Logo "blaue" Seiten

 
 
 
 
- Anzeige -
Für den Erwerb von Schachartikeln empfiehlt Ihnen der SC Leinzell den
 Schachversand Dreier 
 
 
Testen Sie Ihr Schach!
 
Diagramm 18-2006
 
Diagramm 18 – 2006
Hier wurde eine »Schachmaschine« demontiert. Wie zerlegte Weiß am Zuge die misslungene schwarze Partieanlage?
 zur Lösung 
 
 
 
 
zur Startseite
 News | Sitekalender | Sitemap | Team | Kontakt 
zu www.chessbase.dePeter Schreiner
 
 
Das Spielerlexikon von ChessBase 8.0
von Peter Schreiner - November 2003
 
Das in ChessBase 8 integrierte Spielerlexikon dient nicht nur zur Anzeige von Photos. Es enthält viele nützliche Informationen, die vom Datenbankprogramm berücksichtigt werden. Im Unterschied zu den Partiendatenbanken enthält das Lexikon persönliche Angaben über Spieler, Nationalität, Wertungszahlen und natürlich als Highlight viele Fotos. Bevor das Spielerlexikon genutzt werden kann, muss man es zuerst einmal öffnen. Das erledigt man über Datei-Öffnen-Lexikon. Es empfiehlt sich, das Lexikon dauerhaft auf der Festplatte zu speichern, damit man nicht andauernd die CD mit den Daten in das CD-Laufwerk einlegen muss.
 
Um das Spielerlexikon zu nutzen, öffnen Sie in ChessBase 8 ein Brettfenster und aktivieren dann unter Fenster-Fensterflächen den Menüeintrag Fotos. Nun werden die Bilder der Spieler (soweit im Lexikon vorhanden) direkt angezeigt. Man erkennt also auf Anhieb, wie die Beteiligten der Partie ausschauen. Das Lexikon stellt eine wertvolle Ergänzung mit zusätzlichen Informationen über bestimmte Spieler dar. Dazu später noch mehr.
 
Mit einem Rechtsklick auf ein Foto kann man den Personalausweis des ausgewählten Spielers in einem neuen Fenster anschauen:
 
 
 
In dem Fenster wird eine Reihe nützlicher Informationen angezeigt, z.B. Geburtsdatum, ein eventuell vorhandener Titel, Datum des letzten Eintrages im Lexikon, Herkunft usw. Bei bekannten Spielern ist häufig mehr als ein Foto vorhanden. In diesem Fall wird automatisch eine "Slideshow" mit automatischer Anzeige der Fotos angezeigt. Die Änderungen im Aussehen der unterschiedlichen Spieler sind über einen längeren Zeitraum hinweg mit dieser Funktion ebenfalls dokumentiert. Mit Hilfe der Pfeiltasten unter dem Foto kann man durch die Bildgalerie eines bestimmten Spielers navigieren.
 
Schachlich relevante Infos bekommt man im "Personalausweis" über die Buttons "Eloprofil" und "Dossier". Falls eine Wertung vorhanden ist, generiert "Eloprofil" eine graphische Darstellung mit dem Verlauf der Wertung des ausgewählten Spielers in dem aktiven Zeitraum. Man erkennt am Verlauf der Kurve auf einen Blick, wie es um die Leistungen und Beständigkeit eines Spielers im Verlauf seiner Karriere bestellt war. Dieses Feature steht natürlich nur bei Spielern zur Verfügung, die sich im Laufe ihrer Karriere eine Elozahl erspielen konnte. Zu den Zeiten von Lasker, Capablanca oder Aljechin gab es noch kein Ratingsystem und deshalb funktioniert die Auswertung nur ab der Einführung des Elosystems in den frühen 70er Jahren.
 
