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Diagramm 22-2006
 
Diagramm 22 – 2006
In dieser Stellung stellte Weiß seine Dame nach e5 und erwartete von Schwarz die Aufgabe. Dieser spielte aber weiter und zog …
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zu www.chessbase.dePeter Schreiner
 
 
Anwendertipps zu ChessBase 8.0
Teil 5, von Peter Schreiner - April + Mai 2003
 
 
Zugriff auf die Onlinedatenbank
Mit ChessBase 8 und einem funktionierenden Internetzugang kann man direkt auf eine riesige Onlinedatenbank mit weit über 2 Millionen Partien zugreifen. Eine feine Sache, zumal auf dem Onlineserver auch laufend Partien aus aktuellen Turnieren bereit gestellt werden. Wenn die Partien aus aktuellen Turnieren stammen, möchte man die Daten naturgemäß gerne permanent auf der Festplatte speichern, um sie in Ruhe offline nachzuspielen. Betrachten wir anhand eines praktischen Beispiels, wie man eine Suche in der Onlinedatenbank durchführt und die gefundenen Partien anschließend in einer Datenbank speichert.
 
Nehmen wir an, Sie interessieren sich für Partien nach der Zugfolge 1.d4 Sf6 2.Sf3 c5 3.c4 cxd4 4.Sxd4 e6. Diese Züge geben wir in einem Brettfenster ein, Rechtsklick auf das Schachbrett und dann wählen wir den Eintrag Suche in www.chessbase-online.com. Die Suche in der Onlinedatenbank fördert je nach Netzanbindung umgehend die entsprechenden Partien zutage, die in einem separaten Fenster aufgelistet werden. Dabei muss man beachten, dass die Anzeige maximal 1000 Partien mit dem aktuellen Suchkriterium aus der Onlinedatenbank auflistet, auch wenn mehr Partien mit dem Kriterium in der Datenbank vorhanden sind.
 
Hinweis: in der Statuszeile am unteren Bildschirmrand wird immer die Anzahl der gefundenen Partien angezeigt. Diese Beschränkung ist vor allem für Anwender mit einer langsamen Netzanbindung sinnvoll, damit man flüssig mit dem Programm weiterarbeiten kann. Man kann die Einschränkung umgehen, indem man die Suchkriterien verfeinert. Im Menü Bearbeiten gibt es unter Suche Stellung in die Option, direkt in der Onlinedatenbank zu suchen. In dem Dialog kann man die Suche z.B. auf einen bestimmten Zeitraum eingrenzen.
 
Hier würde es sich anbieten, die Suchergebnisse auf mehrere kleinere Datenbanken zu verteilen und diese anschließend zu einer Gesamtdatenbank zu verschmelzen. Nachdem das Ergebnis der Suche in dem Listenfenster angezeigt wird, kann man daran gehen, die Partien in eine neue Datenbank zu kopieren. Zuerst muss man die Partien, die kopiert werden sollen, entsprechend markieren. Entweder wählt man nach dem Rechtsklick im Listenfenster mit Bearbeiten - Alles markieren alle Partien aus oder man markiert mit gedrückter STRG-Taste nur einzelne Partieeinträge.
 
Nachdem die Markierung vorgenommen wurde, hilft uns wieder ein Rechtsklick weiter. Diesmal wählen wir aus dem Kontextmenü den Eintrag Bearbeiten - Kopiere. Damit weiß ChessBase 8, dass diese Partien kopiert werden sollen. Jetzt müssen wir dem Programm noch klar machen, wohin, bzw. in welche Zieldatenbank die Partien kopiert werden sollen. Dazu wechseln wir in das Datenbankfenster, quasi dem Hauptbildschirm des Programms. Jetzt wählen wir mit einem Klick die Zieldatenbank aus, Rechtsklick und hier Bearbeiten - Einfügen. Damit haben wir dem Programm alle benötigten Informationen gegeben und der Kopiervorgang der selektierten Partien in die Zieldatenbank wird gestartet. Wenn sie über eine schnelle DSL-Verbindung verfügen, geht der Kopiervorgang (genau wie die Suche) zügig voran.
 
