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Diagramm 19-2006
 
Diagramm 19 – 2006
Die schwarzen Figuren stehen äußerst aktiv. Nun gilt es loszuschlagen. Haben Sie eine Idee, wie Schwarz seinen Gegner zur Aufgabe zwang?
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zu www.chessbase.dePeter Schreiner
 
 
Anwendertipps zu ChessBase 8.0
Teil 7, von Peter Schreiner - Oktober/November 2003
 
 
Bessere Notationsübersicht in ChessBase 8
ChessBase 8 bietet die Möglichkeit, mehrere Partien zu einer einzigen Partienotation zu verschmelzen. Im Listenfenster wählt man mit gedrückter STRG-Taste und einem Mausklick auf die entsprechenden Einträge die gewünschten Partien aus. Mit einem Rechtsklick ruft man ein Kontextmenü auf und wählt den Eintrag "Ausgewählte Partien verschmelzen". Noch schneller geht es mit der Enter-Taste. Die ausgewählten Partien werden zu einer Partie verschmolzen, wobei die erste Partie die Hauptnotation darstellt und die restlichen Partien als Varianten eingefügt werden. Je nach Anzahl der Partien entstehen bei dieser Methode große Repertoirebäume mit tief verschachtelten Varianten, die in der Notationsansicht etwas unübersichtlich wirken.
 
Eine bessere Übersicht erhält man bei umfangreichen Repertoirebäumen, wenn man bestimmte Variantenäste wegfaltet oder ausblendet. Das kann man realisieren, indem man mit der rechten Maustaste in die Notation klickt und aus dem Kontextmenü die "Faltung" aktiviert. Das Prinzip kennen Sie sicher vom Windows Explorer, wo Unterverzeichnisse solange nicht angezeigt werden, bis man das Plussymbol neben dem Hauptverzeichnis anklickt. Auf dem gleichen Prinzip basiert in ChessBase 8 die Faltung der Notation. Untervarianten werden solange verborgen, bis man sie mit dem entsprechenden Symbol in der Notation anzeigt.
 
Wenn man die Faltung mit dem Kontextmenü aufruft, findet man mehrere Einträge vor:
  • Alles zusammenfalten
    Damit werden alle Varianten in der Notation versteckt. In der Notation werden jetzt nur ganze kurze Varianten angezeigt. An der Stelle, wo sich ein weggefalteter Teilast in der Notation befindet, erscheint wie beim Windows Explorer ein Plussymbol. Mit einem Klick auf das Plussymbol wird der verborgene Teilast, also die Untervariante, angezeigt.
     
  • Alles entfalten
    Bei dieser Einstellung werden in der Notation alle Varianten angezeigt. Vor den Untervarianten erscheinen kleine Icons mit dem vom Windows Explorer bekannten Minussymbol. Mit einem Klick auf das Minussymbol blendet man die nachfolgende Untervariante wieder aus und das zuvor beschriebene Plussymbol erscheint wieder.
     
  • Faltung abschalten
    Damit zeigt die Notation alle Varianten ohne die zuvor beschriebenen Symbole an.
Bei der Navigation innerhalb der gefalteten Notation werden Varianten, die man über das Variantenmenü aufruft, automatisch aufgefaltet. Sehr nützlich ist in diesem Modus auch die Taste ENTF. Damit faltet man den letzten Variantenkomplex aus und erreicht direkt den letzten Verzweigungspunkt. Das Variantenmenü wird eingeblendet und man kann die gewünschte Variante auswählen.
 
 
Was bedeutet eigentlich ECO?
In der Suchmaske von Fritz oder ChessBase finden Sie u.a. auch die Option, gezielt nach "ECO" zu suchen. Diese Abkürzung steht für "Encyclopedia of Chess Openings". Das ist ein Nachschlagewerk und anerkanntes Klassifikationsschema für Eröffnungen. Die einzelnen Varianten werden durch Kürzel wie z.B. "C43" (Russisch mit 3.d4) oder "D89" (Grünfeld-Indisch Abtausch-Hauptvariante) bezeichnet.
 
Dieses System ist international der Standard zur systematischen Bezeichnung von Schacheröffnungen. Aus diesem Grund kommt es in Fritz und ChessBase zum Einsatz. Alle von ChessBase publizierten Partien enthalten den korrekten ECO-Code in den Kenndaten. Wenn Sie eine Partien mit Fritz spielen, wird der korrekte ECO-Eintrag automatisch beim Speichern eingetragen.
 
In der Suchmaske kann man die Suche nach Partien mit Hilfe des ECO-Codes eingrenzen. Klicken Sie dazu die Checkbox an und geben Sie einen ECO-Bereich für die Suche vor.
 
