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Diagramm 20-2006
 
Diagramm 20 – 2006
Die Stellung sieht auf den ersten Blick harmlos aus. Aber Schwarz am Zuge fand eine hübsche Kombination und stellte die Weichen auf Sieg.
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zu www.chessbase.dePeter Schreiner
 
 
Anwendertipps zu ChessBase 8.0
Teil 3, von Peter Schreiner - Juni bis September 2002
 
 
Kritische Eröffnungsvarianten erkennen
Sehr praktisch ist unter ChessBase 8.0 die Möglichkeit, über den Reiter Buch im Notationsfenster zu prüfen, welche Züge die Großmeisterpraxis für die aktuelle Brettstellung kennt. Die Betrachtung der gespielten Einzelzüge und der zahlreichen eingebetteten Statistiken ist nützlich, jedoch für die endgültige Beurteilung nicht immer ausreichend. Mit Hilfe des Buchanalysefensters kann man sich die wichtigsten Varianten und vor allem die kritische Variante ausgehend von der aktuellen Brettstellung anzeigen lassen.
 
Das Buchanalysefenster zeigt also die wichtigsten Varianten und die kritische Variante ab Brettstellung. Stellt sich die Frage, was das Datenbankprogramm konkret unter einer kritischen Variante versteht? Wenn beide Seiten den statistisch aussichtsreichsten Zug spielen, entsteht daraus die kritische Variante. Diese Abspiel wird immer in roter Farbe am unteren Rand des Buchanalysefensters angezeigt. Mit einem Doppelklick auf die kritische Variante kann man diese direkt auf das Hauptbrett übertragen.
 
Tipp: Praktisch ist dabei das ins Buchanalysefenster integrierte Variantenbrett, das Sie mit einem Rechtsklick aus dem Kontextmenü aktivieren können.
 
 
Suche nach Brettstellungen
Wenn Sie mit ChessBase 8.0 im Brettfenster eine Partie nachspielen oder eingeben, dürfte einer der häufigsten Fragen sein: kam diese Stellung schon einmal in einer anderen Partie vor? Besonders interessant dürfte diese Funktion bei einer raschen Suche nach Eröffnungsstellungen sein. Im Brettfenster sollte man daher über Fenster-Fensterflächen - das Fenster Referenzdatenbank hinzuschalten. Ein Klick auf den Schalter Suche genügt und das Programm filtert alle Partien aus der Referenzdatenbank heraus, in der die Brettstellung vorgekommen ist. Besonders nützlich ist dabei die Zugansicht, die aus den gefilterten Partien eine Auswertung der gespielten Züge vornimmt.
 
Für jeden gespielten Zug wird ein Durchschnitt der Jahre gebildet, um zu zeigen, ob eine Variante in Mode oder in der gängigen Turnierpraxis nicht mehr gefragt ist. Der Unterschied zwischen der Zugansicht und einem Eröffnungsbuch besteht vor allem darin, dass erstere dynamisch aus einem Suchergebnis berechnet wird, was einige Sekunden dauert, während im Eröffnungsbuch immer alle Züge fest gespeichert sind.
 
Bei einem Klick auf den Button Partien erhalten Sie die aktuelle Partienliste mit den Partien, die das Suchkriterium Eröffnungsstellung enthalten. Diese Partieliste kann - wie alle anderen Partienlisten auch - mit einem Rechtsklick - Sortieren nach insgesamt 15 unterschiedlichen Kriterien sortiert werden. Die Sortierung der Liste nach ELO ist besonders sinnvoll. Damit bringt man umgehend die wichtigsten Partien unter Beteiligung der stärksten Spieler nach oben.
 
 
Wohin gehören die Figuren?
Zur guten Behandlung eines Eröffnungssystems ist die Kenntnis der wirksamsten Felder für eine bestimmte Figur unerlässlich. ChessBase bietet eine interessante Statistikfunktion, die für eine beliebige Partiemenge die Aufenthaltswahrscheinlichkeiten der einzelnen Figuren auf einem 3D-Brett anzeigt. Mit Hilfe eines praktischen Beispiels wird schnell klar, worum es geht. Nehmen wir an, Sie haben als Anziehender gewisse Probleme mit dem Nimzowitsch-System in der französischen Verteidigung. Bisher haben Sie die scharfe Variante 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5 c5 5.a3 Lxc3+ 6.bxc3 Se7 7.Dg4 gespielt.
 