 
Datenpflege mit Hilfe der Suchmaske
Fehlerhaft erfasste Partien kann man mit Hilfe der Suchmaske von ChessBase 8.0 eingrenzen. Die Suchmaske bietet die Möglichkeit, nach Partien mit bestimmten Ergebnissen zu suchen. Nehmen wir an, wir suchen nach Partien, die mit einem Patt enden (also Remis), das Ergebnis in der Datenbank ist aber nicht unentschieden.
 
Dazu aktivieren wir in der Suchmaske unter dem Tabulator Partiedaten im Bereich "Ergebnis" die Felder "1-0", "0-1" und "Patt". Alternativ ist die Suche nach Partien, die mit einem Matt enden oder enden können, wobei das Ergebnis aber Remis ist, ebenfalls sehr gut geeignet, potentielle Kandidaten für fehlerhaft erfasste Partien aufzuspüren. Dazu ein Beispiel aus einer Partiendatenbank:
 
Leon,H - Salas,J
Merida 1998
 
Diese Stellung wurde nach dem 57. Zug von Weiß erreicht, der zuvor 57.Sa4 spielte. Schwarz war wohl verärgert, dass sein Gegner nicht aufgeben wollte und spielte statt dem unmittelbaren Gewinnzug 57...c2+ zunächst 57...e5. Vielleicht wollte er den Gegner in der aussichtslosen Stellung quälen. Weiß stellte ihm eine Falle mit 58.Sb2+ und Schwarz fiel darauf mit 58...cxb2 herein und Patt! Deshalb könnte hier das Ergebnis falsch sein. Es könnte aber auch sein, dass der Erfasser sehen wollte, was auf c3xb2 geschieht, und er deshalb diesen Zug anstatt eines möglichen anderen Zuges (z.B. Kd4) ausgeführt hat. Dann hat er einfach gespeichert. Im Nachhinein lässt sich das ohne Originalformular nicht mehr feststellen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, die Daten noch während des laufenden Turniers mit Hilfe der Suchmaske auf solche Fehler zu untersuchen.
 
 
Medaillen setzen - Mai 2003
Mit ChessBase ist es möglich, bestimmte Partien oder Stellungen dauerhaft zu markieren. Dies kann z.B. sinnvoll sein, wenn Sie das Nachspielen oder analysieren unterbrechen müssen und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen wollen. Das Setzen von Markierungen kann man mit Hilfe der Medaillen realisieren. Zuerst lädt man die Partie im Brettfenster und wechselt zu der Stellung, die markiert werden soll. Jetzt startet man den entsprechenden Dialog entweder über das Menü Partie - Kommentar- Spezialkommentar - Medaille vergeben oder schneller mit einem Anführungszeichen auf.
 
Mit Hilfe der Box kann man jetzt eine Markierung setzen. Für unser Anwendungsbeispiel wählen wir die Option "Anwender" und bestätigen mit OK. Wir erkennen bereits eine erste Änderung, denn an der gewünschten Position wurde in blauer Farbe eine Markierung in die Notation eingefügt. Um die Markierung dauerhaft zu speichern, müssen wir die Partie ersetzen. Dies realisiert man am schnellsten mit dem Hotkey Strg-R oder man wählt aus dem Menü Datei - Ersetzen. Beim nächsten Start von ChessBase startet man die Datenbank, bzw. ruft die Partienliste der Datenbank auf. Mit Hilfe der Suchmaske kann man problemlos die markierten Partien, bzw. Stellungen aufspüren.
 
Wählen Sie sicherheitshalber Rücksetzen und danach den Tabulator Medaillen. Wenn man jetzt "Anwender" als Suchkriterium im dem Dialog definiert, listet das Programm alle Partien mit unseren "Lesezeichen" auf, die zuvor gesetzt wurden. Mit einem Doppelklick wird die entsprechende Partie geladen. Wenn die "Lesezeichen" nicht mehr benötigt werden, kann man sie einfach entfernen. Dazu startet man noch einmal bei geladener Partie den Dialog für das Setzen der Medaillen. Deaktivieren Sie den Eintrag "Anwender", danach noch einmal die Partie mit Strg-R ersetzen.
 
Peter Schreiner
 
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