzen der Druckerauflösung über die Druckereinstellungen zum Ziel kommen. Wenn Sie die Druckerauflösung z.B. von 600 dpi auf 300 dpi reduzieren, ist das für Drucker mit wenig Speicher eine gewaltige Entlastung.
 
Bei einigen HP-Tintenstrahlern kann es passieren, dass in den Diagrammen die leeren weißen Felder fehlen. Unter Fritz 7 kann man sich behelfen, indem man unter Druck - Seite einrichten unter dem Reiter Zeichensätze den Schrifttyp ChessBase Alternate auswählt, die gleiche Vorgehensweise empfiehlt sich auch für ChessBase 8.
 
Peter Schreiner
 
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