Beispiele:
"C"sucht alle Partien, die der Zuordnung C00 bis C99 entsprechen.
"C43"sucht alle Partien von C43/00 bis C43/99
"C43-C45"  sucht alle Partien von C43/00 bis C45/99
 
 
Vereinsangaben mit ChessBase 8 setzen
Mit Hilfe der Editierfunktion kann man bei der Erfassung von Partien die Vereinsgabe bei Mannschaftskämpfen für mehrere Partien setzen. Es ist nicht notwendig, diese Information für jede einzelne Partie mühselig einzugeben. Wie kann man das mit ChessBase 8 realisieren?
 
Im ersten Schritt listet man im Spielerindex die Partien des betreffenden Spielers auf. Dort selektiert man die Partien, für die man die Mannschaft setzen möchte. Mit der Taste F2 kommt man in den Editierungsdialog. Dort kann man auch die Mannschaft angeben. Diese muss allerdings bereits einmal angelegt worden sein.
 
Wenn man also einen Mannschaftskampf erfasst, gibt man einmal bei einer Partie für jeden Spieler, dem noch keine Mannschaftszugehörigkeit zugeordnet ist, den entsprechenden Eintrag an. Im letzten Schritt startet man erneut den Spielerindex und selektiert in der Partieliste des Spielers alle Partien. Über F2 gefolgt von der Enter-Taste wird der Mannschaftseintrag unabhängig von der Farbe in allen Partien des ausgewählten Spielers gesetzt.
 
 
Partien dauerhaft markieren
Bei der Arbeit mit Datenbanken ist es nützlich, wenn man bestimmte Partien oder Stellungen für eine spätere Bearbeitung dauerhaft markieren kann. Dies kann z.B. sinnvoll sein, wenn Sie das Nachspielen oder Analysieren unterbrechen müssen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen wollen. Diese Option kann man in ChessBase 8 mit Hilfe der Medaillen realisieren. Um eine Medaille zu vergeben, lädt man die Partie in das Brettfenster und mit einem Rechtsklick in die Notation ruft man das passende Kontextmenü auf: Spezialkommentar-Medaille vergeben.
 
Medaille vergeben
 
Mit Hilfe der Dialogbox kann man jetzt eine Markierung setzen. Für unser Anwendungsbeispiel wählen wir die Option "Anwender" und bestätigen mit OK. Wir erkennen bereits eine erste Änderung, denn an der gewünschten Position wurde in blauer Farbe eine Markierung in die Notation eingefügt. Um die Markierung dauerhaft zu speichern, müssen wir die Partie ersetzen. Dies realisiert man am schnellsten mit dem Hotkey Strg-R oder man wählt aus dem Menü Datei-Ersetzen.
 
In der Partienliste der Datenbank hebt sich der Eintrag durch die farbige Markierung ab und man findet schneller die gewünschten Partien. In großen Datenbanken kann man die mit Medaillen markierten Partien über die Suchfunktion von ChessBase 8 schnell aufspüren.
 
Wählen Sie in der Suchmaske sicherheitshalber Rücksetzen und danach den Tabulator Medaillen. Wenn man jetzt "Anwender" als Suchkriterium im dem Dialog definiert, listet das Programm alle Partien mit unseren "Lesezeichen" auf, die zuvor gesetzt wurden. Mit einem Doppelklick wird die entsprechende Partie geladen.
 
Wenn die "Lesezeichen" nicht mehr benötigt werden, kann man sie einfach entfernen. Dazu startet man noch einmal bei geladener Partie den Dialog für das Setzen der Medaillen. Deaktivieren Sie den Eintrag "Anwender", danach noch einmal die Partie mit Strg-R ersetzen.
 
 
Eröffnungsklassifikation mit Chessbase 8.0
Auf der CD-Rom MegaBase 2003 befindet sich im Verzeichnis Eco-Key die Datei ECO.COD, die auf der Basis des Bigkey (Eröffnungsschlüssel der Datenbank) erstellt wurde. Mit Hilfe der Informationen aus dieser Datei kann ChessBase 8.0 eine präzisere Klassifikation von Schachpartien vornehmen.
 
Wenn Sie einmal die Partienliste einer Datenbank anschauen, finden Sie neben den Eckdaten einer Partie (Spieler und Turnier) eine Kennung wie z.B. E99. Dieser Eintrag ist der sogenannte ECO-Schlüssel. ECO-Schlüssel sind eine wichtige Hilfe, um Partien mit bestimmten Eröffnungen aus einer Datenbank herauszufiltern. Sie haben gegenüber sprachlichen Eröffnungsbezeichnungen außerdem den Vorteil, dass sie wesentlich präziser und international verständlich sind.
 
Kopieren Sie die Datei ECO.COD in das Programmverzeichnis von ChessBase 8.0 und überschreiben Sie eine eventuell vorhandene, ältere Version.
 
Peter Schreiner
 
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