Über den Button "Dossier" gibt es Information pur über das schachliche Wirken des ausgewählten Spielers. Die Informationen werden aus der Datenbank herausgefiltert, die als Referenzdatenbank festgelegt wurde. Dies sollte vor dem Aufruf der Funktion im Datenbankfenster erledigt werden. Beim ersten Aufruf des Dossiers kann man in dem Dialog "Dossier" festlegen, welche Informationen das Programm aus der Referenzdatenbank herausfiltern soll.
 
 
ChessBase 8.0 generiert automatisch einen Datenbanktext, in dem neben biographischen Daten zahlreiche statistische Informationen zu Eröffnungen, Partien und Ergebnisse gegen bestimmte Gegner eingebettet sind. Zusätzlich garniert das Programm die Funktion noch mit einer Auswahl spektakulärer Stellungen aus gewonnenen Partien, die man als Trainingsmaterial einsetzen kann.
 
Über den Schalter "Repertoire" legt man fest, wie detailliert die Information zum Eröffnungsrepertoire sein soll. Bei der Einstellung "Fein" sind die Informationen zum Repertoire des Spielers inkl. farbbezogenem Positionsbaum besonders detailliert, man kann die Übersicht auch ausblenden.
  • "Von Jahr" - legt fest, ob nur Partien bestimmter Jahre ausgewertet werden sollen.
  • "Länge Vornamen" - ist ein wichtiger Parameter. Über den Vornamen unterscheidet das Programm Spieler mit gleichem Nachnamen. Falls die Referenzdatenbank schlecht editiert ist und unterschiedliche Schreibweisen für einen Spieler enthält, kann das zu Problemen führen. Nehmen wir beispielsweise als Suchkriterium "Karpov,A" und "Karpov,An". Wenn Sie nach 'Karpov,Anatoly' suchen lassen (Wert größer als 7), so werden gar keine Karpov-Partien gefunden. Setzen Sie den Wert auf 2, werden nur die Partien von 'Karpov,An' gefunden. Setzen Sie den Wert auf 1, werden alle Karpov-Partien gefunden. Enthält Ihre Referenzdatenbank allerdings auch Partien von 'Karpov,Al(exander)' würden dessen Partien fälschlicherweise auch mit berücksichtigt.
    Tipp: Solche Probleme kann man einfach umgehen, indem man sorgfältig editierte Datenbanken wie die Big- oder MegaDatabase verwendet.
  • "Maximum Fotos" - begrenzt die Anzahl der Fotos, die in das Dossier eingefügt werden sollen.
  • "Erfolge" - listet die Karrierehighlights eines Spielers auf. Diese Information kann man aus dem Dossier wahlweise ausblenden. Danach kann es mit einer Bestätigung auf OK losgehen und das Ergebnis ist eine transparente Übersicht über den schachlichen Weg des ausgewählten Spielers. Neben einem oder mehreren Fotos und dem bereits bekannten Eloprofil findet man noch weitere nützliche Informationen:
  • "Statistik" - zeigt anhand einer Balkengrafik die Anzahl der pro Jahr gespielten Partien. Darunter findet man die Gesamtzahl der Partien des Spielers und als Bonus eine Information, wie die Performance mit Weiß und Schwarz war. Mit Hilfe einer Verknüpfung kann man diese Partien direkt aufrufen.
  • "Erfolge" - hier findet man eine Auflistung über herausragende Ergebnisse des Spielers. Wenn man einen Eintrag anklickt, wird umgehend die entsprechende Turniertabelle inkl. Durchschnittselo und Kategorie ausgegeben.
  • "Gegner" - es wird eine Liste der Gegner aufgelistet, gegen die besonders häufig gespielt wurde. Klickt man einen Spielereintrag an, wird der "Personalausweis" des Spielers angezeigt. Zusätzlich kann man über einen Link umgehend alle Partien auflisten und laden, die gegen diese Spieler gespielt wurden.
  • "Repertoire Weiß" - hier werden die Eröffnungsvarianten aufgelistet, die der ausgewählte Spieler als Anziehender bevorzugt gespielt hat. Zusätzlich wird in der Liste zu jeder Variante die erzielte Performance in Prozent und der Elodurchschnitt der Gegner angegeben. Selbstverständlich kann man mit einem Mausklick alle vom Spieler mit der Eröffnungsvariante gespielte Partien auflisten.
  • "Repertoire Schwarz" - bietet die gleiche Information wie zuvor beschrieben. Hier werden nur Partien berücksichtigt, die der ausgewählte als Nachziehender gespielt hat.
  • "Spektakuläre Partien" - in diesem Abschnitt werden Positionen aus Partien mit Zugangabe angezeigt. Ein guter Trainingseffekt besteht darin, dass man zuerst einmal selbständig verursacht, den Lösungszug zu finden. Mit einem Klick auf den integrierten Link wird die Partien mit der korrespondierenden Brettstellung aufgerufen und man kann dann unmittelbar sehen, welche Partiefortsetzung wirklich gespielt wurde. In der Regel werden vor allem taktisch zugespitzte Partiemomente und spektakuläre Mattkombinationen vom Programm angezeigt.
  • "Spieler setzt Matt" - ähnelt dem zuvor beschriebenen Abschnitt, allerdings werden nur Partiefragmente mit einzügigen Matts angezeigt.
  • "Spieler kommentiert eigene Partien" - falls die Referenzdatenbank Partien enthält, die vom Spieler selbst kommentiert wurden, werden diese in dem Abschnitt aufgelistet.
Wie die Beschreibung zeigt, bietet das Spielerlexikon in Kombination mit der Dossierfunktion eine hervorragende Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über das Schaffen eines bekannten Schachspielers zu verschaffen. Das Dossier kann man auch abspeichern. Dies funktioniert aber nur in der Datenbank, die man zuvor als Referenz definiert hat. Änderungen oder Aktualisierungen werden dabei allerdings nicht automatisch durchgeführt. Aus diesem Grund ist es effizienter, die entsprechenden Dossiers bei Bedarf einfach neu zu generieren.
 