Ohne tiefere Variantenkenntnisse zu besitzen, kann man mit Hilfe der Figurenstatistik einiges über das gewählte System erfahren. Die Vorgehensweise ist einfach. Zuerst führen Sie eine Suche in Ihrer Datenbank nach Partien mit der Variante durch. Rechtsklick in die Partienliste und wählen Sie aus dem Kontextmenü Bearbeiten - Alle markieren. Nachdem die Partien markiert sind, wählen sie mit einem erneuten Rechtsklick die Funktion Figurenaufenthalte. Alternativ geht es auch über die Tastatur mit Shift-S. Es erscheint ein 3D-Brett, das man drehen und kippen kann.
Figurenaufenthalte
Was macht die weiße Dame in dieser Variante? Wo sollte sie am besten stehen? Nachdem man in dem Dialog die Zügezahl von 1-50 eingestellt hat und das Figurensymbol für die weiße Dame gewählt hat, kann man sich einen guten Eindruck davon verschaffen, wo die Dame in dieser Variante am besten platziert ist. Je höher die einzelnen Säulen auf den Feldern sind, um so länger hat sich die jeweilige Figur dort aufgehalten. Bevorzugte Aufenthaltsfelder für die weiße Dame sind d1, d3, g4 und Felder auf dem Königsflügel.
 
Klickt man die Option Züge auf Feld an, sieht man an der Höhe der unterschiedlichen Balken, wie häufig eine bestimmte Figur auf ein Feld gezogen hat. Aus dieser Information wird ersichtlich, dass die weiße Dame in dem System bevorzugt am Königsflügel eingesetzt wird. Diese Abfragen können für alle Figurentypen mit Hilfe der Figurensymbole in dem Dialog durchgeführt werden! Die Statistik gibt natürlich keine absoluten Hinweise, aber hilfreich ist die Beantwortung solcher Fragen allemal.
 
 
Datenpflege mit ChessBase 8.0
Im Internet finden Sie viele Downloadmöglichkeiten für Partiedaten. Wie können Sie feststellen, ob die heruntergeladenen Partien bereits in Ihrem Partienbestand vorhanden sind? Diese Frage kann man mit ChessBase 8 und der Funktion "Datenbank ausschlachten" leicht beantworten. Wir gehen zunächst einmal davon aus, dass Sie Ihre sorgfältig editierten Partienbestände in einer Referenzdatenbank verwalten. Im Datenbankfenster von ChessBase 8 legt man den Status "Referenzdatenbank" mit einem Rechtsklick auf die Datenbank - Kontextmenü - Eintrag "Eigenschaften" fest und setzt in dem Dialog ein Häkchen hinter den Eintrag "Referenzdatenbank".
 
Die meisten Anwender nutzen als Referenzdatenbank die Big- oder MegaBase 2002. Nehmen wir an, Sie haben die neuen Partien aus unterschiedlichen Quellen in eine neue Datenbank kopiert, z.B. mit der Bezeichnung "InternetBase". Wir wollen jetzt prüfen, ob sich darin Partien befinden, die bereits in unserer Referenzdatenbank vorhanden sind. Dazu gehen wir wie folgt vor:
  • Rechtsklick auf "Internetbase" - Extras - Ausschlachten.
  • Es erscheint eine Abfrage. In dem Dialog erkennen wir, ob Referenzdatenbank und die zu prüfende Datenbank richtig ausgewählt wurde.
  • Nachdem die Bestätigung mit OK erfolgt ist, muss in dem eingeblendeten Dateidialog eine neue Datenbank angelegt werden, in die das Programm diejenigen Partien kopieren soll, die noch nicht in der Referenzdatenbank enthalten sind.
  • Nachdem diese Formalien festgelegt wurden, erscheint der Dialog "Doppelte Partien markieren". Hier können Sie festlegen, nach welchen Kriterien die Partien auf eventuelle Dubletten geprüft und miteinander verglichen werden sollen.
Nach dem Durchlauf der Funktion finden Sie im Datenbankfenster eine neue Datenbank mit der Bezeichnung "Ausgeschlachtet", die ausschließlich Partien enthält, die noch nicht in der Referenzdatenbank enthalten sind.
 
Peter Schreiner
 
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