Im Spielerlexikon kann man übrigens direkte Suchabfragen nach bestimmten Spielern durchführen. Im Datenbankfenster aktiviert man die Suche über Bearbeiten - Spieler suchen oder mit dem Hotkey Strg-F2.
 
 
Das System zeigt dabei eine gewisse Eigenintelligenz. Gibt man bei der Suche nach einem Spieler die ersten Buchstaben des Namens ein, werden alle passenden Einträge aus dem Lexikon ausgelistet. Man kann sich auch alle Spieler einer bestimmten Nation, einer bestimmten Altersgruppe u.s.w. auflisten lassen. Nehmen wir an, Sie möchten eine Auflistung aller Spieler, die unter 16 Jahre alt sind. Oder sie interessieren sich für alle Spieler, die in den letzten vier Jahren deutliche Zuwächse in der Rangliste zu verzeichnen haben? Mit Hilfe des Suchdialogs für das Spielerlexikon kann man solche Fragen schnell beantworten.
 
Das Spielerlexikon wird von ChessBase konsequent erweitert. Häufig wird die Frage gestellt, ob nicht die Möglichkeit besteht, das Spielerlexikon mit eigenen Fotos und Angaben zu erweitern. Dies ist aus dem Programm heraus nicht möglich. Wenn man in dem Spielerlexikon geführt werden will, sollten man Foto und Angaben zur Person direkt an ChessBase schicken. Diese Möglichkeit wird aus dem Datenbankfenster des Programm heraus direkt unterstützt. Unter dem Menüpunkt Extras-Einstellungen-Anwender kommt man zu einem Dialog, in dem man zuerst prüfen kann, ob man in dem Lexikon bereits erfasst ist. Falls nicht, kann man über Spielerlexikon korrigieren/ergänzen die notwendigen Informationen online weiterleiten.
 
Peter Schreiner
 
zum Seitenanfang zurück |